Umbau des Kleinen Festspielhauses nicht behindern

1. April 2003, 19:03
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Wirtschaftskammerpräsident Rainhardt Buemberger bedauert unwürdiges Ränkespiel

Salzburg - Auf völliges Unverständnis stoßen in der Salzburger Wirtschaft die Versuche mancher Parteien in der Stadt Salzburg, den Umbau des Kleinen Festspielhauses zu blockieren. "Dieses kleinliche Politgetöse gefährdet Salzburgs Wirtschaft - und das nicht nur im Hinblick auf das Mozartjahr 2006", betonte Wirtschaftskammerpräsident Rainhardt Buemberger am Dienstag.

"Derartige Ränkespiele mit 150 qm städtischem Grund als Hebel zur Verhinderung sind nicht nur die höchst überflüssige Fortsetzung des üblichen Gezänks, sondern geradezu gefährlich für das Ansehen des Wirtschaftsstandortes Salzburg", erklärte dazu der Salzburger WK-Präsident. Wie immer man zum Umbau-Projekt des Kleinen Festspielhauses auch stehen möge, Tatsache sei, dass Salzburg bis 2006 dringend eine neue Spielstätte benötige. "Stellt die Stadt den dazu notwendigen Grund nicht zur Verfügung, dann verzögert sich der weitere Projektverlauf. Nur Salzburgs Mitbewerber im touristischen Markt freuen sich, wenn ihr Hauptkonkurrent im Mozartjahr 2006 ohne ein neues Haus für Mozart dasteht", erklärte Buemberger.

Ränkespiel

"Salzburg hingegen wird der große Verlierer sein. Hier geschieht ein unwürdiges Ränkespiel auf dem Rücken der Salzburger Festspiele. Diese sind allerdings für das gesamte Bundesland ein unverzichtbarer Motor für die Wirtschaft. Wer diesen zum Stocken bringt, muss sich den Vorwurf gefallen lassen, gegen die Interessen der Wirtschaft und der gesamten Bevölkerung zu handeln", meinte Buemberger.

Der Salzburger Wirtschaftskammerpräsident fordert daher die Stadt auf, den Festspielen schleunigst den benötigten Grund zur Verfügung zu stellen, damit diese ihr Projekt genehmigungsreif machen können. Bürgermeister Heinz Schaden, der sich bisher bedeckt hält, sollte dem Beispiel Vizebürgermeister DDr. Golleggers folgen, der sich bisher als einziger gegen eine Behinderung des Projekts ausgesprochen hat. Schaden müsse daher die Versuche einer Blockade schnellstens beenden, so Buemberger. Immerhin sei er auch Vorsitzender des Festspielkuratoriums, in dem er das Bauprojekt grundsätzlich genehmigt hat. "Schaden hat damit Verantwortung für die Salzburger Festspiele übernommen, die nicht behindert werden dürfen.

Komme es nicht zum zeitgerechten Umbau des Kleinen Festspielhauses, "macht sich Salzburg zum internationalen Gespött", fürchtet der Wirtschaftskammerpräsident. Er fordert daher einen Stopp der politischen Streitigkeiten und konstruktive Arbeit für den Wirtschaftsstandort Salzburg.

(APA)

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