derStandard.at-Reportage

"Mein Leben geht doch vor"

23. November 2009 16:34
  • Artikelbild
    Foto: kap

    Großhöfleiner Sicherheitsteam: Polizist Ernest Bogner, ÖVP-Vizebürgermeister Thomas Ondrag, Alarmanlagen-Verkäufer Sigi Waha (v.l.n.r.).

  • Artikelbild
    Foto: kap

    Die Polizei-Videos jagen dem Publikum kalte Schauer über den Rücken: Hier zertrümmert der Eindringling ein Hausfenster.

  • Artikelbild
    Foto: kap

    Ein Rottweiler namens Jesus: Johann Kollwencz ist überzeugt, "dem Gesindel kann man mit demokratischen Mitteln nicht Herr werden".

  • Artikelbild
    Foto: kap

    Für Pensionist Josef Nagelreiter überwiegen die Nachteile der Schengen-Öffnung: "Man muss die Grenze zumachen wie bei einem Planquadrat."

  • Artikelbild
    Foto: kap

    Geselliger Abend in der "Großhöfleiner Zeche" - mit pädagogischem Mehrwert: Waffeneinsatz nur bei Notwehr.

Die ÖVP Burgenland veranstaltet einen "Sicherheitsabend" - Dem Publikum geht es um Waffenbesitz und Planquadrate gegen Ost-Kriminalität

Johann Kollwencz ist schon ein wenig weinselig, als er seinen Witz zum Besten gibt. Es geht um einen Einbrecher, zu dem eine Stimme sagt: "Ich sehe dich - und Jesus auch." Und am Ende des Witzes stellt sich heraus: Jesus ist ein Rottweiler, und der Einbrecher steht blöd da.

Der derbe Spaß kommt gut an in dieser Runde. Kollwencz ist einer der 25 Gäste in der "Großhöfleiner Zeche". Die ÖVP Burgenland hat ins einzige Wirtshaus des 1800-Einwohner-Ortes zum "Sicherheitsabend" geladen. Kurz vor sieben Uhr trifft Inspektor Ernest Bogner von der Kriminalpolizei aus Eisenstadt ein. Auch Sigi Waha, der sich mit seinem Elektrogeschäft auf Alarmanlagen spezialisiert hat, wird referieren und hofft auf großes Publikum. Botschaft des Abends: Wie sich lautere Bürger vor Einbrechern, Taschendieben und Trickbetrügern schützen können.

Fluchtweg Autobahn

"Es passiert schon mehr", sagt Thomas Ondrag, der ÖVP-Vizebürgermeister von Großhöflein. Mit der Ostöffnung sei die Sicherheitslage "einfach schlechter geworden", erklärt der Ortsparteichef und ergänzt: "Wir sind an der Autobahn, da können die Täter schnell flüchten und nach Ungarn abtauchen." Von Ernest Bogner, dem aus der benachbarten Landeshauptstadt angereisten Polizisten, erhoffe er sich praktische Tipps.

Bogner soll ihn nicht enttäuschen. Doch als der Polizist anheben will, fällt ihm eine Frau im grauen Hosenanzug ins Wort. Die Sicherheit sei ja "sehr brisant", das Thema komme schließlich "jeden Tag in den Medien", will Franziska Huber, Landtagsabgeordnete der ÖVP, noch kurz erklären. Inzwischen wird eine Unterschriftenliste durchgereicht: "Das Kreuz muss bleiben". Alle unterschreiben, einer murmelt etwas von "linksradikalen Volltrotteln in Italien".

Sicherheitsrisiko: Gekippte Fenster

Dann legt Bogner los. Er führt die Gäste in die Denkweisen des Einbrechers ein: beliebte Opfer, beliebte Tatzeiten. Ein Profi brauche nicht mehr als 15 Sekunden, um mit einem Brecheisen eine Tür zu öffnen. "Ein gekipptes Fenster", warnt Bogner seine Zuhörer, "ist für den Täter ein geöffnetes Fenster." Sigi Waha, Alarmanlagen-Lobbyist in eigener Sache, wird später zum Kauf eines Sicherheitssystems raten: "Eine Attrappe auf die Wand picken, das wird nix nutzen." Die Frage, was das koste, kontert er: "Was kostet ein Auto?"

