207 Flüchtlinge auf Mittelmeerinsel Lampedusa gelandet

1. April 2003, 14:50
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25 Iraker an Bord des Bootes - UNHCR rechnet mit 600.000 irakischen Flüchtlingen

Rom - 207 Flüchtlinge, darunter 25 Iraker, haben am Dienstag an Bord eines Bootes die südlich von Sizilien gelegene Insel Lampedusa erreicht. An Bord des Bootes befanden sich auch 25 Frauen und 14 Kinder, berichtete das italienische Staatsfernsehen RAI. Sie wurden in ein Aufnahmezentrum untergebracht. Ihr Gesundheitszustand wurde von den Behörden der Insel als gut bezeichnet.

Durch verstärkte Kontrollen an den Küsten der südlichen Adria konnte die Zahl der Flüchtlinge stark reduziert werden. Die meisten internationalen Schieberbanden versuchen daher, verstärkt auf Sizilien sowie auf die Mittelmeerinseln Lampedusa und Pantelleria auszuweichen, um illegale Immigranten nach Italien zu schleusen.Wegen des Kriegs befürchten die italienischen Behörde eine Welle von Flüchtlingen aus dem Irak.

Das Flüchtlingswerk UNHCR rechnet, dass 600.000 irakische Kriegsflüchtlinge ihre Heimat verlassen könnten, um in Grenzgebieten Zuflucht zu suchen. "Die Folgen wären für den Mittelmeerraum und für Italien stark destabilisierend", betonte die Sprecherin des UNHCR in Rom, Laura Boldrini.(APA)

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