Kundgebung gegen Burschenschafter-Treffen in der Hofburg

22. November 2009 08:29

Demo gegen Faschismus auf Wiener Ringstraße - Mit Video

Wien - Im Zusammenhang mit dem umstrittenen Burschenschafter-Kommers in der Wiener Hofburg haben am Samstagabend linke Gruppierungen am Ring gegen Faschismus demonstriert. Die Polizei zählte rund 500 Teilnehmer. Zeitgleich fand auch die Aktion "Wiener Lichter" hinter dem Rathaus statt.

Die Demonstranten trafen sich vor der Universität und zogen gegen 19.00 Uhr gegen die Fahrtrichtung am Ring zur Hofburg. Laut Polizeiangaben kamen rund 500 Teilnehmer, die Aktion verlief gesittet. Die Protestierer forderten in Sprechchören unter anderem "Nieder mit der FPÖ" oder "Nazis aus der Hofburg raus".

Unterstützt wurden sie von Audimax-Besetzern, so stand etwa auf einem Plakat "Unis besetzen, Nazis räumen". Aufmerksamkeit erregte der Demozug bei den Besuchern des Christkindlmarkts vor dem Rathaus. Hinter dem Rathaus fand unterdessen die Aktion "Wiener Lichter" statt, bei der Kerzen symbolisch gegen die "dunkle Vergangenheit" entzündet wurden.

"Spontankundgebung" vor der US-Botschaft

Die Demonstration hatte sich gegen 21.00 Uhr vor der Universität aufgelöst. Ein Teil der Protestierenden zog sich ins besetzte Audimax zurück. Insgesamt haben sich an der Aktion laut Polizeiangaben rund 500 Personen beteiligt.

Zu vereinzelten, aber weitgehend unspektakulären Ausklängen der Antifaschismus-Demonstration am Ring kam es in Wien am Samstagabend um die Universität und die US-Botschaft, nach Angaben der Polizei gab es eine Festnahme nach einer Attacke auf einen Exekutivbeamten.

Vor der US-Botschaft in der Boltzmanngasse in Wien-Alsergrund versammelten sich nach Polizeiangaben rund 60 Personen zu einer "Spontankundgebung".

Kurzfristig etwas lebhafter zu ging es im Zuge der Auflösung der Kundgebung in der Nähe der Uni, wo eine Gruppe Vermummter drei Passanten attackierte. Die Polizei schritt ein, im Zuge der Identitätsfeststellungen wurde ein Beamter attackiert, worauf eine Person festgenommen wurde.

Strache: Kommers friedlich

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hat am Samstag betont, dass es sich bei dem umstrittenen Festkommers der Burschenschafter in der Wiener Hofburg um eine "friedliche Veranstaltung" handle. Schon im Vorfeld habe man aber "deutlich erkennen können, wie es in Österreich im 21. Jahrhundert um die Versammlungs- und Meinungsfreiheit bestellt ist", kritisierte Strache bei einer Pressekonferenz die angekündigten Gegendemonstrationen. Linke Gruppierungen würden "bewusste Hetze" gegen die Burschenschafter betreiben.

Die "Vorväter" der Burschenschafter hätten stets für Demokratie und Freiheitsrechte gekämpft, meinte Strache, der bei der Veranstaltung auch die Festrede halten wird. Daran wolle man sich bei der Feier anlässlich des 150-jährigen Bestehens der Burschenschaften erinnern.

Die angekündigten Gegendemonstrationen kritisierte der FPÖ-Chef heftig: Dem "linken Lager" gehe es nicht um eine objektive Debatte, sondern ausschließlich um "Hetze und Hass gegen eine demokratische Bewegung".

Warum sich die Medienöffentlichkeit der Veranstaltung auf eine Pressekonferenz mit ihm und dem Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf (FPÖ) beschränkt, wollte Strache nicht ausführlich kommentieren: Er wisse nichts davon, dass man Medienvertreter zunächst zum Kommers eingeladen und dann wieder ausgeladen hatte. In der Vergangenheit sei die Berichterstattung aber oft "einseitig" und "diffamierend" gewesen. Ein Sprecher der Burschenschafter bat daraufhin um Verständnis, dass die Feier "nicht gestört" werden wolle.

SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas nannte Straches Auftritt beim Kommers unterdessen "peinlich". Statt an Lösungen für ein friedliches Zusammenleben interessiert zu sein, widme sich der FPÖ-Chef lieber "im Kreise dubioser Gestalten ewiggestrigem Gedankengut, Deutschtümelei und absurden Ritualen", meinte sie in einer Aussendung. Straches Auftritt sei aber "wenig erstaunlich", da sich die Freiheitlichen in den vergangenen Jahren zum "Auffangbecken von Burschenschaftern aus rechtsrabiaten Studentenverbindungen" entwickelt hätten. "Bezeichnend" ist für Rudas außerdem, dass Medien bei dem Kommers nicht zugelassen sind.

Bei der Veranstaltung der Burschenschafter werden über tausend Teilnehmer aus ganz Europa erwartet. Die Polizei hat aufgrund der Gegendemonstrationen ein umfangreiches Platzverbot rund um die Hofburg ausgesprochen. (APA/red)

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Posting 1 bis 25 von 990
Lichtfreak
01.02.2010 14:27
Lustig!

Schreibt hier einer z.B: ich mag die Farbe weiss nicht - dann ist er hier unwiederbringlich und gaaanz gaaanz sicher einer, der die Farbe schwarz abglöttisch liebt!

Wer in so einfachen Schemen denkt.....

