Triumph der Privatisierung

20. November 2009, 18:57
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    Gauß: Bonus-Zahlungen für Sanierer überfällig!

Erinnerungen an die barbarischen Zeiten, als sich Post und Eisenbahn noch in Staatsbesitz befanden - Kommentar der anderen von Karl-Markus Gauß

Erinnerungen an die barbarischen Zeiten, als sich Post und Eisenbahn noch in Staatsbesitz befanden. Und eine Danksagung an die Kräfte des Fortschritts, die das Volk aus der etatistischen Knechtschaft befreiten - Von Karl-Markus Gauß

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Manchmal quälen mich Erinnerungen an die barbarischen Zeiten, in denen ich jung war. Damals mussten wir in dem Viertel, in dem ich aufwuchs, einen Briefträger erdulden, der sich die Frechheit herausnahm, die Post wirklich jeden Werktag zuzustellen. In jener Ära der Unfreiheit befand sich die Post in Staatsbesitz und sah ihren Auftrag lächerlicherweise darin, die Bevölkerung mit ihren Postsendungen, nicht Versager mit Posten als Sanierer zu versorgen. - Aber was heißt Versager? Ist es ein Versagen, wenn in dem Salzburger Stadtteil, in dem ich jetzt wohne, die Post mitunter nur mehr einmal in der Woche zugestellt wird? Nein, keineswegs. Denn erstens: Die viele Arbeit! Wer möchte schon dauernd von Briefen behelligt werden, die er womöglich auch noch beantworten soll?

Leidensgenosse Molterer

Die Post, indem sie diese nicht zustellt, macht sich verdient um die Lebensqualität der Bevölkerung. Und zweitens schult uns die Post, die für einen erkrankten Briefträger keinen Ersatz mehr auf den Weg schickt, pädagogisch in die Privatisierung ein, deren Vorzüge wir erst zu nützen lernen müssen. Wenn die öffentlichen Dienste nämlich vollständig privatisiert sein werden, wird der Kunde König sein und als unumschränkter Alleinherrscher über sein Leben für alles selber sorgen dürfen: Es ist ihm dann erlaubt und angeraten, die Briefe, die er schreibt, auch gleich selber zuzustellen. Sein Geld darf er dann ohne weiteres bei Instituten der privaten Pensionsvorsorge abgeben, die es für ihn verspekulieren. Und gegen ordentliche Bezahlung darf er seine Kinder sogar auf Schulen und Universitäten schicken, in denen nicht in überfüllten Hörsälen und von überfordertem Personal staatlicher Druck ausgeübt wird, sondern private Förderung der vielen Talente angesagt ist, die in den Sprösslingen schlummern.

Reden wir also nicht vom Versagen, sondern vom Triumph der Privatisierung. Bizarre Vorstellung, dass die Post einmal nicht dazu da war, Aktionären Gewinne zu bescheren, sondern Zeitungen, Briefe, Pakete zuzustellen oder darauf zu schauen, dass das Telefonnetz in Ordnung ist! Er durchdringt mich immer noch, der vor religiösem Eifer flackernde Blick des Bundeskanzlers Wilhelm Molterer, als er vor drei Jahren im ORF - privatisieren! - verkündete, dass das noch immer viel zu große und viel zu gut funktionierende Unternehmen Post weiter und weiter privatisiert werden müsse. Es war eine Form von heiligem Irresein in ihm, der Furor jener österreichischen Fundamentalisten, die die Welt privatisieren wollen, nicht weil es den Menschen nützt, sondern weil es gottgefällig ist, auch wenn darüber alles in Scherben geht. Schon damals dachte ich mir, Österreich ist zu klein für einen Mann von so großen Visionen, den müssten wir als Kommissar nach Brüssel schicken, denn auch in der Europäischen Union gibt es noch allerhand Dinge, die darauf warten, gründlich kaputtgemacht zu werden.

