Titos Enkel will Kommunisten vereinigen

22. November 2009 19:26

Gründungsparteitag in Novi Sad abgehalten

Belgrad - Ein Enkel des ehemaligen jugoslawischen Staatschefs Josip Broz Tito will die serbischen Kommunisten nun vereinigen. In der Hauptstadt der nordserbischen Provinz Vojvodina, Novi Sad, wurde am heutigen Sonntag gemäß Medienberichten ein Gründungsparteitag der Kommunistischen Partei Serbiens abgehalten, an dem Vertreter mehrerer kleinerer Parteien kommunistischer Ausrichtung teilnahmen.

Wegschmeißen, was schlecht war

Das Parteiprogramm der neuen Kommunistenpartei stützt sich nach Angaben von Josip Joska Broz, wie der Enkel Titos heißt, auf die Erfahrungen des einstigen Kommunistenbundes, aber auch die neuen Erfahrungen, welche die Privatisierungen in Serbien und die EU-Ausrichtung des Landes miteinbeziehen. "Wir akzeptieren alles, was gut war, und schmeißen alles weg, was schlecht war", erklärte der ehemalige Forst- und Gastwirt für Medien. Er bekundete auch seine Überzeugung, dass es im Land genügend Platz für eine neue Kommunistenpartei gebe, da es in Serbien "viele Kommunisten gibt, die ihre Überzeugung bewahrt haben".

Medienberichten zufolge sind in Serbien derzeit 14 Parteien kommunistischer Ausrichtung tätig. Keine ist im Parlament vertreten.

Der frühere Kommunistenbund Serbiens wurde im Jahre 1990 von Slobodan Milosevic in Sozialistische Partei umbenannt. Nach dem Sturz des Regimes von Milosevic im Jahre 2000 erlebte die Partei ihren Tiefpunkt. Seit eineinhalb Jahren gehören die Sozialisten unter Anführung von Ivica Dacic, einst Sprecher der Partei Milosevics, erneut zur serbischen Regierungskoalition. (APA)

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Unzeit-gemäß
26.11.2009 13:24
Ein echter Titoist würde ...

... sich vielmehr um eine Wiedervereinigung der Kommunisten JUGOSLAWIENS (und nicht Serbiens) bemühen, über die neuen Staatsgrenzen und Nationalismen hinweg.

Wirkliche Sprachbarrieren soll da ja nicht geben. Nur dass die einen eben traditionell katholisch und die anderen traditionell orthodox - aber das sollte für Kommunisten (= Säkularisten) eigentlich keine Rolle spielen.

Slozni_smo
26.11.2009 14:44
also Teil 2

und wir wären heute wahrscheinlich alle vereint in der EU.
In diesem Fall wäre 1989 nur die Sowiet-Union zerfallen.
Für uns alle wäre wahrscheinlich der letzte Balkankrieg erspart geblieben und wir wären im selben Boot wie Polen, Tschechische Republik, Slowakei, Ungarn etc. gewesen.

Jugoslawien, egal in welcher Staatsform, hatte immer nur einen Zweck, den der Machtbündelung .... aber damit war man den anderen "Mächten" in Europa ein Dorn im Auge.
Und es war nicht schwer uns auf unsere Differenzen aufmerksam zu machen und eine Bombe hochgehen zu lassen.

Jugoslawien konnte nie und wird nie funktionieren!

Slozni_smo
26.11.2009 14:36
also Teil I

1. sind Kommunisten keine Säkularisten sondern Athäisten ....
und 2. Bratstvo jedinstvo endet/e immer mit bratstvo ubistvo (zu Deutsch: Brüderlichkeit Eintracht endet mit Brüderlichkeit Mord)

Und nur weil einer Titos Nachkomme ist, qualifiziert ihn das noch lange nicht zu einem guten Politiker oder gar politischen Leader ... weil sonst könne man gleich Monarchie wieder einführen.

Ein neuerlicher Versuch einen Staatsverband zu gründen, wäre gerade für Serbien am schädlichsten, wie die Geschichte uns gezeigt hat.

