Laut Umfrage attestieren 50 Prozent der aktuellen Koalition bessere Arbeit, 34 Prozent finden das nicht - Sonntagsfrage: 29 Prozent für SPÖ, 34 Prozent für ÖVP
Wien - Ein Jahr nach der Neuauflage der rot-schwarzen
Koalition verfügt die Regierung unter Werner Faymann (SPÖ) und Josef
Pröll (ÖVP) über bessere Umfragewerte als das Duo Alfred Gusenbauer (SPÖ)
und Wilhelm Molterer (ÖVP). In einer vom Nachrichtenmagazin "profil"
beauftragten Umfrage von Karmasin Motivforschung attestierten 50
Prozent der Befragten der aktuellen Koalition eine bessere Arbeit.
Das berichtete "profil" am Samstag in einer Vorausmeldung.
34 Prozent der Befragten gaben hingegen an, sie fänden die
aktuelle Regierungsarbeit nicht besser. 16 Prozent wollten sich dazu
nicht äußern.
Für 34 Prozent hat sich im vergangenen Jahr Vizekanzler Pröll
profiliert. Nur 13 Prozent nannten Kanzler Werner Faymann. Je 4
Prozent der Befragten gaben an, Außenminister Michael Spindelegger
(ÖVP) beziehungsweise Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) hätten sich
besonders hervorgetan. Bildungsministerin Claudia Schmied (SPÖ) tat
dies für 3 Prozent. Weitere 2 Prozent fanden die Entwicklung von
Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) bemerkenswert. 28
Prozent meinten, keiner hätte sich besonders profiliert. 12 Prozent
wollten sich nicht festlegen.
Wirtschafts- und Bildungspolitik
Inhaltlich halten 38 Prozent die Wirtschaftslage für das
wichtigste Thema nach einem Jahr Regierung. Auf Platz 2 liegt mit 24
Prozent Zustimmung die Bildungspolitik. 18 Prozent der Befragten
gaben an, ihrer Meinung nach sollten die Themen Kriminalität und
Sicherheit Priorität werden. Nur 15 Prozent nannten die
Ausländerpolitik. Bei 1 Prozent waren es andere Themen. 4 Prozent
hatten dazu keine Meinung.
Bei der Sonntagsfrage kommt die SPÖ laut "profil" derzeit auf 29
Prozent (+1 Prozentpunkt im Vergleich zum Oktober), mit 34 Prozent
(-1) würde die ÖVP weiter klar gewinnen. Die FPÖ käme auf 21 Prozent
(-1), die Grünen erneut auf 10 Prozent, das BZÖ auf 5 Prozent (plus
1).