Als Molterer und ich, die wir dem gleichen Jahrgang angehören, die Schule hinter uns hatten, da wurden wir als Staatsknechte dazu gezwungen, die Gratisfahrkarten für Studenten in Anspruch zu nehmen. Und wenn die Molterers und ich nach zwei, drei Semestern darauf kamen, dass wir uns für das falsche Fach entschieden hatten, und daher die Studienrichtung wechselten - was ich zum Beispiel gleich mehrfach tat, bis ich das mir Gemäße gefunden hatte -, dann mussten wir es hinnehmen, dass unsere Eltern trotzdem weiterhin die Kinderbeihilfe ausbezahlt bekamen.

Das ist entwürdigend, und darum war ich glücklich, dass mir das Finanzamt dreißig Jahre später, als sich mein Sohn das Gleiche erlaubte wie ich, nämlich es mit einem anderen Fach zu probieren, gleich die Kinderbeihilfe gestrichen hat. Vor allem in Familien, die es auf weniger Einkommen bringen als die meine, wird der Zusammenhalt wesentlich inniger ausgestaltet, seitdem die Eltern gestraft werden, wenn sich ihre Kinder nicht schon mit achtzehn auf eine Schiene stellen lassen, auf der es dann, nicht links, nicht rechts schauen, hurtig durch die Ausbildung und hinein ins Berufsleben geht.

Wer sich auf der Universität ein Bild von der Welt machen, sich also bilden will, der kann dies jetzt würdevoll gegen den Staat tun, er ist nicht mehr, wie damals wir, auf etatistische Demütigungen angewiesen. Seltsam genug, dass von meinen Studienkollegen gerade die etwas zuwege gebracht haben, die sich am längsten nicht entscheiden mochten und sich ein paar Semester lang in ganz verschiedenen geistigen Revieren umgesehen haben.

Als ich den Minister Hahn vor einiger Zeit im ORF - keine Sorge, was das Programm betrifft, privatisiert er sich schon selbst - über sein Konzept der Universitäten sprechen hörte, also darüber, dass er keines habe, dachte ich mir: Für den Mann sind die österreichischen Probleme zu klein, deswegen weigert er sich, gekränkt über die Unterforderung, ein paar Ideen zu ihrer Lösung zu entwickeln. Gerade weil er zu Hause nichts zustande bringt, muss er unser Mann in Brüssel werden, damit er an großen Aufgaben reife.

Manchmal, wenn ich an meine schwere Jugend denke, als die Züge noch fuhren, weil es Leute gab, die von da nach dort transportiert werden wollten, und nicht, weil Börsianer daran etwas verdienen mussten, wird mir ganz schlecht. Was war das für eine Welt verglichen mit der, die wir unseren Kindern hinterlassen!

Warnendes Beispiel

Das wollte ich dankbar auch der Salzburger Post mitteilen, die mir letzte Woche nur an zwei von fünf Werktagen Briefe zugestellt hat. Aber ach, ich habe Stunden am Telefon zugebracht und fand doch keinen, der für das, was ich kundtun wollte, der richtige Empfänger gewesen wäre. Ich wurde durchgereicht, von einer Hotline zur nächsten, ziemlich lange verweilte ich telefonisch in Bad Hall, im schönen Tirol, in das mich eine Mitarbeiterin der Salzburger Post zur Erholung umgeleitet hatte, dann ging es in die Hauptstadt, wieder nach Salzburg, bis mich ein freundlicher Herr bat, kurz zu warten, und nach zehn Minuten das Besetztzeichen erklang.

So ging es munter hin und her, ohne dass es mir gelungen wäre, einen Zuständigen zu erreichen und zu bitten, mir die Post, wenn's genehm ist, auch weiterhin nur mehr zweimal in der Woche auszuliefern, denn als ich kürzlich in Moldawien war, im ärmsten Land Europas, habe ich den Ärger der Leute gesehen, die dreimal in der Woche ihre Post in Empfang nehmen mussten.