Der Kriminalpolizist Bogner rät auch zu Bewegungsmeldern: "Ein Täter steht nicht gern im Licht." - "Ja, und dann rennt ein Marder vorbei, und die ganze Nacht brennt's. Jetzt bei der Stromnachzahlung hat mich der Schlag getroffen", erregt sich eine Zuhörerin. Bogner empfiehlt, das Licht anders einzustellen. "Aber mein Mann sagt: Wenn ein Auto vorbeifährt, das will er auch wissen." Bogner schaut ratlos.

Das Publikum ist neugierig. "Was ist ein Sicherheitsfenster", fragt eine Dame. "Welche Bedingungen muss ich erfüllen, damit ich eine Waffe besitzen kann", will ein Herr erfahren. Bogner spielt Videos von Einbrechern und Trickdieben vor. Die Zuschauer kommen in Fahrt.

"Mit dem Baseballschläger zuschlagen"

"Die Kalaschnikow zeigen und Schluss ist", entfährt es Johann Kollwencz. Doch Bogner will keinesfalls zum Waffenbesitz ermuntern. "Die Waffe kann auch gegen Sie verwendet werden", erklärt Bogner. Kollwencz will es jetzt genau wissen. "Herr Inspektor, Auge in Auge, Faust gegen Faust, Messer gegen Messer, Pistole gegen Kalaschnikow: Wie viel darf ich machen?" Bogner verweist auf den Notwehrparagrafen. Kollwencz stellt klar: "Ich hätte keine Hemmungen, den mit dem Baseballschläger zu erschlagen, und ich hätte keine Gewissensbisse, den mit dem Gewehr zu erschießen." Seine Begründung: "Dem Gesindel kannst du mit demokratischen Mitteln nicht Herr werden."

Bogner versucht alle Fragen umfassend zu beantworten, aber auch pädagogisch zu wirken. Eine Frau schüttelt über den erwähnten Notfallparagrafen den Kopf: "Aber mein Leben geht doch vor." Eine Waffe müsse man anmelden, unter strengen Auflagen, sagt Bogner noch einmal. "Muss ich das mit einer Schreckschusspistole auch machen", denkt ein Gast laut. "Wenn der Einbrecher mit meinem Rembrandt unterm Arm davonrennt, dann darf ich doch schießen, weil das ja mein Hab und Gut ist", beharrt Hannes Buchinger, selbst ÖVP-Gemeinderat. Bogner bemüht sich zu bremsen. "Bitte hört's ma auf", ruft er. "Das darf nicht einmal die Polizei." Und nach weiteren Fragen mahnt der Polizist eindringlich: "Da geht's um Notwehr. Es muss einen unmittelbar drohenden Angriff geben." Er wiederholt das dreimal.

Für geschlossene Ostgrenze

Am selben Vormittag lief im Parlament in Wien die Sicherheitsdebatte. FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache meinte, "kaum ein Bürger ist nicht von Kriminalität betroffen". Das Burgenland verzeichne "in manchen Bereichen einen Kriminalitätsanstieg von 40, 50 und 60 Prozent", donnerte Strache ins Plenum. Der verurteilte BZÖ-Sicherheitssprecher Peter Westenthaler sprach von Einbruchserien, "besonders stark an der Ostgrenze".

Pensionist Josef Nagelreiter hat im ORF zugeschaut und trägt nun im Großhöfleiner Wirtshaus seinen Teil zur Diskussion bei. "Man muss die Grenze zumachen wie bei einem Planquadrat", sagt er. Die Polizei sei überlastet, einigt man sich in der Runde. "Die Kiberer erwischen nur die, die vom Wirtshaus heimfahren", sagt einer. Schnell schweift der Diskurs aus. Nagelreiter erregt sich nun über schlecht bereifte Lastwagen vom Balkan. "Die kommen aus Serbien herauf, aber da gibt's keinen TÜV!"

