Siedlungsausbau

Palästinenser lehnen Netanyahus Vorschlag ab

27. November 2009, 10:35

Bau von 28 öffentlichen Einrichtungen in Siedlungen genehmigt - Palästinenser lehnen Netanyahus Vorschlag der Aussetzung des Siedlungsbaus ab

Der Volltext dieses auf Agenturmeldungen basierenden Artikels steht aus rechtlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung.
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Martin Blechbichl
 
312
27.11.2009, 12:47
von wegen

es ist ja gerade zuvor ein Konglomerat von > 500 einheiten bewilligt worden, die werden jetzt gebaut, mehr geht eh nicht. Wenn die fertig sind (in 10 Monaten), wird dann der "Stop" wieder aufgehoben, eine neuer Schub bewilligt, um dann, während der bauzeit, wieder mediengerecht einen weiteren "stop" zu verkünden.

Paul Majerus-Risch
413
27.11.2009, 11:35
Der Standard berichtete vor einiger Zeit über österreichische Kanarenimmobilienbesitzer,

die nach einem mehrwöchigem Aufenthalt in Wien wieder zurück auf den Inseln ihr Haus plötzlich von Gaunern bewohnt vorfinden.
Der Witz daran: die Betrüger konnten eine (gefälschte) Besitzurkunde vorweisen. Die tatsächlichen Eigentümer mussten klagen.
Genauso (oder noch ärger) ist es in Palästina. Jedoch liegen hier die Urteile bereits vor,- als bindende Resolutionen des UN-Sicherheitsrates.
Wann werden diese Resolutionen endlich durchgesetzt ?

Dubi Schlau
122
27.11.2009, 13:57

Palästina gibt es noch nicht. Das ist noch Zukunft, falls Sie es nicht besser wissen.
Der Name „Palästina“ geht auf die Philister zurück. Die Römer benannten, um die Juden zu demütigen, nach dem Bar-Kochba-Aufstand (132-135) deren Land nach dem Namen der ehemaligen Feinde (gr. Philistäa / lat. Palaestina) um.

Raptor Jesus
513
27.11.2009, 07:23
Es wird ja nicht nur gebaut.

Einige Palästinenser-Familien, die dort ihre Häuser haben, werden gerne Mal vertrieben.
Leute, mit immenser Schadenfreude sollten unbedingt Siedler werden. Ein Schulabschluss ist nicht von Nöten.

Bernout
 
00
7.12.2009, 05:25

Aggressoren werden gerne mal "vertrieben". Lernen's halt Geschichte.

Hadschi Schlehmil
 
71
27.11.2009, 16:46
also, vertrieben wurde da keiner

Das land hätte 2000 durch das Angebot Baracks längst zu einem Staat Palästina gehören können....

otto berger1
415
26.11.2009, 16:38
Siedlungsbau im Westjordanland

Israel will Siedlungsbau im Westjordanland einfrieren. Aber nicht aus Gutherzigkeit! Sie wollen sich, für die unausweichliche, bevorstehende Bombardierung Iran, den Rücken freihalten.

Ava Tar
720
26.11.2009, 13:46
Vllt sollte man dem (nächsten) Artikel hinzufügen:

diesen Satz:

"Der Siedlungsstop ist Bestandteil der Roadmap, dem mit den USA, der EU, Rußland und den Vereinten Nationen vereinbarten Friedensplan"

Nebenbei, der Siedlungsstop gehört zur 1.Phase der Roadmap und ist an keinerlei Bedingungen zu knüpfen.

d_parker
234
26.11.2009, 16:08
Was für ein witziger Zufall, denn nebenbei gehören auch die folgenden Punkte seitens der Pal. zur 1. Phase der Roadmap und sind daher an keinerlei Bedingungen zu knüpfen:

* bedingungslose Ablehnung von Gewalt + aktives Vorgehen gegen den Terrorismus
* Anerkennung des Existenzrechts Israels
* demokratische Reform der Institutionen der Autonomiebehörden (inkl. Ausarbeitung einer Verfassung)

Vielleicht sollte das jemand mal der Hamas mitteilen...

krankes-kind
00
6.12.2009, 12:04

Ach, neuerdings regiert die Hamas auch das Westjordanland und fuehrt die Verhandlungen?

