Polizei vermutet Separatisten als Täter
Gauhati - Bei Bombenanschlägen im
nordostindischen Unionsstaat Assam sind am Sonntag sieben Menschen
getötet und mindestens 52 verletzt worden. Vor einer Polizeiwache in
der Ortschaft Nalbari nahe der Provinzhauptstadt Gauhati explodierten
innerhalb weniger Minuten zwei auf Fahrrädern versteckte Sprengsätze.
Der Polizeichef von Assam, Bhaskar Mahanta, sagte, die Anschläge
seien vermutlich die Tat der separatistischen Vereinigten
Befreiungsfront Asom (ULFA).
In der Region gibt es mehrere Untergrundorganisationen, die der
Regierung in Neu-Delhi vorwerfen, die natürlichen Ressourcen
auszubeuten, ohne die dort lebende indigene Bevölkerung an den
Einnahmen zu beteiligen. Im indischen Nordosten, der an Bhutan,
Bangladesch, Birma und China grenzt, sind Dutzende militanter Gruppen
aktiv.
Die ULFA gehört zu den größten Organisationen in der Region und
kämpft seit 1979 für die Unabhängigkeit Assams von Indien. Nach
inoffiziellen Angaben kamen in dem Konflikt bisher rund 20 000
Menschen ums Leben. (APA/AP/AFP)