Lohn-Streit eskaliert - Verhandlungsabbruch

24. November 2009, 16:25

Neugebauer findet Heinisch-Hoseks 0,5 Prozent "absolut indiskutabel" und will Regierungsspitze am Tisch

Wien - Die Beamten-Gehaltsverhandlungen sind aus dem Ruder geraten: Die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) und die Gewerkschaft der Gemeindebediensteten sind empört über das Angebot von SPÖ-Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek. Sie fordern nun Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und Finanzminister Josef Pröll (ÖVP) in einem Brief auf, selbst zu verhandeln oder den derzeitigen Verhandlern ein "ausreichendes Mandat" zur Verfügung zu stellen. Weitere Gespräche mit Heinisch-Hosek am Freitag seien aber noch nicht gänzlich ausgeschlossen.

Die Beamtengehaltsverhandlungen zwischen der GÖD und der Regierung in Person von Heinisch-Hosek waren am Dienstagnachmittag in der vierten Runde abgebrochen worden. Die Regierung hatte ein Angebot von 55 Millionen Euro auf den Tisch gelegt, das entspricht einer Gehaltssteigerung von rund 0,5 Prozent.

Neugebauer: "Demotivierung" der Beamten

Für GÖD-Chef Fritz Neugebauer (ÖVP) ist diese Zahl "absolut indiskutabel". Angesichts anderer Gehaltsabschlüsse und der Inflation von 0,9 Prozent sei das Angebot der Regierung "unannehmbar", sagte Neugebauer. Es handle sich dabei um eine "Demotivierung" der Beamten. Da es keinen Sinn habe, auf dieser Ebene weiterzureden, werde die Gewerkschaft nun unverzüglich Pröll und Faymann einschalten. Am Montag beruft die GÖD außerdem ihren Vorstand ein, dann werde man über weitere Maßnahmen beraten.

Obwohl Neugebauer von einem Abbruch der Verhandlungen gesprochen hat, sollen sie laut Heinisch-Hosek am Freitag fortgesetzt werden. Die Beamtenministerin verteidigte das Angebot der Regierung: Es sei ein "sehr schwieriges Jahr", außerdem sei bei den Beamten die Sicherheit des Jobs zu bedenken. Sie bedaure, dass die Gewerkschaft den Verhandlungstisch verlassen habe.

Heinisch-Hosek sieht "keinen Spielraum"

Obwohl das Angebot der Regierung nicht einmal die Inflation abdecken würde, will Heinisch-Hosek nicht von einer Nulllohnrunde sprechen: "Bei mir beginnt Null bei Null und nicht bei 0,9 Prozent." Man werde deshalb die Verhandlungen am Freitag über die 55 Millionen Euro weiterführen. "Darüber hinaus sehe ich aus heutiger Sicht keinen Spielraum."

Auch Lopatka will nicht von einer Nulllohnrunde sprechen. Man müsse sehen, dass es im Öffentlichen Dienst Struktureffekte wie etwa die Biennal-Sprünge gebe, die beispielsweise im letzten Jahr 1,8 Prozent ausgemacht hätten. Dass die Verhandlungen abgebrochen wurden, findet Lopatka "schade". (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 206
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Joe Jo
02
25.11.2009, 20:29
Pensionisten 1,5%

Arbeitende Menschen 0,5%...das kann es ja wohl nicht sein!

Gerade im Bundesdienst sind nicht alles Beamte, sondern schon viel mehr schlecht entlohnte Vertragsbedienste!

ABC123
00
1.12.2009, 20:15

"Arbeitende Menschen " da sind aber nicht die Beamten gemeint?

schwarzelanguste
00
26.11.2009, 23:22

Nicht vergessen: Pensionisten sind viiiiiiiele (auch Wähler!).

tinkerbell.ae
02
25.11.2009, 18:38
Gespräche abgebrochen

da Bashing geht in die nächste Runde.
Der Neid is a Luda! Selbst wenns nichts zu beneiden gäbe, es könnte ja sein...

