Spannungen mit Venezuela

Kolumbiens Streitkräfte in höchster Alarmbereitschaft

21. November 2009, 08:35

Verteidigungsminister Silva veröffentlicht Erklärung nach Sitzung des kolumbianischen Sicherheitsrates

Bogota - Kolumbien hat angesichts der wachsenden Spannungen mit dem Nachbarn Venezuela seine Armee in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Verteidigungsminister Gabriel Silva erklärte am Freitag, die kolumbianischen Streitkräfte seien darauf vorbereitet, "jedwede Aggression gegen Kolumbien" zu verhindern. Linie der Armeeführung und von Präsident Alvaro Uribe sei es jedoch, "sich nicht provozieren zu lassen". Die Erklärung des Verteidigungsministers wurde nach einer Sitzung des kolumbianischen Sicherheitsrates in der nahe der Grenze zu Venezuela gelegenen Stadt Arauca veröffentlicht.

Brücken zerstört

Am Tag zuvor waren zwei Fußgängerbrücken, welche die beiden Nachbarstaaten verbanden, auf venezolanischem Gebiet zerstört worden. Nach Darstellung der Behörden in Caracas waren diese Brücken illegal und dienten dem Schmuggel. Die Regierung in Bogota wertete die Zerstörung der Brücken hingegen als "Verletzung internationalen humanitären Rechts".

Seit Juli nehmen die Spannungen zwischen den beiden südamerikanischen Nachbarstaaten zu. Verschärft wurden sie im Oktober durch die Unterzeichnung eines Militärabkommens zwischen Kolumbien und den USA. Die Vereinbarung erlaubt den US-Streitkräften für die nächsten zehn Jahre die Nutzung von mindestens sieben Stützpunkten in Kolumbien.

Nach US-Angaben sollen die Stützpunkte für den Kampf gegen Drogenhandel und Terrorismus genutzt werden. Die Pläne stoßen bei den linksgerichteten Regierungen der Nachbarländer Venezuela und Ecuador auf scharfe Ablehnung. Sie werfen den USA vor, ihren Einfluss in Lateinamerika vergrößern zu wollen. (APA)

Kommentar posten
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sauraumpfa
00
28.11.2009, 02:46
la otra mirada - una perspectiva cultural de la prevencion

lösungsvorschläge für kolumbien - wenn der uribe diese vorschläge umsetzt oder es zumindest in bereichen versucht werde ich auch sein freund.

http://www.unodc.org/pdf/colom... mirada.pdf

hansito
00
28.11.2009, 09:26

... und wenn Chavez dann endlich gegen die FARC und ELN vorgeht, dann werde ich mich freuen.

http://www.globovision.com/news.php?nid=134217

sauraumpfa
00
1.12.2009, 01:07
lieber hansito - wenns der chavez

in venezuela macht und nicht in kolumbien bin ich ganz ihrer meinung.

hoffendlich nimmt er nicht eines tages das argument der uribe regierung und bombt ein rebellen oder para lager auf kolumbianischer seite!

hansito
00
1.12.2009, 06:43

Falls des noch net checkt ham, der Chavez ist ein Freund der FARC und der ELN. Also, was wollens jetzt eigentlich?

sauraumpfa
00
28.11.2009, 02:26
so erfolgreich ist der "Plan Colombia" - die sogen. hilfe der USA - teil IV

While applauding the successes those at the helm of power have clearly turned a blind eye to the cause and consequences of their actions. It is increasingly apparent when reflecting upon such conditions that Washington and Bogotá are not carrying out an attack against drugs but are rather waging war on the poor.

James J. Brittain, teaches sociology at Acadia University, Wolfville, Nova Scotia.
http://bogota.usembassy.gov/pr_75_061109.htm
http://www.elespectador.com/noticias/... n-de-droga

sauraumpfa
00
28.11.2009, 01:51
so erfolgreich ist der "Plan Colombia" - die sogen. hilfe der USA - teil III

Prohibitionist policies based on eradication, interdiction and criminalization of consumption simply haven’t worked. Violence and the organized crime associated with the narcotics trade remain critical problems in our countries … Over the last 30 years, Colombia implemented all conceivable measures to fight the drug trade in a massive effort where the benefits were not proportional to the resources invested.”