Was die Privatisierung von Post und Bahn anbelangt, sind meiner Meinung nach längst wieder ein paar Bonus-Zahlungen fällig; nicht für die Mitarbeiter, die kleinmütig vor einem Desaster gewarnt haben und an denen jetzt zahllose Kunden ihr Mütchen kühlen. Nein, der Bonus gebührt denen, für die gilt: Wer nichts ist und wer nichts kann, saniert die Post und Eisenbahn.  (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 21./22.11.2009)

Zur Person

Karl-Markus Gauß, geb. 1954, Schriftsteller, Essayist und Herausgeber, lebt in Salzburg; zuletzt erschienen: "Die fröhlichen Untergeher von Roana" (Zsolnay, 2009).

    Kommentar posten
    Posting 1 bis 25 von 346
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    Alfred09
    00
    30.11.2009, 21:23
    Ich glaubs nicht (Satire oder was?)

    Nachdem mir eine Freundin den Link zum Artikel geschickt hab, hab ich mich köstlich amüsiert bei der Lektüre und bei manchen Passagen auch so einiges wiedergefunden. Gute und nette Satire.
    Und dann habe ich eher zufällig die Postings zu lesen begonnen und komm aus dem Staunen nicht mehr raus. Hallo, das ist eine Satire, kein politisches Manifest, dass man jetzt gleich mit allen möglichen und unmöglichen Kanonen des Neoliberalismus totschiessen müsste.
    Habs nett gefunden und bin auch einige Male nachdenklich geworden: z.B, dass ich jetzt viel billiger und länger telefonieren kann, aber keine Briefe mehr schreib und auch nicht in den Genuss des Öffnens eines lange erwarteten Briefes komme.

    Werner Broser
    00
    24.11.2009, 13:03
    die gute alte Zeit

    Ein großer Denker der Herr Gauß, allerdings Carl Friedrich.
    Vermutlich sehnt sich Herr Gauß auch noch nach Honecker und Breschnew.
    Es gilt hier: Wer nichts ist und wer nichts kann, der schreibt halt an Roman...

    Walter Tiefenthaler
    00
    29.11.2009, 11:05
    der unterschied...

    ...der herr gauss verdient als profi geld mit seinem talent, was man von den versagern in den betreffenden chefpositionen nicht sagen kann.

    somit verbleiben wir...
    00
    23.11.2009, 13:29

    jaja die gute alte staatsbahn. um eine heile welt vorzugaukeln wurde nicht einmal nachgezählt wie hoch sie verschuldet war (war aufgrund der ausgestaltung von regiekostenrechnung, etc auch gar nicht möglich). was interessierte das den steuerzahler?

    project subvert
    01
    22.11.2009, 23:16

    Na klar, die Pivatisierung der Post ist die Wurzel allen Übels. Gebt uns bitte, bitte die guten alten Zeiten zurück, in denen die Briefe, die nicht verschwunden waren täglich zugestellt bekommen hat.
    In denen ein Telefonanschluss binnen 4 Monate hergestellt war, und in der die Konkurrenz- und Narrenfreiheit des staatlich wohlbehüteten Unternehmen für die günstigsten und zuverlässigsten Telekommunikationsdienstleistungen die man sich wünschen kann sorgten...

    So oder so, wenn man für 20€/Monat Internet, Festnetz und Handy mit vergleichsweise günstigem Tarif bekommt, kann man sich doch nicht ernsthaft dermaßen über die Öffnung des Marktes beschweren, die dies erst ermöglicht bzw erzwungen hat...

    Poldi Fesch
    00
    22.11.2009, 23:56
    na doch,

    wie man, ueberrascht, sieht

    yes2bertl
    11
    22.11.2009, 18:32
    Welch' feine Klinge.

    Dachte, das sei vollkommen ausgestorben hierzulande.
    Danke Herr Gauß.

    PV
    11
    22.11.2009, 18:16

    Post und Bahn sind heute ebenso ineffizient wie früher - nur wurden diese vor Jahren mit Geldern der Steuerzahler überhäuft. Das funktionieren dieser Institutionen sowie des Wohlfahrtsstaates wurde auf Kosten der folgenden Generationen finanziert.

