Privatisierung kommt auf Schiene

1. April 2003, 12:45
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Ministerrat will Weg für weitere Verkäufe frei machen

Wien - Für die Staatsholding ÖIAG wird voraussichtlich heute Dienstag der Weg frei für die nächsten Verkäufe von Staatseigentum. Am Dienstag soll im Ministerrat der offizielle Regierungsauftrag für die weiteren Privatisierungsschritte ergehen. Davon berichtete ÖIAG-Vorstand Peter Michaelis am Montagabend nach APA-Informationen vor hochrangigen Managern in einem Vortrag im Management Club. Details wurden nicht genannt, auch im Finanzministerium gab es dazu zunächst keine Stellungnahme.

Wie berichtet sind für einige Abwicklungen eigene neue Privatisierungsbeschlüsse durch den Ministerrat notwendig. Total-Privatisierungskandidaten sind laut Regierungsprogramm neben dem großen Brocken Telekom Austria (TA, "bis zu 100 Prozent") Böhler-Uddeholm, VA Technologie, voestalpine, Postbus und Bergbauholding. Für die Österreichische Post AG soll nach Regierungsplänen ein strategischer Partner gesucht und damit ein erster Privatisierungsschritt vorgenommen werden.

Im neuen Regierungsprogramm von ÖVP und FPÖ vom 28. Februar heißt es zu ÖIAG und Privatisierung, dass bei allen zu 100 Prozent privatisierenden ÖIAG-Beteiligungen eine österreichische Kernaktionärsstruktur durch Syndikate mit industriellen Partnern, Banken, Versicherungen, Pensionskassen, Vorsorgekassen, Fonds etc. im Sinne einer Stärkung der Head-Quarter-Funktion Österreichs "wünschenswert" sei. (APA)

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