Even Colombia’s current Foreign Minister, Rodrigo Pardo, has entered into the debate contradicting Washington’s claim of success. Pardo expressed the people of Colombia are “tired of the drug strategy … what we have done has not worked ... We have put so much money and effort into it yet the statistics remain the same”.

sauraumpfa
00
28.11.2009, 01:47
so erfolgreich ist der "Plan Colombia" - die sogen. hilfe der USA - teil II

“The general and indiscriminate aerial spraying of crops damages farmers who have no other options, the helpless producers, testers without life projects or jobs, but does not eliminate the persistency of the drug plantations,” the Council President argued.”

César Gaviria Trujillo, president of Colombia between 1990-1994, added his protest to the current approach to eliminating drugs in Colombia. In November, he (alongside Fernando Henrique Cardoso – former president of Brazil and Ernesto Zedillo Ponce de León – former president of Mexico stated:
“The war on drugs has failed. And it’s high time to replace an ineffective strategy with more humane and efficient drug policies …

sauraumpfa
00
28.11.2009, 01:44
so erfolgreich ist der "Plan Colombia" - die sogen. hilfe der USA - teil I

“Colombia’s National Planning Council" claimed … the fight against drugs is lost and the current government’s ‘Democratic Security’ policy in large part is responsible for the systematic increase in human rights violations in the country. The president of the council, Adolfo Atehortua, condemned the nation’s anti-drug policy, saying that it had been a total failure.

As proof, he said that neither the number of hectares planted with illicit crops nor the net production of drugs had been significantly reduced. He also suggested that the spraying stop as it was increasing poverty in rural areas, reported newspaper El Espectador.

sauraumpfa
00
27.11.2009, 23:31
U.S. Military Documents Show Colombia Base Agreement Poses Threat to Region By Garry Leech · 6/11/ 2009

Leaders in South America have publicly expressed their concerns regarding the recently-signed agreement between the U.S. & Colombian governments that provides the U.S. military with long-term access to seven bases .
Some leaders, Venezuela’s President Hugo Chávez in particular, have claimed that the agreement poses a threat to S. American nations.

The recently released text of the base agreement and a related U.S. military document confirm that the fears of Chávez and other S. American leaders are not mere paranoia. The documents make evident that U.S. military objectives extend beyond Colombia’s borders, stating that the Palenquero Air Base “provides an opportunity for conducting full spectrum operations throughout S. America"

gistof
13
26.11.2009, 23:54
Kann mir eigentlich jemand erklären

warum bestimmte Leute (und davon gibt es sogar in Österreich eine Menge) diesem Chavez wie ein Schoßhündchen hinterherlaufen und sich an seinen Füßen reiben wollen? Das ist ein stinknormaler südamerikanischer Staatschef mit clownesken Tendenzen, warum flippen bei dem alle derart aus? Weil er mit dem Psycho aus dem Iran in die Hapfn steigt?

yomellamo
00
28.11.2009, 16:38

.. weil er den Anti-USA-reflex bemüht und weil er sich als "links" bezeichnet.

Horst Holger
00
2.12.2009, 23:17
ausserdem bezeichnet er sich als "Sozialist"

was aber für Venezuela Kenner absolut nichts mit dem Wort "sozial" zu tun hat (außer man versteht darunter das "in die eigene Tasche stecken" als "sozial"). Dank Chavez hat die Kriminalität, Teuerungsrate, Korruption sowie Armutsrate Höhen erreicht wie nie zuvor. Auch eine Leistung!

Fritz Wunderlich
00
26.11.2009, 11:28

http://bazonline.ch/ausland/a... y/23546595
http://de.indymedia.org/2007/09/1... 4559.shtml
weder uribe noch chavez sind leute, denen man die hände schütteln würde, würden sie nicht staaten vertreten

kaloka
51
24.11.2009, 12:17
Sturm im Wasserglas

Das meint der Oppositionsführer in Kolumbien dazu:

"Chávez nutze das Schreckgespenst des äusseren Feindes, um die eigenen Reihen vor den Parlaments*wahlen* im kommenden Jahr zu schliessen. ... Chavez sei durch Obamas Charme-Initiative fast der Feind abhandengekommen. Das Militärabkommen habe ihn aus dieser misslichen Lage befreit.

