Viecher aller Art: Tiroler startet "Bauern-Ebay"

24. November 2009, 10:52
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    "Geh Bauer, tuast mi eh net unterm Preis versteigern?" Eine Online-Auktionsplattform will Landwirten und ihren Tieren Stress ersparen und zu fairen Preisen verhelfen.

Das Ganze nennt sich AfairerPreis.com - Auktionsplattform für gerechtere Erzeugerpreise

Im sprichwörtlichen Sinn ist ein Kuhhandel ein nicht ganz sauberes Geschäft, bei dem immer mindestens einer das Nachsehen hat. Beim echten Kuhhandel, sprich der Viehversteigerung, sind das für Stefan Pöll, Landwirt in Kirchberg in Tirol, die Rindviecher und ihre bäuerlichen Besitzer. Diese seien durch die Fahrten zur nächsten Versteigerung nicht nur viel Stress ausgesetzt.

Neue Verkaufswege

Da kaum ein Bauer gern unverrichteter Dinge wieder heimfährt, verkaufe er halt mitunter unterhalb des gewünschten Preises. Doch damit soll jetzt Schluss sein. Pöll hat eine Online-Auktionsplattform auf die Beine gestellt, die Landwirten neue Verkaufswege aufzeigen und ihnen zu einem fairen Preis verhelfen soll. Das Ganze nennt sich AfairerPreis.com und hat, wie Pöll in seinem Blog betont, mit der Aktion A Faire Milch der IG Milch nur eines gemein: Das Streben nach gerechten Preisen für den Erzeuger. 35 Kühe stehen derzeit - stressfrei - im virtuellen Stall.

Mindestpreise

Der Anbieter bestimmt, für welchen Preis er sein Tier verkaufen will. Wird dieser Mindestpreis bei der Auktion nicht erreicht, bleibt das Vieh im - echten - Stall. Das Einstellen auf der Plattform ist kostenlos. Kommt es zu einem wirklichen Geschäft, werden zwei Prozent Provision für Pöll fällig. Ein weiterer Vorteil: Der Landwirt habe so nicht nur die Möglichkeit, rund um die Uhr Tiere zu verkaufen und zu kaufen, sondern könne auch überregional agieren, weshalb, so der Tiroler Landwirt, die Internet-Auktionsplattform auch für Viehhändler reizvoll sei.

Rind, Pferd, Katze, Schaf und Hirsch

Doch nicht nur Rind, Pferd, Katze oder Schaf tummelt sich auf der Webseite. Auch kapitale Hirsche, für Zucht oder zum Abschuss, werden hier versteigert. Abgerundet wird das Angebot durch eine Kleinanzeigenrubrik, auf der sich neben Baumaschinen oder Holz auch Urlaubsangebote finden. (kat/DER STANDARD, Printausgabe vom 24.11.2009)

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4 Postings
Nope
25.11.2009 12:21
Kuh on demand

... ist sicher tierfreundlicher als die Viecher von einer Versteigerung zur nächsten zu karren.

sicha net
24.11.2009 18:48

Schwachsinn

mawi13 
25.11.2009 08:10
glaub ich gar nicht

aber wird schwierig sein da einfach viele Bauern sich mit dem Internet nicht wirklich ausseinander setzen...

Captain Smoker
03.12.2009 22:35

Würde ich nicht sagen. Ich lebe hier am Land für die Bauern im jungen und mitteleren Alter ist "das Internet" etwas womit sie gut umgehen können.

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