Demonstrationen

Berlin will für deutsche Studenten nicht zahlen

23. November 2009, 17:08

Bildungsministerium: "Isolierte Behandlung einzelner Studiengänge unangemessen"

Wien/Berlin - Die Forderung von Bundeskanzler Werner Faymann nach Ausgleichszahlungen für deutsche Studierende sorgt weiterhin für Diskussion - in Österreich. Jenseits der Grenze stößt sie auf Unverständnis. "Es hat keine offizielle Anfrage an die deutsche Regierung für bilaterale Gespräche gegeben", erklärt ein Sprecher der CDU/CSU aus Berlin dem Standard. "Deswegen bleibt die Diskussion auf einer nichtpolitischen Ebene."

Aus dem deutschen Bildungsministerium heißt es: "Insgesamt erscheint die isolierte Behandlung des Ausgleichs der Studierendenkosten einzelner Studiengänge an einzelnen Universitäten nicht angemessen."

"Es hat Gespräche zwischen Johannes Hahn und der deutschen Bildungsministerin gegeben" , bei denen es auch um die Ausgleichszahlungen gegangen ist, meint dagegen die Sprecherin des Wissenschaftsministers. Man sei dabei auf die "eindeutige Position" gestoßen: "Warum sollte man die Zahl der Studienplätze im Inland bewusst mit dem Numerus clausus festlegen und gleichzeitig für Studienplätze im Ausland bezahlen?"

"Zweistelliger Millionenbetrag" an Österreich

Im Kanzleramt beharrt man: "Der künftige Wissenschaftsminister hat bilaterale Gespräche mit Deutschland zu führen." Sollten die Ausgleichszahlungen nach dem skandinavischen Modell realisiert werden, müsste Deutschland jährlich einen "zweistelligen Millionenbetrag" an Österreich entrichten, meint der Sprecher von Unterrichtsministerin Claudia Schmid. Sie befürworte die Ausgleichszahlungen und will sie beim "Dialog Hochschulpartnerschaft" am Mittwoch ansprechen.

Welche der drei Besetzer sich an dem von Hahn einberufenen Dialog beteiligen werden, wird am Dienstag entschieden. Parallel wird von den Besetzern ein "Echter Bildungsdialog" im Palais Kabelwerk organisiert. Den Besetzern zugesagt haben unter anderen Andreas Mailath-Pokorny (SP) und der Schriftsteller Robert Menasse.

Dienstag Abend wird UN-Sonderberichterstatter Jean Ziegler sein Buch "Der Hass auf den Westen" im Audimax vorstellen. (sni, trat, DER STANDARD, Printausgabe, 24.11.2009)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 332
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Der Bucklige mit Eiter
00
25.11.2009, 20:59
Warum sollte man die Zahl der Studienplätze im Inland bewusst mit dem Numerus clausus festlegen und gleichzeitig für Studienplätze im Ausland bezahlen?"

stimmt! doch was interessiert uns das?

Mario23
21
24.11.2009, 16:07
Das betrifft ja eh nur sinnlose Studien, und keine gscheidn!

MarioV
00
26.11.2009, 07:45

Vor ein paar Jahren hieß es: Ostsprachen sind sinnlos, sollte man nicht weiter finanzieren.
Dann kam der Grasser uns sagte "Orientalistik brauchen wir nicht."
Na, da haben sie sich aber getäuscht.
Bildung und Forschung entspricht einem menschlichen Grundbedürfnis nach Wissen zu streben.
Nicht alles ist sofort verwertbar, aber vieles wurde irgendwann doch verwertbar.

keep cool
23
24.11.2009, 13:37
Sind wir Weltmeister der Komplexität!

Wenn die BRD Numerus Clausus für überlaufene Studiengänge einführt - für die es im Inland zu wenig Studienplätze und Nachfrage am Stellenmarkt gibt, ist das die souveräne Entscheidung des Landes. Wenn wegen freizügigeren Zugang zu Ö Unis deutsche Studenten zu uns ausweichen, ist es deren EU-Recht.
Logische Konsequenz daraus ist eine bilaterale Gegenrechnung der Kosten nach skandinavischen Modell! Zuerst braucht es fundierte Vergleichszahlen/Kostenübersichten, dann das gemeinsame Gespräch zwischen den Wissenschaftsministern. Sollte die BRD gegen einen Ausgleich sein, könnte Ö den Uni-Zustrom auf ein mit Ö-Studenten in der BRD vergleichbares Maß beschränken!
Fazit: BRD Numerus Clausus overflow darf nicht die Studien-Qualität in Ö gefährden!

Kubaner
02
24.11.2009, 13:22
Dummheit

Da sieht man was die SPÖ anrichtet, mit der Abschaffung der Studiegebühren!
Die Deutschen werden keinen einzigen Cent zahlen, warum wohl auch!

airbus348
11
24.11.2009, 13:08
wenn sie nichts zahlen, dann sollen sie zu hause bleiben.

auch ich bekomme nichts gratis bei den Piefkes

Titus Feuerfuchs
01
24.11.2009, 19:19
Mit ihrer Art,

kein Wunder. Moserer.

supidupi
24
24.11.2009, 13:05
Die Überheblichkeit par excelence

Warum den auch zahlen wenn die eigenen Stümper eh ins ausland flüchten.