    Le Monde
    00
    27.11.2009, 21:23
    Sie dürften ja der ganz schlaue sein:

    die post hat jedes jahr über 8 mrd. ats an den staat (steuerzahler) abgeliefert. der staat konnte damit vielleicht Ihre familienbeihilfe oder Ihr gratisstudium finanzieren!

    Der Ruhestifter
     
    24
    22.11.2009, 18:14
    Ich kann mich noch an 1/4-telefone erinnern...

    Auf die man lange warten musste. Die gebühren waren auch exorbitant hoch. Und die hochlöbliche post und bahn wurden mit irrwitzigen summen subventioniert. Und in gewissen ögb-eigenen betrieben haben geweerkschafter die mitgliedschaft bei der spö verlangt. und posten in vielen bereichen wurden bis in die unterste ebene nac proporz vergeben.

    War eine schöen zeit. Besonders für solche bedingungslos autoritäs- und staatsgläubige spießer wie Karl Gauß.

    Franzi Sobotka
    20
    22.11.2009, 18:26
    Netter Versuch *gähn*

    Poldi Fesch
    00
    22.11.2009, 19:56
    vielleicht

    nicht wahr ?

    Nichtschweiger
     
    01
    22.11.2009, 19:07
    Und sie machen schon gar keinen Versuch...

    ...ihren Standpunkt klar zu legen bzw zu rechtfertigen. Peinlich schwaches Posting!

    Der Ruhestifter
     
    00
    22.11.2009, 18:36
    Ach ja! An dumpf-bornierte beamte erinnere ich mich auch

    So typen, wie Sie einer sein dürften. Leute, die sich unheimlich erwachsen und überlegen dabei fühlten, in der sicherheit der pragmatisierung die interessen der bürger für lächerlich zu halten, von denen sie lebten. Dumpf grinsende parasiten. Gibt's natürlich immer noch, haben aber allmählich zum glück etwas weniger grund zum grinsen.

    Bello Ragazzo
    00
    22.11.2009, 17:56
    Ja, das waren noch Zeiten!

    Da konnte man noch billig mit seinem Viertelanschluss um 5 Schilling pro Minute Ortsgespräche führen und ein Viertelliter Schlagobers kostete nicht mal 30 Schilling.

    Na gut, die Verstaatlichten Debakel hätten alle Steuerzahler fast in den kollektiven Suizid getrieben, aber wer hat mit denen schon Mitleid?

    Jetzt ist es halt das Bankendesaster und es hat sich nichts gändert, die Republiksklaven haften wie immer für ihre Nomenklatura, egal in welcher Farbe diese gerade Auftritt.

    Hier gehts nicht mal mehr um die Coleur von Kaisers Bart, sondern nur mehr wie viel von meinem Einkommen mir der österreichische Pass Wert ist...

    Viper001
    63
    22.11.2009, 17:15
    auf den Schwachsinn


    den dieser Herr Gauss hier absondert gibt's nur einen passenden Kommentar..

    von Ortner..

    http://www.ortneronline.at/?p=2278

    sociovation
    11
    22.11.2009, 17:46
    Auf ersten Blick ziemlich krank

    was da auf der zitierten Webseite abgeht.
    Wobei: Allein der Titel der Seite und vor allem die Reaktion auf den gegenständlichen Kommentar dürfte ziemlich eindeutig darafu hindeuten, dass Hr. Ortner sich einen ziemlichen Spass mit seinen (neoliberal eingeengten) Lesern erlaubt.
    Ironie at its best, würde ich sagen...

    Franzi Sobotka
    23
    22.11.2009, 17:46
    Der Ortner ist wirklich ein Paradebeispiel dafür wie man sein Gehirn zum Nichtdenken einsetzen kann

    Nichtschweiger
     
    11
    22.11.2009, 19:08
    ...und sie ein weiteres!