"Bei Banküberfall: Kopfschuss"

Die Diskussion kreist nun diffus um das Thema "Ausländer". Einer will über Arigona reden. "Ich würd' den Polizisten in Krems einen Orden verleihen", wirft Kollwencz ein. Sein Rat an die Bundesregierung: "Wenn man ein Schild aufstellen würde 'Bei Banküberfall: Kopfschuss', dann gäbe es in zwei Wochen keine Banküberfälle mehr." Ob er für die Todesstrafe eintrete? "Selbstverständlich."

Landtagsabgeordnete Franziska Huber bekommt von all dem nichts mehr mit. Sie ist wenige Minuten nach ihrer kurzen Rede gegangen. Vizebürgermeister Ondrag sagt zum Schluss, er hoffe, nun habe jeder "eine gesunde Portion Misstrauen" mitbekommen. Eines gilt in Wien wie in Großhöflein: Der Wähler hat Recht. (Lukas Kapeller, derStandard.at, 23.11.2009)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 122
1 2 3
Selfdefense
16.07.2010 13:18
Vermögen ist Notwehrfähig

Eine "rechtswidriger Angriff gegen das Vermögen" ist so lange "gegenwärtig", wie dem Täter die Flucht noch nicht gelungen ist. Daher ist es rechtlich gedeckt, auf einen flüchtenden Täter zu schießen, soferne kein gelinderes Mittel mit zumindest gleicher Erfolgschance zur Verfügung steht.

Die Polizei darf schon dann auf einen flüchtenden Täter schießen, wenn dieser dringend Tatverdächtig oder seine Flucht mit Gemeingefahr verbunden ist.

Sagen darf man das aber nicht, wenn man eine Karriere in der Exekutive anstrebt.

Vintageologist
 
17.05.2010 20:11
"Die Waffe kann auch gegen Sie verwendet werden", erklärt Bogner.

DAS schau ich mir an, dass jemand meine Schusswaffe gegen mich verwendet.

Außerhalb von Hollywood ist es nämlich eigentlich allein schon höchstgradig suizidär, zu versuchen, jemand zu entwaffnen, der auch nur ein Messer in der Hand hat.

Diese tollen Kung-Fu-Meister Tricks von irgendwelchen Kampfsportlehrern, die damit Geld machen, kann man sich nämlich in echt in den Allerwertesten schieben. Funktioniert genau in dieser Situation, wenn sich der zu Entwaffnende genau so verhält.

Gerade gestresste Individuen neigen aber zu unvorhersehbaren Bewegungen und Aktionen.

Sprich: Die Wahrscheinlichkeit, dass einen der Verbrecher erfolgreich entwaffnet ohne gleich mal ein paar .45er Löcher (rechtlich sogar legitime) zu haben, ist marginal.

Peter Falber
21.01.2010 16:47
er hat euch nicht belogen

ich bin kaum ein buerger ...

alexanderletten
 
25.11.2009 08:41

Ein Wahnwitz. Die Apokalypse droht.
Was für Mutti die Heizdecke, ist für Papi das "einbruchsichere Fenster"+Schnitzel und einem Gratis-Getränk.

Meine Wenigkeit mit viel Senf
25.11.2009 07:32
Straches Logik

Wie war das nochmal?

Im Jahr 2007 gab's im Burgenland 2 Einbrüche in Industriebetriebe, 2008 6. Folgt Strache: "Steigerung der Einbrüche um 300 %"! (Was mathematisch falsch ist, denn die _Steigerung_ war nur um 200 %.)

Ja, ja, man muss nur die richtigen Zahlen haben (und vielleich noch ein bisserl falsch rechnen können), dann hat man jede Statistik, die man will...