Sowas blödes aber ich bin für Abschiebung dieser Deutschen Wirtschafstflüchtlinge.

zittersepp
20
24.11.2009, 13:31
Sie meinen vermutlich "par excellence"?

Warum verwenden Sie Fremdwörter einer Sprache die Sie nicht können?

naihoit
20
24.11.2009, 13:11
ich scgenkr Ihnen ein "n" und hoffe, Sie können das verwerten.

naihoit
00
24.11.2009, 13:25
können´s das nicht verwerten oder hat mich ein/e GermanistIn für einen Tippfehler bestraft ??

e r4
00
24.11.2009, 12:47
Solidarisch zu deutschen Unis

Ich komme aus Klagenfurt, auch bei uns gibt es eine Bildungs und Solidaritätsecke (ein Teil der Aula ist somit friedlich besetzt) - erkläre mich solidarisch mit den deutschen Unis- sowohl mit den passiven Freunden als auch mit den aktiven Besetzern- weiter so super

Franz K.
14
24.11.2009, 12:43
wenige Österreicher/innen studieren in Deutschland

Es gibt nur wenige Österreicher, die in Deutschland studieren, und dann zumeist in München oder in Berlin

TU München: 332 Österreicher, das sind nur 1,2% der Gesamtstudentenanzahl an der TUM

Deutschland sagt zwar, dass insgesamt mehr Ausländer in Deutschland als Deutsche im Ausland studieren. Diese kommen aber oft aus Osteuropa, China und anderen Ländern.

Es gibt sehr wohl ein massives Ungleichgewicht zwischen deutschen Studierenden in Österreich und österreichischen Studierenden in Deutschland!

120 Jahre Karl Schranz
01
24.11.2009, 14:20
es geht weniger um das verhältnis als um absolute zahlen

es studieren etwa dreimal soviele dt in Ö als umgekehrt (6500 zu 14.000-18.000).
allerdings muss man fairerweise dazu sagen, dass das verhältnis zwischen Ö und anderen ländern vermutlich noch deutlich schlechter ist. wieviele Ö studieren in polen oder slowenien? ich denke bei den neuen mitlgiedstaaten ist das verhältnis eher 10:1, und darüber regt sich aus guten gründen niemand auf.

Mucosaprolaps
00
24.11.2009, 13:19

Ja, und? Dann schicken wir halt mehr Studis ins europäische Ausland.

gk76
01
24.11.2009, 12:20
und wann werden Ausgleichszahlungen für die zahllosen

italienischen Studenten in Innsbruck gefordert?

lehmannsbruder
01
24.11.2009, 12:59

Sie meinen die momentan 6.200 Südtiroler an den österr. Unis, die schon seit 1972 Österreichern völlig gleichgestellt sind (Südtirol-Paket)?

Mucosaprolaps
21
24.11.2009, 13:21

Es ist eh schon unverständlich, wieso sich Norditaliener partout als "Deutsche" und "Südtiroler" bezeichnen und auf "die Sizilianer" schimpfen: Patriotismus und Vaterlandsliebe zu ihrem Heimatland Italien sind diesem Gesindel egal?

Warum Österreich es für nötig hält, Tausende Italiener in Immschbruck studieren zu lassen, hat ausschließlich historische Gründe, und keine vernünftigen.

Titus Feuerfuchs
01
24.11.2009, 19:22
Heben Sie sich Ihre

nationalistischen Parolen für das nächste Burschenschaftstreffen auf. Niedriger geht's ja fast nimmer.

MarioV
07
24.11.2009, 12:13
Ö sollte Jahrhundertchance nicht verschenken

Wenn sie jenen, denen sie das Studium nicht finanzieren wollen einen Studienplatz in Ö bezahlen, dann wäre die logische Schlußfolgerung sie gleich im eigenen Land auszubilden.
Für Ö ist die Sache eine Riesenchance, wenn es gelingt die deutschen Studenten zum Bleiben zu motivieren.
Wenn Deutschland die kostenintensiven ersten beiden Lebensjahrzehnte bezahlt, die Studenten dann hier studieren und als Steuer- und Beitragszahler erhalten bleiben, dann hat Ö ein Supergeschäft gemacht.
Und D ist selber Schuld, wenn sie diese Leute nicht haben wollen.
Somit: Rein mit ihnen, aber gleichzeitig eine Integrationsoffensive(Wienerisch-Kurse?) starten, damit sie dann auch bleiben.
Warum auch nicht, wenn sie einmal hier Wurzeln geschlagen haben?

naihoit
00
24.11.2009, 13:16
Für Ö ist die Sache eine Riesenchance, wenn es gelingt die deutschen Studenten zum Bleiben zu motivieren.

Auch ich bin dafür, daß BRD-Stbg. in den ersten 98 Jahren ihrer Berufstätigkeit in Ösiland keine Einkommensteuer bezahlen müssen.
Kann doch nicht sein, daß nur die öst. Bonzen geschont werden.

naihoit
32
24.11.2009, 12:59
die wirklich Guten studieren in Deutschland,

hier versuchen es nur die, die dort keine Chance haben.

Nicholas Blarney
 
00
26.11.2009, 02:03
Sie wissen, glaube ich...

...ganz einfach nicht, wovon Sie sprechen.

Mucosaprolaps
00
24.11.2009, 13:22

Unsinn

MarioV
01
24.11.2009, 13:15

Egal. Jeder der am Ende Nettozahler ist, ist ein Gewinn.

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