Zivile Opfer in Echtzeit zählen

31. März 2003, 17:18
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Der "Iraq Body Count" versteht sich als makabere Protestaktion gegen den Krieg

Bis dato gibt es keine genauen Berichte über die zivilen Opfer des Irak-Krieges, das Projekt "Iraq Body Count" (http://www.iraqbodycount.net) will dem "abhelfen", und auf eine makabere Art Kritik an der Kriegspolitik äußern. In einer Datenbank werden genaue Informationen über getötete ZivilistInnen gesammelt, ein Zähler auf der Webpage weist dann minimale und maximale Angaben aus, da hundertprozentig zuverlässige Informationen ja nur schwer bis gar nicht zu bekommen sind. Momentan steht der Zähler bei minimal 433 und maximal 541 zivilen Opfern.

Weitere Infos

Zusätzlich werden zur Untermauerung der Daten Links zu genaueren Berichten angegeben, die Informationen stammen dabei aus einer Auswertung von beinahe 40 Quellen aus aller Welt.

Motivation

Einer der MitinitiatorInnen des Projekts, der englische Psychologie-Professor John Sloboda beschreibt seine Motivation für den Zähler folgendermaßen: "Das Leid unschuldiger Zivilisten darf keinesfalls als Kollateralschaden eines Krieges hingenommen werden" (...) "Wir sehen es daher als unsere moralische Pflicht an, dass jeder dieser Todesfälle dokumentiert und veröffentlicht wird und damit gegebenenfalls auch strafrechtlich verfolgt werden kann."

Einbau

Um Druck auf die Regierenden zu machen, soll der Zähler auf möglichst vielen Seiten installiert werden, um so den BesucherInnen die Auswirkungen eines Krieges vor Augen zu halten, und so die öffentliche Meinung zu beeinflussen. (red)

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