Fischer kandidiert erneut

  • Heinz Fischer gab seine Kandidatur via Internet bekannt - vor dem Foto seiner Enkeltochter.
    foto: schreenshot:derstandard.at

    Heinz Fischer gab seine Kandidatur via Internet bekannt - vor dem Foto seiner Enkeltochter.

Der amtierende Bundespräsident tritt als überparteilicher Kandidat wieder an - Und gibt seine Kandidatur ganz modern via Videobotschaft bekannt

Es ist fix: Heinz Fischer kandidiert wieder für das Amt des Bundespräsidenten, und zwar als parteifreier Kandidat. Das verkündet er - ganz modern - in einem Youtube-Video und auf seiner Homepage. Vorher wurde darüber spekuliert, ob Fischer seine Wiederkandidatur bei einer Buchpräsentation offiziell machen würde. Der wählte aber einen anderen Weg - und ließ das Video unter dem Benutzernamen heifi2010 online stellen.

"In der heutigen Zeit ist das eine extrem demokratische Möglichkeit, um einen Bekanntgabe zu machen", erklärt Fischer-Sprecherin Astrid Salmhofer im Gespräch mit derStandard.at die Videobotschaft. Das bisherige Feedback auf die Art der Kundmachung sei "einhellig sehr positiv" ausgefallen. Fischer sei neuen Medien gegenüber sehr aufgeschlossen und somit gleich einverstanden gewesen, die Botschaft über Youtube zu verbreiten.

"Über den Parteien stehender Kandidat"

"Es war Zeit, sorgfältig über die Frage einer neuerlichen Kandidatur nachzudenken". Viele Menschen hätten ihn dazu ermuntert, wieder zu kandidieren. "Und so bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass ich mich bei der kommenden Wahl als über den Parteien stehender Kandidat bewerben werde", so Fischer in der Videobotschaft.

Fischer sieht das Land vor "großen Herausforderungen", er wolle ein "Brückenbauer" und "ruhender Pol" sein. Vor allem für die sozial Schwächeren müsse man etwas tun. Außerdem sei ihm die Zukunft der Jugend ein besonderes Anliegen. "Zur Frage einer Wiederkandidatur ist jetzt also Klarheit geschaffen", so Fischer - und hofft abschließend auf einen kurzen, fairen Wahlkampf.

Morgen, Dienstag, präsentiert sich dann das überparteiliche Personenkomitees für Heinz Fischer im Rahmen einer Pressekonferenz.

Reaktionen: Faymann erfreut

Wie nicht anders zu erwarten, freut sich der SP-Vorsitzende und Bundeskanzler Werner Faymann über die Kandidatur Fischers. "Der Bundespräsident war und ist für mich auch in heiklen und wichtigen Situationen ein guter und verlässlicher Ansprechpartner. Seine Meinungen und Einschätzungen sind für mich immer wieder von großer Bedeutung", so Faymann in einer Aussendung. (Anita Zielina, derStandard.at, 23.11.2009)

 

 

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