LightCurves
30.01.2010 15:42

wieso bekommt dieser abschaum für diese ungustiöse veranstaltung die hofburg?

ente52
 
30.01.2010 10:38
was denkt sich

so ein standard eigentlich, wenn er zuerst ein video veröffentlicht, das er aber nach einiger zeit wieder entfernt... reingrutscht?...doch peinlich?...oder auftrag von oben? ...datenschutz missachtet?... klagsdrohung? ... angst vor der eigenen courage bekommen?

Christian ***
30.01.2010 08:03
der Strache muss natürlich auch seinen Senf dazu geben!

http://www.youtube.com/watch?v=-JUhh_ng07M

http://www.youtube.com/watch?v=abJ6r8J1A6w

Childerich von Bartenbruch
31.01.2010 00:25
vielen dank ...

... für den link!

da wirkt er ja wirklich ziemlich lächerlich mit seinem dummen gekicher!

JetztOderNIe
30.01.2010 01:17
Demo gegen Nazis?

Verboten!

Sagt wohl eh schon alles.

say cheese
30.01.2010 00:54
wo ist das video?

ilster
29.01.2010 21:01

Der wirkliche Führerstaat ist die EU. Österreich ist zum US-Vasallen verkommen....

Viele Infos auf www.webinformation.at

Dan12
01.02.2010 14:13

buhahahahahahahar

mirko burijan
29.01.2010 19:31
warum steht das video mit strache am anfang nicht mehr zur verfügung?


:(

the photographer
27.12.2009 17:46
RECHTE INTERNETSEITEN

wie alpen-donau-info werden vom Innenministerium weder vom Netz genommen, noch wird irgendetwas gegen RECHTSEXTEMISTISCHE (Holzer) unternommen.
Das Ministerium hat eine ÖVP-Ministerin.
Kalkül der ÖVP: Potentiellen Koalitionspartner nicht verärgern. Dafür sind die Herrschaften dann auch völlig HALTUNGSLOS.
Ob sie da nicht Geister rufen, die sie dann nicht mehr los werden?

teukros
30.01.2010 14:40
der server von

alpen-donau info liegt in kalifornien, daher kann das innenministerium da wenig tun.

eliaas
03.12.2009 18:46
was wäre strache...

Möchte gerne wissen wenn keine ausländer in Österreich wären,was wäre strache? Sicher Arbeitlos weil er null ahnung von andere sachen hat ;-)

Sicherheit NEIN DANKE! Strache ist besser!
01.02.2010 16:29
Ein echtes Hirnederl, aber die primitive Jugend

und die Strotter glauben an ihn!
Da sieht man wie viele Idioten in Wien leben!
Von nichts eine Ahnung, weil sie unter schwarz/blau nicht gearbeitet haben und jetzt sicher auch nicht arbeiten wollen!
Aber einmal können dann die Eltern auch nicht mehr überall einspringen!!!

Phil_Anthrop
15.12.2009 15:10

er hat ja auch keine Ahnung von der Integrationspolitik, und will ja auch keine Lösung dafür, das hat die FPÖ ja in ihrer Regierungszeit bewiesen. Die Probleme von Jugendlichen heute sind die Fehelr von Schwarz/Blau von gestern.

teifl
28.11.2009 12:16
strache hat ein problem, er weiss gar nicht was es bedeutet eine Meinung zu haben! lol

er verwechselt eindeutig Meinungsfreiheit mit
- Gehirnwäsche,
-Dummheiten verbreiten,
-Leute ausnützen
- und irgendeinen Schwachsinn reden.

Lieber Mann,
Zwischen eine richtige Meinung haben
und dem was sie da machen gibt es einen grossen Unterschied.
gehschlafenfaigale

Alexander Patjomkin
24.11.2009 16:01
Die hitzigen, "modernen" Jungs und Girls

sollten schon lange erkannt haben, dass man in erster Linie immer gegen die Gefahren der Gegenwart und Zukunft kämpfen muss und nicht mit den Phantomen der Vergagenheit Luftboxen veranstaltet.

rorschach
25.11.2009 10:43
sehe ich genauso

gegen burschenschafter und ihre gesinnung - gestern, heute und morgen kämpfen!

Alexander Patjomkin
30.11.2009 11:46
Ja, nur Du bist wie ein Fussballer, der auf dem Rasen herumläuft,

ohne zu wissen für welche Manschaft er eigentlich spielt.

rorschach
30.01.2010 18:23
nein bin ich nicht ehrlich - kein fußballer

aber du scheinst irgenwie keine ahnung zu haben was sache ist oder?

pfarrer wiese
24.11.2009 14:27
den burschenschaften muss es schon sehr schlecht gehen ...

denn strache ist kein akademiker, hat nicht mal die matura .

früher waren personen mit dieser ausbildung bei burschenschaften nicht akzeptiert (satisfaktionsfähig heißt das bei denen). man konnte sie nicht zum duell fordern da sie gesellschaftlich nicht den gleichen stand hatten.

ja in der not frisst ma auch a krot.

Sicherheit NEIN DANKE! Strache ist besser!
01.02.2010 16:32
Primis bis zum höchsten Level!!!

skip it
30.11.2009 07:55
was heisst "bei denen"?...

...ich bin kein burschenschafter und der strache ist auch bei mir net satisfaktionsfaehig.

die "burschen" uebrigens auch net.

Herzog Stuhl
24.11.2009 16:53
Pennale Burschenschaft

Strache ist Mitglied einer pennalen Burschenschaft (=Mittelschulverbindung). Pennale Verbindungen gibt es in Österreich schon seit mehr als 100 Jahren, als Mitglied muss man nicht Akademiker sein, sie haben auch einen eigenen Fechtbrauch.

trotzdem
30.11.2009 01:18

Und die Wehrsportübungen befähigen ihn sicher für höhere Weihen im Mittelschüler Fechtverband.

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