Oder ich verstehe Sie falsch...
eigentlich eine geniale Idee: 100% der Palestinaenser muessen Israel als Staat anerkennen, erst dann haben sie ihren Teil erfuellt und allerfruehestens dann ist es fuer Israel moeglich, ernsthaft ueber ihren Teil (Siedlungsstop) nachzudenken...
warum sollte man ueberhaupt Zeit damit verschwenden, als souveraener Staat Israel besser zu sein als eine Hamas, die sich in Gaza an die Macht geputscht hat...
Und Genfer Konvention? Der Nahen Osten, nicht die Schweiz!

Ava Tar
411
26.11.2009, 18:15

tun sie ja schon. Wie hier vor 1-2 Wochen zu lesen war HINDERT die Hamas kleine Splittergruppen am Abschuß von Raketen

ja, 30 Raketen/Monat kommen durch.

Was ist das gegen 400.000 Siedler ? Ein Klacks ist das.

Wenn Israel so weit wäre wie die Hamas, dann könnte es sich ja beschweren !

d_parker
113
26.11.2009, 23:34
Ahm, nur damit ich Sie richtig verstehe: die Hamas ist für Sei ein leuchtendes Vorbild was die Einhaltung der Verpflichtungen der 1. Phase der Roadmap betrifft, an dem Israel sich ein Beispiel nehmen sollte?

Ist schon Faschingsdienstag? Nein ernsthaft, RESPEKT, soviel Zynismus muss man erst mal aufbringen.

In der Tat es gab vor längerer Zeit Bericht darüber dass die Hamas Raketenabschüsse vereinzelt verhindert hätte - im Wissen das das sonst die IAF erledigt bzw. vor kürzerem war von einem agreement mit den militanten Splittergruppen die Rede. Weil die Hamas auf einmal etwas von Koexistenz hält? Nein, weil übermäßige IAF/IDF-Aktionen im Gazastreifen die Aufrüstung verhindern. "Hudna" lautet das Zauberwort.

Weiters war auch folgendes zu lesen:

http://derstandard.at/125674514... n-Soldaten

http://derstandard.at/125674393... as-Raketen

Omega Duck
 
102
26.11.2009, 19:14

Ernsthaft?
Israel mit der Hamas vergleichen?
Wollen sie mal im Süden von Israel wohnen, ist nicht so nett... Was passiert wenn ihr Kind einmal 10 minuten später als sonst nach hause kommt. Oder bei Freunden ist, und plötzlich wird die Stadt beschossen.

Ich sage nicht das Israel hier die Guten sind. Nein, das auf alle fälle nicht, dieser Siedlungsbau ist einer der Sachen der sofort gestoppt werden muss... aber Israel so einseitig etwas vorzuwerfen.. .geht eigentlich nicht.

Ach ja, btw: die Hamas erkennt Israel nicht an.
Also halten sich beide Seiten nicht an Roadmap

Reddogg
 
23
27.11.2009, 17:28

Ihre Geschichte ist ja durchaus berechtigt, aber wieder einmal spiegelt sie nur die eine Seite wieder, denn auch auf der paläst. Seite kann man ähnliches erzählen. Aber hey dass sind ey Menschen zweiter Klasse und des wegen die Tötung dieser einfach nicht nennenswert. Widerwärtig sowas, wie man Menschen anhand ihrer Volkszugehörigkeit "katalogisiert"...

Dubi Schlau
142
26.11.2009, 16:24

Das versteht die Hamas nicht. :-) Nur die agressivste Auslegung der Sharia. Und das auch nur subjektiv.

Dubi Schlau
173
26.11.2009, 14:39

Sie sind ein Witzbold. Auf der einen Seite auf Roadmap etc. bestehen und solches http://derstandard.at/125674555... ttentaeter

von der Hamas tolerieren. Wenn dann müssen beide Seite Friedensbereitschaft zeigen. Nicht ewig einseitig von Israel verlangen, was sie doch alles einhalten sollen!

