Wegen SARS 24-Stunden-Rufbereitschaft in Österreich

1. April 2003, 10:43
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Seit Auftreten des ersten Verdachtsfalls

In Österreich herrscht seit dem Auftreten der ersten SARS-Verdachtsfälle eine 24-Stunden-Rufbereitschaft. Wie die Geschäftsführerin der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES), Christine Weber, im APA-Gespräch erklärte, stehen im Auftrag des Gesundheitsministeriums im Verdachtsfall im AGES-Labor in der Währinger Straße in Wien-Alsergrund zwei Mediziner und vier Medizinisch-Technische Assistentinnen zur Untersuchung von Proben zur Verfügung. Die Rufbereitschaft wurde nach dem Auftreten des ersten Verdachtsfalles in Österreich Mitte März verfügt.

Hotline: 0800-201611

Vom Gesundheitsministerium wurde auch eine Hotline unter der Nummer 0800-201611 eingerichtet. Sie ist von Montag bis Freitag von 8.00 bis 16.00 Uhr für Anfragen aus der Bevölkerung besetzt.

Bisher wurden in der Alpenrepublik vier Verdachtsfälle registriert - zwei in Wien und je einer in Gmunden und in Salzburg. Bei allen vier Personen konnte inzwischen Entwarnung gegeben werden.

24-Stunden-Rufbereitschaft

Weiterhin aufrecht ist die 24-Stunden-Rufbereitschaft, die im Oktober 2002 im Zusammenhang mit dem Auftreten des Milzbrand-Erregers Bacillus anthracis eingerichtet wurde. Drei Laboratorien der Sicherheitsstufe 3 (Wien-Alsergrund, Mödling und Innsbruck) halten sich bereit, verdächtige Proben zu analysieren, damit allfällige Folgemaßnahmen wie etwa die Sperre eines Postamtes oder die "Säuberung" eines Büros oder Flugzeuges angeordnet werden können.

Im Rahmen des Pockenalarmplanes ist auch in diesem Fall die Einführung einer Rufbereitschaft rund um die Uhr möglich, um unverzüglich Proben der im Prinzip "ausgerotteten" Krankheit zu analysieren. Die entsprechenden Untersuchungsmethoden - ein Nukleinsäurenachweis und ein Virusnachweis mittels Elektronenmikroskopie - wurden etabliert, hieß es bei der AGES. (APA)

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