    WAKU
    11
    22.11.2009, 17:44
    Schwachsinn

    ist es nur den satz in den Raum zu stellen.
    Der Zug der Lemminge hinter der Kapital - Karotte ist mindestens so schwachsinnig, aber voll im Trend.

    Der Ruhestifter
     
    00
    22.11.2009, 19:55
    Schräger vergleich

    Es gibt neben schwachsinnigen auch durchaus kluge argumente dafür, infrastruktur öffentlich zu verwalten. So, wie es auch schwachsinnige und kluge argumente für die privatisierung gibt.

    Dass einer für die öffentliche verwaltung der infrastruktur eintritt, sagt also noch nichts über seine dumm- der klugheit. Aber dass er es, wie Gauß, mit lächerlichen heile-welt geschichtchen über pflichtbewusste briefträger und ironie von der qualität der wolf-martin gedichte tut, das zeigt etwas.

    Vorschlag: ich bestätige, dass viele von, denen, mit deren ansichten ich in teilen übereinstimme, ausgemachte idioten sind. Dafür denken Sie darüber nach, ob jemand nicht auch dann ein idiot sein könnte, wenn sie mit einigen seiner ansichten übereinstimmen.

    t-bonesteak
    10
    22.11.2009, 21:34
    niemand behauptet, dass früher alles super war

    auch ich kann mich noch daran erinnern, wie lange es gedauert hat, um einen telefonanschluss zu kriegen.

    die frage ist aber, ob das dogma der privatisierung tatsächlich besser ist. ich glaube nicht, wenn ich mir ansehe wie die post - getrieben vom zwang den börsenkurs pflegen zu müssen - mehr und mehr postämter schließt, den service in den pä verschlechtert und mir dafür cds, stifte und handywertkarten anbietet. und dann noch die performance eines privaten götterboten dessen ma entlohnt werden wie almosenempfänger.

    oder das desaster der britischen bahn, um ein berüchtigtes intl beispiel zu nennen.

    o.k., der staat muss nicht stahlkonzerne besitzen oder fluglinien, aber man darf nicht alles privatisieren.

    somit verbleiben wir...
    00
    23.11.2009, 13:35

    "oder das desaster der britischen bahn, um ein berüchtigtes intl beispiel zu nennen. " kannst du das näher ausführen oder plapperst du das einfach nach?

    privatisierung hat nichts mit dogma zu tun (oder wolltest du einfach nur irgendein fremdwort benutzen, dessen bedeutung du nicht kennst?) sondern ist eine reine notwendigkeit. es gibt kein ehemaliges staatliches unternehmen, dass nach der privatisierung nicht erfolgreicher war.

    Der Ruhestifter
     
    00
    23.11.2009, 09:14
    Niemand behauptet, dass früher allles super war?

    Ich lese: 'Manchmal quälen mich Erinnerungen an die barbarischen Zeiten, in denen ich jung war. Damals mussten wir in dem Viertel, in dem ich aufwuchs, einen Briefträger erdulden, der sich die Frechheit herausnahm, die Post wirklich jeden Werktag zuzustellen.' genau als versuch, die 'gute alte zeit' zu verklären. Das ist eine ärgerliche blödheit; genau wie die naive gläubigkeit an privates unternehmertum bei teilen der gegenseite.

    Diese blödheiten sind ärgerlich, weil sie eine rationale diskussion über das für-und-wieder von staatseigentum verhindern. Sie verdecken die frage, ob und wie die weiterentwicklung der produktivkräfte, die im kapitalismus durch wettbewerbsmechanismen implementiert ist, anders und vielleicht besser möglich wäre.

    Poldi Fesch
    00
    23.11.2009, 00:05
    so ein

    wenn - dann Problem
    Problem 1, die Post ist ja nicht wirklich privatisiert.
    Problem 2, es musz geklaert werden, was die "Gesellschaft" will und das musz dan auch draufstehen. Jedem Kuhdorf sein subventionierter Brieftraeger, ok. Aber, wer subventioniert, mit wieviel und was darf der Spasz kosten

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