Postbus: Kartellentscheid bis 17. April

1. April 2003, 10:00
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ÖIAG-Michaelis hofft auf endgültige Absegnung des Verkaufs an die ÖBB

Wien - Beim geplanten Verkauf des Postbusses an die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) erwartet der bisherige Eigentümer ÖIAG die nächste kartellrechtliche Entscheidung am 17. April 2003. Dies erklärte ÖIAG-Vorstand Peter Michaelis am Montagabend im Management Club. Bis dahin müssen die Bundeswettbewerbsbehörde und der Bundeskartellanwalt beurteilt haben, ob ein Prüfungsantrag an das Kartellgericht gestellt wird oder nicht.

Sollte kein Antrag gestellt werden, gilt der Zusammenschluss als genehmigt. Kommt es zu einem Verfahren, kann das Kartellgericht den Verkauf binnen fünf Monaten uneingeschränkt freigeben, mit Auflagen genehmigen oder komplett untersagen.

ÖIAG-Vorstand Michaelis zeigte sich am Montagabend zuversichtlich, dass der 116 Mio. Euro schweren Deal uneingeschränkt bewilligt wird. Nach dem Verkauf des Postbusses an die ÖBB, soll das Unternehmen gemäß Regierungsbeschluss zu einem Drittel an Private weiterverkauft werden. Der neue Verkehrsminister Hubert Gorbach (F) bezeichnete die "Einbeziehung Privater" zuletzt als "ein persönliches Anliegen". Die Gewerkschaft droht dagegen mit neuen Streiks.

Michaelis betonte am Montag, dass die weitere Privatisierung nicht mehr Sache der ÖIAG, sondern bereits eine des neuen Eigentümers ÖBB sein werde. Die Restrukturierung beim Postbus bezeichnete der ÖIAG-Vorstand am Montag als erfolgreich. Im laufenden Jahr 2003 werde der Postbus voraussichtlich bereits eine schwarze Null erzielen, so Michaelis. (APA)

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