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Brüssel/Wien - Bei den alljährlichen internationalen Universitätsrankings - egal ob jenes aus Schanghai oder jenes von "Times Higher Education" - sind die ersten Plätze fast schon traditionell für US-Elite-Unis reserviert. Nicht viel anders sieht es bei den Ranglisten der Topforscher quer durch so gut wie alle Disziplinen aus: Die allerbesten bzw. diejenigen, die am häufigsten zitiert werden, kommen überwiegend aus den USA.
Dem will man auf EU-Ebene seit einiger Zeit Abhilfe schaffen. Eine der ersten europäischen Initiativen dazu war der European Research Council (ERC), der seit zwei Jahren besonders innovative Grundlagenforschung fördert.
Heute wird in Brüssel eine etwas anders geartete Initiative aus der Taufe gehoben, deren Ziel ein ähnliches ist wie das des ERC, nämlich Europas Forschung und Entwicklung wieder ganz an die Spitze zu bringen: Unter dem Namen Atomium Culture haben sich führende europäische Universitäten, Unternehmen und Medien zusammengetan, um eine neue Plattform für Exzellenz zu schaffen und so die innovativsten Ideen aus den Werkstätten der besten Forscher und Entwickler in der gesamten europäischen Wissensgesellschaft zu verbreiten.
Kooperation mit Standard
Eine zentrale Rolle wird dabei den ausgewählten Tageszeitungen aus 14 EU-Mitgliedstaaten zukommen. Exklusiver Medienpartner von Atomium Culture in Österreich ist der Standard. Für Deutschland ist die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" am neuartigen Projekt beteiligt, dessen Gründungsmanifest von Valéry Giscard d'Estaing und Michelangelo Baracchi Bonvicini unterzeichnet ist, den Präsidenten der Innovationsinitiative.
Erster Schwerpunkt wird auch bei Atomium Culture der Klimawandel sein - mit einem hochrangigen Workshop kurz vor der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen. Der Standard wird berichten. (Klaus Taschwer, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 27. November 2009)
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