Ava Tar
417
26.11.2009, 14:54

Ich täte dir jetzt gleichwertiges aus dem orthodoxen israelischen Nähkästchen posten, aber das wird wohl als antisemitisch nicht freigeschalten

Von Webseiten oder sonstiger Propaganda steht in der Roadmap aber eh nix. Deren Verfasser sind sich wohl bewußt, daß es ein wenig dauert, bis die Wogen sich glätten. Solange Land gestohlen und delogiert und vertrieben wird, wär's auch seltsam wenn's aufhören täte, nicht wahr ? Gegen de Sowjetkommunismus, Nazismus, Saddam usw. wird ja auch noch propagiert, obwohl die schon längst ale untergegangen sind.

Dubi Schlau
174
26.11.2009, 15:23

Finde auch, dass den 900.000 J. die aus den arabischen Länder vertrieben wurden das Land zurückgegeben werden sollte. Davon höre ich nur nichts in den Medien. Zwischen dem Radikalimus eines orthodoxen J. und eines Hamas Unterstützer / Terroristen / Selbstmordattentäter liegen Welten. Aber da scheinen Sie auf dem richtigen Auge blind zu sein.

Hadschi Schlehmil
 
41
27.11.2009, 16:48
toll 12 rote stricherln heissen entweder

unnötig, dass 900.000 Juden vertrieben wurden oder unnötig darauf hinzuweisen, weil es die argumentation stört.
bitte klarstellen ihr strichler
PS: die leben nicht in unwürdigen lagern in israel.

Reddogg
 
14
27.11.2009, 17:30

Geht eher darum dass dies durchaus in einem umfassend Friedensprozeß Bestandteil sein sollte. aber nicht in dem Friedensprozeß zwischen ISrael und dem zukünftigen Staat "Palästina", denn die können nichts dafür dass die Israelis aus den arab. Staaten vertrieben wurden.

Ava Tar
26
26.11.2009, 18:11

Bin ich auch dafür, daß das zurückgegeben wird, ja.

dekorhippe
00
26.11.2009, 16:25
naja

zwischen dem radikalismus liegen imho keine welten, nur in der wahl der mittel ... und die ist wiederum durchaus auch durch die aeuszeren umstaende bedingt.

der unterschied ist eher der umgang der jeweiligen (zivil)gesellschaft mit diesen radikalen elementen.

d_parker
216
26.11.2009, 12:44
Und wieder präsentieren sich die Vertreter der Pal. in ihrer Lieblingsdisziplin, dem "Alles-oder-nichts"-Spiel. Als ob sie wieder und wieder belegen wollten, dass Abba Eban mit seinem statement recht hatte.

Besonders die Entrüstung von Saeb Erekat ist purer Populismus. Er war schließlich Teil des Verhandlungsteams von Camp David II/Taba, dürfte also an selektiver Amnesie leiden.

Wie sagte doch der saud. Vermittler Prinz Bandar anlässlich der damaligen Verhandlungen zu Arafat: "Since 1948, every time we've had something on the table we say no. Then we say yes. When we say yes, it's not on the table anymore. Then we have to deal with something less. Isn't it about time we say yes?"

Und an alle die regelmäßig über d. "ultrarechte israel. Regierung" Schaum vorm Mund haben: Netanyahus Angebot von einem linken Premier hätte d. israel. Rechte sofort auf der Straße. Dass sie Netanyahu jetzt mit Rabin u. Barak vergleichen sollte zu denken geben.

Mostbluzer
419
26.11.2009, 14:19
ach, beim taktieren macht den israelis doch keiner was vor

Je größer der Zeitdruck war und je hochrangiger die Gäste, die sich zur Unterzeichnung des jeweiligen Papieres ansagten, umso zwingender war es, exakte Festlegungen zu Gunsten einer Vertragsunterzeichnung zu vermeiden. Nutzen zog daraus später immer der Verhandlungspartner, der sich als stärker oder einfach nur starrsinniger erwies. Das aber war bisher in allen Fällen Israel.

http://www.berlinonline.de/berliner-... index.html

Pareidolic
218
26.11.2009, 12:40
Das soll ein Entgegenkommen sein?

Ein "Baustopp" während dessen 3000 Wohneinheiten und öffentliche Gebäude gebaut werden, sowie in einem bestimmten Gebiet überhaupt alles ohne Einschränkung? Und das ganze beschränkt auf weniger als ein Jahr, bevor irgendjemand auf die Idee kommt man würde es ernst meinen mit dem Einhalten internationaler Verpflichtungen?

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