RoGo
06
25.11.2009, 18:02
Mehr Privat weniger Staat

Wozu brauch ma die Beamten, die kosten nur unnötig Geld und hakln eh nix. Lasst die Arbeit doch durch Private machen.
Beispiel: Ich bin Bundes-Vertragsbediensteter und verhältnismäßig gut bezahlt (brutto ca. 26,50 €/Std). mit ca. 50-60 Stunden Nettoarbeitszeit (und nicht nur Anwesenheit) pro Woche. Da ich mich nicht klonen kann, werden Teile meines Arbeitsgebietes durch Leih-Mitarbeiter erledigt. Die Qualität der Arbeitsergebnisse der externen MA ist dabei bestenfalls gleichwertig. Jedenfalls kassieren die Leih-MA-Firmen aber 110.- €/Stunde aufwärts. Für die gleiche Arbeit und das gleiche Ergebnis.

Daher an alle Beamten-Basher: So günstig wie die "Beamten" den Staat am Laufen halten, macht das kein Privater!!

Stef Hoche
00
26.11.2009, 15:43
bei leiharbeitern

verdient aber die leiharbeitsfirma auch noch mit!

RoGo
00
26.11.2009, 16:37
Einfach nur alle meine Postings lesen ...

Josef Moholi
00
26.11.2009, 16:05
umso schlimmer,

die Firma nimmt im Grunde Geld für nix! Ist ja wahnsinnig schwierig so einen Leiharbeiter zu schicken....

RoGo
02
25.11.2009, 19:01
Verdienstvergleich

Nur damit die Relationen noch deutlicher werden die tatsächlichen Gehälter der "Leiharbeiter" unter Berücksichtigung eines nicht vorhandenen 13. und 14. Gehaltes sowie des nicht bezahlten Urlaubes:
Die selbe Qualifikation, das selbe Aufgabengebiet und das selbe Arbeitsergebnis:
Staatsbediensteter (VB) .... 26,50 €/Stunde brutto
Privatangestellter ............... 51.- €/Stunde brutto

So sehen die Gehälter der überbezahlten "Beamten" gegenüber jenen in der Privatwirtschaft aus.

Und übrigens: Ich kann bei jeder Umstrukturierung gekündigt werden wie in der Privatwirtschaft auch (und umstrukturiert wird spätestens nach jedem Ministerwechsel)

Rauscher der Hundefreund
00
26.11.2009, 14:06
Sie lügen sich in den Sack

Die Gehaltsdiskrepanz ist vielleicht in Einzelfällen in diesem Ausmaß gegeben, aber nie und nimmer ist dieser Unterschied pauschal anzuwenden. Rücken´s doch heraus mit Ihrer Tätigkeit, damit unabhängig verglichen werden kann.

RoGo
00
26.11.2009, 15:33
u.a.

Senior Systemanalytiker, Projektleiter, Senior Systemorganisator (jeweils im IT Bereich)

Hellex
01
25.11.2009, 20:48
Sie können schreiben, was Sie wollen

die Basher bekommt man von deren Gedankengang nicht ab. Das ist wie bei den (meisten) Rauchern. Argumente zählen da nicht und deren Behauptungen brauchen die auch nicht zu beweisen. Wenns solche Leute nicht gäbe, dann gäbe es das Wort Intelligenz auch nicht, denn diese würde sich dann vom Rest nicht mehr abheben.

Kuldip K.
 
121
25.11.2009, 16:34
Das, was die österleichischen Beamten tun sollten, schafft mittlerweile jeder

mitteldurchschnittliche Blechtrottel. Und sogar ohne Trink- und Körberlgelder. Also bitte!

maboco
01
25.11.2009, 23:29

Also Du wurdest offensichtlich nicht in den Bundesdienst übernommen. Das soll jetzt aber nicht bedeuten, dass die Blechtrottel intelligenter sind als Du, oder?

drwestbahn
02
25.11.2009, 18:19

Sie können sich gleich morgen bei uns an der Schule zum Unterrichten melden - oder liegen Sie unter dem von Ihnen angesetzten Niveau?

