Europas Fluglinien müssen zwölf Prozent Minus verkraften

1. April 2003, 12:46
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Mit Reisestopps nach Fernost wegen SARS sind die Carrier neuem Druck ausgesetzt

Brüssel/Frankfurt - Der Flugverkehr europäischer Linien ist in der ersten Kriegswoche um mehr als 12 Prozent eingebrochen. Mit einem Minus von 42,2 Prozent waren Flüge in den Nahen Osten am stärksten betroffen, wie der Europäische Luftfahrtverband AEA am Dienstag mitteilte.

Rückgänge

Die innereuropäischen Flüge gingen um 14,6 Prozent zurück, die Transatlantik-Flüge um mehr als 10 Prozent. Der Flugverkehr nach Fernost verringerte sich um 12,4 Prozent. Die Zahlen beziehen sich auf die Woche vom 17. bis 23. März im Vergleich zur gleichen Woche im Vorjahr.

SARS verschärft Probleme

Ein völlig neuer Druck aufgebaut hat sich auf die Airlines in den letzten Tagen durch die Ausbreitung der lebensgefährlichen Lungenkrankheit SARS. Große Unternehmen wie heute etwa die Deutsche Post haben deshalb ihren Mitarbeitern Reisen nach China, Vietnam, Hongkong und Singapur bis auf weiteres untersagt. Diese SARS-Effekte sowie der Irak-Krieg waren am Dienstag auch Grund für einen Kurzsturz der deutschen Lufthansa-Aktie an der Frankfurter Börse um bisher fast fünf Prozent. (APA/Reuters)

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    Der Irak-Krieg und die lebensgefährliche Lungenkrankheit SARS bescheren den europäischen Fluglinie kräftige Rückgänge.

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