Klagenfurter Wifi hilft Asylwerber, der zehn Tage vor Beendigung eines Schweißkurses abgeschoben wurde
Klagenfurt - Der am Donnerstag nach Kasachstan abgeschobene Saualmflüchtling Vladimir Y. wird seinen Kursabschluss als Schweißer doch noch erhalten. Das Klagenfurter Wifi, bei dem er den Kurs belegt hatte, wird ihm sein Zeugnis nachschicken. Y.s Prüfungsarbeit ist nämlich schon fertig. "Das ist doch selbstverständlich, Kunde ist Kunde", sagt Wifi-Leiter Andreas Görgei zum Standard: "Kärnten kann es sich nicht leisten, Arbeitsame und Integrationswillige zu vergraulen."
Das Kärntner Flüchtlingsreferat hingegen kannte keine Gnade, sondern schickte den rückkehrwilligen Y., der den Kurs in zehn Tagen abgeschlossen hätte, vorzeitig in sein Geburtsland zurück.
Die Kärntner Gastfamilie und das Aktionskomitee werden den jungen Mann in Kasachstan mit Geld versorgen, s er auf eigenen Beinen stehen kann. Auch Kärntens Grüne wollen ihm aus ihrem Bürgerinitiativenfonds Mittel bereitstellen, sagt Landessprecher Rolf Holub. Rund 172.000 Euro hat das Aktionskomitee dem Land Kärnten bisher durch seine private Betreuung der Saualmflüchtlinge erspart. (stein, DER STANDARD Printausgabe, 21./22.11.2009)