Tito´s Armee bestand zu 90% aus Serben, wäre ihr Leader Serbe gewesen, hätte man sich nur auf die Befreiung Serbiens konzentriert.
Ein solcher serb. Leader hätte sich anschliessend dem Warschauer Pakt anschliessen müssen.

Unzeit-gemäß
27.11.2009 11:30

>>>sind Kommunisten keine Säkularisten sondern Athäisten<<<

Weltanschaulich mögen sie meist Atheisten sein, in der politischen Praxis aber Säkularisten: Religion wird nicht verboten, sie wird nur zur Privatangelegenheit (also aus dem Schul- und dem Rechtssystem verbannt). Lenin sagte hier, die Einigkeit der Arbeiter auf Erden sei ihm wichtiger als die Einigkeit in ihrer Meinung über den Himmel.

>>>Jugoslawien konnte nie und wird nie funktionieren!<<<

Warum sollte, was in den deutschen Landen möglich war (Verschmelzung von vormals souveränen Territorien mit unterschiedlichen Dialekten und Konfessionen) nicht auch in den südslawischen Gebieten möglich sein?

Drago+
26.11.2009 14:54

Es gibt Kommunisten, die durchaus Christen sind. Die bolschewistische Maxime, wonach ein Kommunist unbedingt ein Atheist sein muss, ist lange überholt. Außerdem waren die Bolschewiki nicht die einzigen Kommunisten in Russland, sie waren sogar eine (radikale) Minderheit unter den Kommunisten und haben sich mit Hilfe der Armee an die Macht geputscht. Die größte kommunistische Partei, die der Sozialrevolutionäre (die hatten jedoch ihre Basis beim einfachen Volk und nicht beim Militär), wurde daraufhin verboten, viele der Sozialrevolutionäre fanden sich im folgenden Bürgerkrieg auf Seiten der Weißgardisten, was später sowohl von Rotgardisten als auch den Zarentreuen radikal verschwiegen wurde.

Siehe Wiki, Sozialrevolutionäre..

Petar K
24.11.2009 23:11
Ein logischer Schritt nach einen logischen Schritt.

Zwar kenne ich Serbien nicht wirklich, aber ich vermute, dass die schon höher entwickelte relative Standards deren Industrie im Vergleich zu anderen EU-Staaten gehabt hatten. Also, ist der derzeitige logische Schritt, nachdem die Industrie geschwächt worden war, dass nun die Interessen der Arbeiter eher zu berücksichtigen sind, wenn die sich ernsthaft auf die EU, welche aus der EWG hervorgegangen war, vorbereiten. Da scheint das Zugpferd Kommunistische Partei mit vielleicht einem etwas anderen Programm, als früher, logisch zu sein.

Vollmeise
 
24.11.2009 19:40

Vollkommen unnötige Nachricht, das interessiert wirklich niemanden.

Z. Ristic
25.11.2009 23:30

Dann erst garnicht anklicken und weitergehen.

Vollmeise
 
26.11.2009 13:02

Ja, eben. Wird nicht wieder vorkommen.

Ludansky
25.11.2009 19:16
Sie mögen das Sprachrohr der Antiserben sein,

jedoch sind Sie nicht das Sprachrohr aller Forumsteilnehmer.

slobodan nikolic1
 
24.11.2009 22:13
doch,

zum beispiel sie,sonst hätten sie nicht kommentar abgegeben, oder? die vorposter hat auch interesiert, und mich auch. lg

Reece384
25.11.2009 12:34
Achte auf deine Rechtschreibung

Vollmeise
 
25.11.2009 00:00

Nein, mich hat es nicht interessiert, ich habe mich nur geärgert, dass ich das überhaupt gelesen habe.

Stani83
25.11.2009 13:54
Und dann noch aus Versehen was reingeschrieben hehe

Vollmeise
 
25.11.2009 14:05

Nein, nicht aus Versehen.

