Laut Greenpeace hält Ferrero-Waldner Friedensinitiative für "unangebracht"

1. April 2003, 13:11
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Greenpeace forderte in einer Aktion am Ballhausplatz Einsatz der Außenministerin für sofortige UNO-Friedensinitiative

Wien - Außenministerin Benita Ferrero-Waldner (V) hält laut einer Aussendung der Friedens- und Umweltorganisation Greenpeace die Friedensinitiative der Organisation vom heutigen Dienstag für "unangebracht". Greenpeace hatte die Ministerin am Vormittag im Rahmen einer Aktion auf dem Ballhausplatz aufgefordert, sich für eine sofortige UNO-Friedensinitiative im Irak-Krieg einzusetzen.

Greenpeace: Österreich müsse 'Uniting for Peace' in Gang bringen

"Angesichts der vielen Toten, die dieser Krieg bereits gefordert hat, halten wir die Tatenlosigkeit der Außenministerin für unangebracht", so Greenpeace-Sprecher Wolfgang Pekny laut der Aussendung nach einem Gespräch mit Ferrero-Waldner. "Statt auf dem 'Weg der Mitte' stehen zu bleiben, muss Österreich die UN-Resolution 'Uniting for Peace' in Gang bringen und ein eindeutiges Zeichen für den Frieden setzen."

Arabische Staaten hätten mit Kofi annan bereits über Umsetzung der Resolution gesprochen

Laut Greenpeace haben sich bereits Vertreter mehrerer arabischer Staaten mit UNO-Generalsekretär Kofi Annan getroffen, um über die Umsetzung der Resolution 377, "Uniting for Peace", zu reden. Die Resolution 377 ermöglicht es laut Aussendung der Generalversammlung, "eine Angelegenheit sofort zu übernehmen", wenn eine "Bedrohung des Friedens, Friedensbruch oder ein Akt der Aggression" besteht. Laut dieser Resolution kann die Generalversammlung innerhalb von 24 Stunden einberufen werden, um Maßnahmen "zur Aufrechterhaltung und Wiederherstellung des internationalen Friedens und der Sicherheit" zu empfehlen. Die Generalversammlung könnte nach Meinung von Greenpeace etwa einen Friedensprozess für die Golfregion erarbeiten und beschließen. (APA)

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