Eine Kreatur
27.11.2009 09:39
der großteil der bevölkerung ist zu blöde ..

um statistiken und zahlen richtig lesen zu können .. über bestimme zahlen aufregen, aber keinerlei interesse daran haben, sie zu verstehen oder deren herkunft zu hinterfragen ..

das sind die folgen der verfehlten bildungspolitik der letzten jahrzehnte .. an der auch die spö ihren anteil hatte - je ungebildeter die bevölkerung, desto stärker die bindung an "vertrauenspersonen" wie politikerInnen ..

jetzt wird nur noch mit emotionen (ängsten, vorurteilen, usw.) politik gemacht, ohne inhaltliche substanz ..

LeMik
24.11.2009 22:54

angst machen, hass schüren.. leiwande partie (partei).

Shanajio
13.01.2010 16:40

Naja, offensichtlich waren da die meisten Wortmeldungen von Nichtparteimitgliedern bzw. von Funktionären eher niedrigen Ranges.

the_suck
24.11.2009 22:27
naja

irgendwie komisch, zuerst werden geistig einfach gestrickten Menschen irgendwelche pseudoschockvideos vorgespielt und dann schön befragt, klar gibts da so saudumme Statements, glaub nicht das der Opa vorhat Leute in seinem Garten mittels Kopfschuss hinzurichten weil sie illegal Müll abladen

Eine Kreatur
27.11.2009 09:42
sind sie sich da sicher?

ich kann nur sagen, dass immer mehr leute auch ohne kurz zuvor durch videos usw. aufgereizt zu sein, immer bedenklichere meinungen absondern ..

in österreich geht es momentan rasant bergab und es ist nur eine frage der zeit, wann sich die geschichte "wiederholt" .. und die "opposition" ist auch wieder zu blöd und zu unfähig irgendwie dagegen etwas zu machen oder aktiv zu werden ..

Simplicius Simplicissimus
24.11.2009 20:31
Woher stammt ...

... eigentlich der Rembrandt des ÖVP-Gemeinderats?

Eine Kreatur
27.11.2009 09:43
er hat ihn selber gemalt ..

und immerhin ist es ja sein "hab und gut" und eigene vermögenswerte haben für diese leute immer einen höheren stellenwert, als menschenleben ..

soweit sind wir schon in österreich ..

die Großmutter
28.11.2009 21:28

und wo glauben Sie ist es anders ?

Gutmensch2
 
24.11.2009 19:57
Zum Thema Kriminalität allgemein:

Ich bin mir übrigens sicher, im Bereich der reinen Vermögenskriminalität (also ohne direkte Gewalt gegen Menschen) ist der in Summe bei weitem größte Schaden nicht von den berüchtigten "Ostbanden" oder von "südländischen Tätern" verursacht! Wie uns die Rechten immer eintrichtern wollen.

Nein, der in die Milliarden (!) gehende Schaden wird von überwiegend einheimischen Tätergruppen, nämlich von bestimmten Bankern, Managern, Politikern usw. verursacht! Kann man auch fast täglich lesen!

Soviel können alle Ausländer zusammen in 100 Jahren gar nicht fladern was uns die gut angezogenen Einheimischen kosten!

Wie ich schon mal schrieb, das "Kriminalitäts-Gen" gibts nicht, und schlechte Menschen gibts überall, im In- und Ausland!

Ivan Fedorov
24.11.2009 18:56
kriminalstatistik 2008 - angezeigte straftaten (jahr 1 nach der öffnung der ostgrenzen)

Angezeigte Fälle Jahr 2007 Jahr 2008
Burgenland 10.665 9.863 -7,5%
Kärnten 32.048 30.820 -3,8%
Niederösterreich 86.569 81.402 -6,0%
Oberösterreich 80.548 76.425 -5,1%
Salzburg 35.781 33.366 -6,7%
Steiermark 62.336 58.809 -5,7%
Tirol 49.196 47.688 -3,1%
Vorarlberg 22.406 21.121 -5,7%
Wien 214.691 213.201 -0,7%
ÖSTERREICH 594.240 572.695 -3,6%

fazit: nirgendwo werden die leute bzgl. der fiesen ostkriminalität mehr vera***, als im sichersten bundesland österreichs...

