Mindestens sieben Menschen bei Bombenanschlägen getötet

22. November 2009, 12:07

Polizei vermutet Separatisten als Täter

Gauhati - Bei Bombenanschlägen im nordostindischen Unionsstaat Assam sind am Sonntag sieben Menschen getötet und mindestens 52 verletzt worden. Vor einer Polizeiwache in der Ortschaft Nalbari nahe der Provinzhauptstadt Gauhati explodierten innerhalb weniger Minuten zwei auf Fahrrädern versteckte Sprengsätze. Der Polizeichef von Assam, Bhaskar Mahanta, sagte, die Anschläge seien vermutlich die Tat der separatistischen Vereinigten Befreiungsfront Asom (ULFA).

In der Region gibt es mehrere Untergrundorganisationen, die der Regierung in Neu-Delhi vorwerfen, die natürlichen Ressourcen auszubeuten, ohne die dort lebende indigene Bevölkerung an den Einnahmen zu beteiligen. Im indischen Nordosten, der an Bhutan, Bangladesch, Birma und China grenzt, sind Dutzende militanter Gruppen aktiv.

Die ULFA gehört zu den größten Organisationen in der Region und kämpft seit 1979 für die Unabhängigkeit Assams von Indien. Nach inoffiziellen Angaben kamen in dem Konflikt bisher rund 20 000 Menschen ums Leben. (APA/AP/AFP)

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