FPÖ verliert einen Sitz im ORF-Stiftungsrat

1. April 2003, 18:30
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Regierungs- und Parteienräte vom Ministerrat bestellt - VP verfehlt absolute Mehrheit haarscharf

Vier neue Gesichter halten Einzug in den ORF-Stiftungsrat. Da neun Räte von der Bundesregierung entsandt werden und sechs Mitglieder nach dem Verhältnis der im Nationalrat vertretenen Parteien, wurden diese Mitglieder am Dienstag im Ministerrat offiziell bestellt. Im "Parteienkontingent" verliert die FPÖ dabei einen Sitz. Ein "Comeback" auf einem FPÖ-Ticket im obersten Aufsichtsgremium des ORF gibt es für den Medienrichter Ernest Maurer. Seine Tätigkeit als ORF-Kurator hatte im Jahr 2000 zu heftiger Kritik geführt.

Die Regierungsstiftungsräte im Detail: Maurer zieht statt Norbert Gugerbauer, Anwalt und früherer FPÖ-Generalsekretär, in den Stiftungsrat ein. Die von der FPÖ nominierte Martha Proidl-Stachl (laut FPÖ-Mediensprecher Hans Kronberger eine ORF-Mitarbeiterin im Ruhestand) tritt an die Stelle von Siegfried von Bonin.

Bei den von den Parteien entsandten Stiftungsräten löst der steirische Anwalt Werner Kirchleitner für die FPÖ Armin Fehle ab. Statt dem FP-Stiftungsrat Ernst Hofmann zieht nun für die VP Peter Ertl, tätig bei der Wirtschaftsprüfungskanzlei KPMG, in das Gremium ein. Die übrige Besetzung des Stiftungsrates bleibt nach Auskunft des Bundeskanzleramts unverändert.

Insgesamt 17 Stiftungsräte werden nunmehr der ÖVP zugerechnet. Für eine absolute Mehrheit der Volkspartei unter den 35 Stiftungsräten reicht dies indes nicht. (APA)

ORF-Stiftungsrat

Die Mitglieder

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