Matriarchatsforschung als Erkenntnis-Schlüssel

1. April 2003, 11:52
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Vortrag von Heide Göttner-Abendroth im Palais Franz Stephan

In der Veranstaltungsreihe "Gespräch im Palais" - eine geistige Auseinandersetzung mit zukünftigen Gesellschaftsformen sowie Sozial- und Friedensprojekten - findet am 10. April 2003 ein Gastvortrag von Univ.Prof. Dr. Heide Göttner-Abendroth statt.

Thema

"Wissenschaftlich-kritische Matriachatsforschung berührt alle bekannten Bereiche des Wissens und hinterfragt sie. Sie ist ein neues philosophisches Paradigma, das durch Erkenntnisse die Ablösung von der patriarchalen Zivilisation ermöglicht und Wege aus dieser zerstörerischen Gesellschaftsform weisen kann. Matriachatsforschung ist daher nicht nur unverzichtbare Grundlagenforschung, sondern kann uns darüber hinaus ganzheitlich als Person verändern.

In ihrer Forschungsarbeit hat Heide Göttner-Abendroth festgestellt, dass Matriarchate stets egalitäre Gesellschaften sowohl zwischen den Geschlechtern als auch zwischen den Generationen waren. Sie zeigen eine höhere Ausgewogenheit im Verhältnis von Mensch und Natur und verfügen über eine umfassende Spiritualität. Matriarchale Muster können daher Wege aus der heutigen gesellschaftlichen Orientierungslosigkeit aufzeigen."

Zur Referentin

Heide Göttner-Abendroth, Jahrgang 1941, geboren in Thüringen, Promotion München 1973 Philosophie und Wissenschaftstheorie (Logik der Interpretation). Zahlreiche Buchveröffentlichungen, z.B. "Die Göttin und ihr Heros", "Die tanzende Göttin" u.v.a.m. Ihr Hauptwerk: "Das Matriarchat", bisher in drei Bänden erschienen (1988, 1991, 2000). Gastvorträge an vielen Universitäten und Instituten. (Ank./red)

10. April 2003
20.00 Uhr
Palais Franz Stephan
Kaiserhaus
Wallnerstraße 3
1010 Wien
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