Aber auch Uribe sei ein Staatschef, der nicht ohne Feindbild regieren könne. Die marxistischen FARC-Rebellen habe er inzwischen so sehr geschwächt, dass das venezolanische Kriegsgerede vor der Präsidenten*wahl* im kommenden gerade recht komme."

http://bazonline.ch/ausland/a... y/13269156

Nowotila
106
23.11.2009, 12:27
Wann errichtet Venezuela Stützpunkte in Mexiko

zum Kampf gegen den Drogenhandel, versteht sich.

Wann errichtet Rußland Militärstützpunkte in Kuba gegen den Drogenhandel, versteht sich.

Der Einmarsch der Wehrmacht in Polen war ja bekanntlich auch nur dem Kampf gegen Drogen gerichtet, das hatte auch nichts mit Expansion und Imperialismus zu tun.

Alles nur im Kampf gegen die Drogen. Die Zeitungen berichteten 1939 ausführlich über die edlen Beweggründe für die Exkursion.

Nicolas Castillo
21
24.11.2009, 15:49
weil Mexiko das vielleicht nicht will ...

schon mal über diese Möglichkeit nachgedacht?

insertnamehere
 
23
23.11.2009, 18:43
Die USA werden also in Kürze Kolumbien überfallen, ja?

Und Chavez darf in Ihrer kleinen Scharade Väterchen Schdalin spielen?

GIBT es einen Vergleich, der Ihnen NICHT zu blöd wäre?

wider den rechten Kanaillen
35
24.11.2009, 09:21
Eine Kolonie muss nicht überfallen werden,

eine Kolonie wird vom Mutterland aus regiert.

Wenn eine Besatzungsmacht so weit geht, dass die Besatzungstruppen offen Immunität gegen Menschenrechtsverletzungen und kriminelle Handlungen jeglicher Art geniessen, so wie die GI´s in Kolumbien - so ein Land muss nicht überfallen werden.

insertnamehere
 
01
27.11.2009, 13:14
Aha.

Die USA überfallen Kolumbien also NICHT.

Die Parallele zu '39 ist also die, dass ...

hansito
42
25.11.2009, 04:05

Seit wann ist Kolumbien eine Kolonie der USA? Jetzt übertreibens wieder einmal gewaltig. Eher trifft zu, dass Venezuela ein Ableger Cubas ist, und Bolivien ein Ableger Venezuelas. Sie Traumtänzer und verblendeter Idiot!

Nowotila
11
26.11.2009, 10:01
Gibt es ein Posting dieses Hansitos,

in dem er nicht beleidigend wird?

Da weiß man doch, welcher Ton zu Hause gesprochen wird.

hansito
11
28.11.2009, 09:27

Ich bin direkt, Sie sind ein Lügner! NOch FRAGEN?

diamant
31
24.11.2009, 12:15
Die GI's in Kolumbien moegen vieles sein,

'Besatzungstruppen' sind es aber in keinem Fall!
Rechtlich schon gar nicht.....

wider den rechten Kanaillen
00
27.11.2009, 13:20

Deshalb also die Immunität gegenüber Straftaten?

Spätestens wenn eine ausländische Militärmacht Immunität in einem Land geniesst, und damit nicht mehr der Gesetzgebung eines Landes unterliegt, ist die Militärmacht eine Besatzungsmacht, die tun und lassen kann, was sie will.

Die Immunität wurde vereinbart. Straftaten sind also geplant.

Typisch für eine Kolonie: die Gesetze werden in anderen Ländern gemacht.

yomellamo
52
23.11.2009, 16:52

seit wann werden drogen von Mexiko nach Venezuela verschifft?

Man kann dem Cubanischen regime viel vorwerfen, aber die grosse drogen-anbau-insel ist cuba jetzt nicht gerade. Die schaffen es ja dort nicht einmal genuegend zu essen fuer die eigene bevoelkerung anzubauen. Warum sollte also jemand auf die idee kommen dort gegen drogen-anbau vorzugehen?

In Kolumbien ist die lage ein bisserl anders, Kolumbien ist leider ein drogenanbau-land. Und nachdem kolumbien von seinen nachbarn keine hilfe bekommt muss sich kolumbien halt bei den Amis um hilfe umschauen.

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