Selfdefense
16.07.2010 13:13
Man muss nur anders zählen

und die Zählweise (*) wird sehr gerne geändert. Bis die Statistik einen Rückgang zeigt. Ober man versucht den Bürger gleich von einer Anzeige abzubringen: "Sind sie versichert? Nein? Dann haben sie nix von einer Anzeige."

(*) Fasst man eine Serientäter, so werden alle seine Taten als 1 Fall "begangene Straftaten" und x Fälle "geklärte Straftaten" gezählt. Unglaublich aber wahr...

DER-STANDARD-JURIST
25.11.2009 00:13
naja

"straftaten" heißt ja jetzt nichts.

suchen Sie besser eine statistik über die steigerung der einbrüche seit der öffnung der ostgrenzen.

;)

Sand
25.11.2009 12:02
bua ha ha!!!

lol

hanslblasta
24.11.2009 18:11
"kaum ein Bürger ist nicht von Kriminalität betroffen" - jo, eh;

zB geistige Schmerzen durch rechtsrechte Extremsprüche


btw: "Landtagsabgeordnete Franziska Huber bekommt von all dem nichts mehr mit. Sie ist wenige Minuten nach ihrer kurzen Rede gegangen." - wozu war sie dann überhaupt da?

Peter Silie
24.11.2009 17:55
Schwarzes Fürchten

Die ÖVP legt es derzeit anscheinend gezielt darauf an, die Bevölkerung zu verunsichern. Selbst in Stockerau veranstaltet sie schon Sicherheitsabende. Wurden nicht gerade von der schwarz-blauen Koalition Sicherheitswache-Beamte und viele Wachzimmer eingespart? Vielleicht liegt's ja daran, dass auch Betreiber von als Stadtwache eingesetzten Security-Diensten Wirtschaftstreibende sind.

m3a
24.11.2009 16:52

ich empfehle:
"Die 4 da - Der kleinste Mann" (sicher auch auf youtube zu sehen)

Club-der-dichten-Toten
24.11.2009 15:53
"Wenn der Einbrecher mit meinem Rembrandt unterm Arm davonrennt, dann darf ich doch schießen, weil das ja mein Hab und Gut ist", beharrt Hannes Buchinger, selbst ÖVP-Gemeinderat.

Tja, soweit ist diese ständige Indoktrination durch H.C. und Konsorten schon gelungen :-(

NEIN Herr Buchinger, Nein, nein und NOCHMALS NEIN.
Sie dürfen ihm NICHT hinterherschießen.

Unglaublich, dass selbst ein Gemeinderat derartige Basics eines Rechtsstaates nicht weiß oder bewusst mit Füßen tritt.

Meine Wenigkeit mit viel Senf
25.11.2009 07:34
Keine Angst...

Jemand, der sich einen Rembrandt leisten kann, ist geistig nicht so minderbemittelt.

DER-STANDARD-JURIST
25.11.2009 00:15
da liegen Sie falsch

wenn die voraussetzungen für die notwehr vorliegen, dürfen Sie auch nachschießen.

der angriff auf das eigentum ist eben noch nicht beendet, wenn der täter mit dem diebesgut davonrennt.

Club-der-dichten-Toten
25.11.2009 12:59

Dem Nick "DER-STANDARD-JURIST" machen Sie aber keine Ehre. Ich würde mir an Ihrer Stelle den Notwehrparagraphen im RIS nochmal genau durchlesen.

Insbesondere den Teil wo es heißt: Die Handlung ist jedoch nicht gerechtfertigt, wenn es offensichtlich ist, daß dem Angegriffenen bloß ein geringer Nachteil droht und die Verteidigung, insbesondere wegen der Schwere der zur Abwehr nötigen Beeinträchtigung des Angreifers, unangemessen ist.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 122
1 2 3

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.