Salzburger Taxi-Mord: Vage Aussagen am Tatort

1. April 2003, 12:28
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Lokalaugenschein im Prozess

Salzburg - Der Prozess um den Salzburger Taxi-Mord wurde am Montag mit einem Lokalaugenschein in Wals fortgesetzt. Das Gericht begutachtete jenen Ort, an dem laut Anklage der heute 29-jährige Peter Heidegger im Jahr 1993 die Taxilenkerin Claudia Deubler erschossen haben soll. Die Hauptzeugen der Staatsanwaltschaft änderten teilweise ihre Aussagen.

Jene beiden Männer, die Heidegger nach der Tat in ihrem Wagen mitgenommen haben sollen, gaben nämlich am Montag eine andere Fahrtroute als bisher an. Inhaltlich deckten sich die Aussagen der beiden jedoch.

Zeuge: Täter war ein Bekannter, nicht Heidegger

Der wichtigste Entlastungszeuge für Heidegger konnte dafür den Fundort einer Waffe, die laut Verteidigung die wahre Tatwaffe sei, relativ genau eingrenzen. Der Zeuge will damals bei dem Mord dabei gewesen sein. Der Täter sei allerdings nicht Heidegger, sondern ein Bekannter gewesen, beteuerte der Mann vor Gericht. Er habe die Tat beobachtet, sei danach aber in Panik weggerannt. Daher konnte er auch jenen Kanaldeckel, in dem die Papiere des Opfers gefunden worden waren, nicht mehr exakt bestimmen. (moe/DER STANDARD, Printausgabe, 1.4.2003)

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