Elektronischer Fingerabdruck schützt RFID-Tags

22. November 2009 13:44
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    Foto: info-rfid.de

    RFID-Tags: Fälschungsschutz per elektronischem "Fingerabdruck"

Einzigartige physikalische Eigenschaften erlauben Identifikation

RFID-Tags zur Kennzeichnung von Produkten werden unter anderem als Fälschungsschutz genutzt - doch die elektronischen Markierungen sind selbst nicht fälschungssicher. Forscher der University of Arkansas (Uark) haben jetzt einen Ansatz entwickelt, der das für passive RFID-Tags ändern soll. Sie setzen darauf, dass jede dieser Markierungen einen identifizierbaren elektronischen "Fingerabdruck" hat, um ein Klonen von Tags zu verhindern.

RFID-Tags kommen schon jetzt in vielen Wirtschaftsbereichen zum Einsatz. Bis zum Jahr 2030 werden sie nach Ansicht von führenden RFID-Sicherheitsexperten wie Ari Juels, Chief Scientist and Director der RSA Laboratories, allgegenwärtig sein. "Sicherheits- und Datenschutzfragen müssen geklärt werden, um die Technologie zuverlässig zu machen", betont vor diesem Hintergrund Dale R. Thompson, Assistenzprofessor für Informatik und Computertechnik an der Uark.

Elektronischer Fingerabdruck

Um bei passiven RFID-Tags für Fälschungssicherheit zu sorgen, setzen Thompson und Kollegen auf deren Funktionsweise. Die Markierungen nutzen per Funkwellen vom Lesegerät übertragene Energie, um dem Leser eine Antwort zu senden. Wie sich zeigt, ist dabei die erforderliche Mindestleistung, damit das Tag tatsächlich reagieren kann, frequenzabhängig. Dieses Profil ist wiederum für jedes RFID-Tag einzigartig.

"Diese unterschiedlichen Reaktionen sind nur eine von mehreren physikalischen Eigenschaften, die uns erlauben, einen elektronischen Fingerabdruck des Tags zu erstellen", sagt Thompson. Mit diesem Mittel sei letztendlich eine Identifikation eines RFID-Tags mit hoher Wahrscheinlichkeit möglich, sodass gefälschte Tags erkannt werden können.

Experten-Skepsis

Ob dieser Fälschungsschutz sicher genug ist, muss sich freilich erst weisen. "Da wird die Sende-Schwelle gemessen, das kann aber keine genügend große Varianz anbieten", zeigt sich Lukas Grunwald, RFID-Sicherheitsexperte und Geschäftsführer bei DN-Systems skeptisch. Er halte den Anti-Clone-Ansatz des Unternehmens Verayo für besser.

Dringliches Problem

Fest steht jedenfalls, dass Entwicklungen zum Fälschungsschutz von RFID-Tags absolut notwendig sind. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Technologie unter anderem in Pässen oder Führerscheinen zum Einsatz kommt. "Auslesen reicht zum Klonen", hatte Juels im September vor einer tristen Sicherheitslage gewarnt. Speziell ging es dabei im Rahmen der ENISA-FIRST Summer School on Network and Information Security um Dokumente, die in den USA bereits ausgegeben wurden. (pte)

 

Don Mazzarello
22.11.2009 18:18

Was so ein RFID-Tag bei den derzeitigen ungeklärten Sicherheitsfragen in Pässen verloren hat, versteh ich noch immer nicht. Schutz vor irgendwas bietet das Ding eh nicht, ganz im Gegenteil. Die Daten die da drinnen sind können ausgelesen werden und einfach kopiert werden. Für Produktion und Firmen-Interne Dinge. wo einiges automatisiert abläuft ist so was sinnvoll, aber um irgendwelche Daten zu speichern ist das ein Käse und auch diese Verfahren die geforscht werden sind noch nicht zielführend.

schweinebucht
22.11.2009 18:05
keine panik!

die dinger gehören ohnehin in die microwelle!

axeman
23.11.2009 05:08

hm so ein brandloch im deckel macht sich immer gut :D
besser ist es mit dem hammer zu "glaetten"

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