Kuldip K.
 
00
25.11.2009, 19:05
Adresse und Sie kriegen morgen Schlag 7 initial den C64 frei Haus.

kakaniengeist
00
26.11.2009, 07:24
wo das bildungsniveau mit ihrer *strategie* zu liegen käme,

will ich mir nicht einmal in meinen kühnsten alpträumen vorstellen wollen.

diese absolventen könnte wirklich gar niemand mehr *brauchen*.

Der sich den Wolf tanzt
51
25.11.2009, 16:11
also wenns ums bugetdefizit geht...

beginnt die null bei -0,9.

oder später bei -3,2...

Miss Spock
11
25.11.2009, 12:49
Na ja, dem Herrn Lopatka sei aber auch gesagt:

... auf der anderen Seite steigen aber die Preise. Das Wohnen wird teuer. Nahezu alle Betriebe klagen über die Personalkosten. Vor allem werden ältere Teuer, und man sucht sie: Menschen die dem Betrieb weniger kosten. Alle wollen sparen, aber gleichzeitig Gewinne erzielen. Mehr und mehr Menschen verlieren die Arbeit, aber die Wirtschaft will allen was verkaufen. Nebenbei will das Finanzministerium aber auch Steuergeld. Also: Was tut man da ...?

Rauscher der Hundefreund
63
25.11.2009, 14:16
Auf keinen Fall den Beamten das Geld in den A.... schieben!

Kuldip K.
 
30
25.11.2009, 16:28
Aber die ham doch sonst keine Öffnung !

SUSI_R
00
26.11.2009, 12:59
was sind sie für ein Komiker? Ich nehme an, sie haben sich mehrfach im öffentlichen Dienst beworben..

und die Aufnahmekriterien nicht erfüllt, die unter anderem die geistige Eignung vorsehen

1000 Kopfläuse können nicht irren
01
26.11.2009, 18:26
Er...

... litt wohl an Verstopfung!
*g*

unterwegs in Österreich
22
25.11.2009, 10:05
Die Stammtischfraktion sollte sich einmal überlegen

warum es zu dieser Situation gekommen ist:
An den Börsen wird alles mögliche gehandelt und mit allem möglichen spekuliert. Wenn diese Blase ein Loch bekommt, pumpt der Staat massenhaft Geld hinein, das dann hinten und vorne fehlt. Die Spekulanten aber ziehen sich ihre Gewinne steuerfrei hinein.

Wie können wir das Problem lösen?
Einfach: Bei jeder Börsentransaktion wird von der Börse 0,25 oder 0,5% automatisch einbehalten und an den Staat weitergeleitet.

Liebe Stammtischler: Dann wäre der Staat alle Probleme los, so aber wie es jetzt läuft, zahlen wir alle für die paar, die an der Börse den Hals nicht genug voll kriegen können.

Michael Schietz
116
25.11.2009, 09:42

Ich finde es lächerlich, dass das Argument "sicherer Job" dazu herhalten soll,die Beamtengehälter nicht einmal an die Inflation anzupassen.Dabei darf man einfach nicht vergessen,dass Beamte in "guten Zeiten" regelmäßig schlechtere Abschlüsse haben, als andere Branchen. Dazu kommt,dass es unmöglich ist,sich selbst höhere Löhne auszuverhandeln,was Privatangestellten in wirtschaftlich guten Zeiten mit dem Hinweis,sonst könne man ja das Unternehmen wechseln,gelingt. Auch das Argument:"Kannst ja den Job welchseln" passt da gut dazu.Mir macht die Arbeit im öffentlichen Dienst Spaß und ich will nicht wechseln, aber adäquat bezahlt werden. Es gibt aber jetzt schon genug Beamte,die wegen der Bezahlung in die Wirtschaft wechseln. Ziel errreicht?

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