Stani83
25.11.2009 15:03
Also war es doch irgendwie interessant für Sie? Sonst hättens nicht auf den Artikel geclickt

geschweige denn was reingeschrieben..
Analytisches Denken scheint nicht Ihre Stärke zu sein

Vollmeise
 
25.11.2009 15:27

lol
Ich finde diese ständige zusätzliche Analyse meiner Stärken und Schwächen bei jedem Post von Ihnen und pisac immer sehr witzig. So typisch homobalkanicus: "Ich sage Ihnen was und dann sage ich Ihnen noch was aus der Luft gegriffenes über Sie" ;)

Haben Sie noch fragen zu meiner Person, soll ich Ihnen meinen Lebenslauf und Persönlichkeitsprofil schicken, dazu auch noch immer eine Erklärung, warum ich was angeklickt habe und warum ich irgendwo eine Antwort geschrieben habe? lol

Es gab gestern viel interessantere Nachrichten aus Serbien als diese.


Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag, auf Wiedersehen. *winkt*

pisac
 
25.11.2009 16:49
und pisac immer sehr witzig.???

Ich bin weit entfernt Sie auch nur Ansatzweise Analysieren zu wollen // können!!
Und daher würde ich so etwas nicht einmal im Ansatz tun.
Abgesehen davon das mich Ihre Persönlichkeit überhaupt nicht interessiert! Wieso auch.
Was mich allerdings interessiert, ist das was Sie schreiben, und was Sie hier verbreiten wollen.
Gegen diese einseitige Stimmungsmache bin ich sehr wohl - und möchte diese auch nicht akzeptieren.
Jeder Leser der sich die "Mühe" macht Ihren Argumentation zu folgen, wird sehen wie Sie Ticken - und das ist auch gut so!
Aber vielleicht öffnen Sie ja doch noch irgendwann mal die Augen und hören auf mit dem ständigen s/w Gerede. Trauen Sie sich! Es tut nicht weh auch mal seine eigen. politische Meinung zu hinterfragen!

Reizinger
24.11.2009 12:38
zweiter Tito in Serbien

Ich glaub die Serben interessiert der Kommunissmus überhaupt nicht mehr. Warum sollten Sie zu etwas zurückkehren wenn Sie jetzt erst die richtig guten Fortschritte machen. Keiner hat lust auf ein zweites Minijugoslawien. Außerdem können sich die jungen SerbenInnen gar nicht mehr mit dieser Zeit identifizieren. Den werden eher nur die älteren Bürger wählen denen etwas an dieser Zeit lag.... Viele sind es aber in zwischen nicht mehr meiner Erkenntnis nach...

Scherberich
 
24.11.2009 11:36
also ehrlich

so eine partei hätte selbst in den restlichen Teilrepubliken ganz gute chancen, in serbien erst recht.

Die größte Gefahr ist da eigentlich, das sich jemand durch seinen Familiennamen vorteile verschaffen will.

Semberija
24.11.2009 09:31

Wieso bleiben wir nicht von solchen Gestalten verschont ?

Wer gibt dem seine Stimme? Wenn der Loser 0,01 % bei irgendeiner Wahl irgendwo in Ex-Yu erreichen sollte, dann fress ich einen Besen !

DrSigmundFreud
 
23.11.2009 14:49

zum glück macht´s jožek jun. nur in serbien,
dort sind sind die jugonastalgiker z`haus und dort solln`s bleiben :-)

Semberija
24.11.2009 09:30

Graz ?

Z. Ristic
24.11.2009 01:57

Das ist lustig. Wenn es um die NS-Rolle der Kroaten geht, werden Partizanen aufgezählt hinter denen sich gerne jeder stolze Kroate versteckt. Kaum war Tito tot, wurden viele das, was sie schon immer waren - Nationalisten und Faschisten ! Und zu den Jugonostalgikern zählen proportional genausoviele Serben wie Kroaten, auch wenn Sie letztere aus Ihrer Wahrnehmung streichen.

DrSigmundFreud
 
24.11.2009 19:00

jugonostalgiker sind die serben und ein paar bosniaken, alle anderen völker waren froh dem völkerkerker "jugoslawien/großserbien" bei erster gelegenheit davonzulaufen, was auch 1991 geschehen ist :-)
außerdem ist einen ungeheurliche anmaßung daß sich die serben, die bis april 1945 fast geschlossen cetniks waren, als die einzigen wiederstandskämpfer aufspielen.

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