STANDARD-Interview

Faymann will für deutsche Studenten Ausgleichszahlung

20. November 2009, 18:21
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    foto: standard/urban

    Bundeskanzler Werner Faymann lässt nichts über die neuen Chefs in der EU kommen: "Man muss ihnen eine Chance geben."

Bundeskanzler Werner Faymann verteidigt das neue EU-Spitzenduo

STANDARD: Herman Van Rompuy hat ein Jahr Erfahrung als belgischer Premier, Catherine Ashton genauso lange als EU-Kommissarin. Romano Prodi hat schockiert auf diese Bestellungen reagiert. Gab es denn keine besseren Kandidaten für die EU-Top-Jobs?

Faymann: Es sind die Richtigen, aus mehreren Gründen. Sie haben jetzt Gelegenheit, zu zeigen was sie können. Ich habe schon oft erlebt, dass jemand am Anfang unterschätzt wird und dann umso besser dasteht. Diejenigen, die Ashton schon lange kennen, haben alle den Eindruck, dass sie engagiert Ideen vertritt. Sie geht Konflikte an mit dem Ziel, sie zu lösen, und nicht, sie zu verkomplizieren.

STANDARD: Dennoch: Beide wirken sehr unbedarft und es entsteht der Eindruck, dass das den Staats- und Regierungschefs gar nicht so unrecht ist.

Faymann: Ich kenne beide, und ich kann mich an die Zeitungsberichte erinnern, als Angela Merkel Ministerin wurde. Damals hat es auch geheißen: "Ja, kann die das denn überhaupt?" Mittlerweile ist Merkel wiedergewählte Bundeskanzlerin. Man muss jemandem, der gute Voraussetzungen hat wie diese beiden, eine Chance geben. Van Rompuy wird in Belgien attestiert, dass er Kompromisse schließen und Streitparteien zusammenbringen kann. Das ist etwas, was wir in Europa dringend brauchen. Da sind wir in vielen Fragen nicht einig, wo wir uns einig sein müssten. Stichwort: Finanzmarktkontrollen oder Arbeitslosigkeit.

STANDARD: Aber es steht doch außer Frage, dass das eine Kompromisslösung ist.

Faymann: Wenn 27 Staaten einstimmig für diese beiden Kandidaten stimmen, heißt das nicht, dass jedes einzelne Land nicht auch eigene Favoriten gehabt hat. Diesen Kompromiss muss man aber einmal zustande bringen. Ob jemand farblos ist oder nicht, stark genug oder nicht, das sehen wir in ein, zwei Jahren. Wir haben so viele drängende Fragen, wenn die EU da starke Antworten gibt, werden beide bald sehr bekannt werden. Wenn die EU schwach ist, dann werden wir alle nicht gut ausschauen. Friedensunion ist das eine, Sozialunion ist das andere. Und die erwarten sich die Menschen jetzt.

STANDARD: Engagement und guter Wille sind eines, Qualifikation etwas anderes. Baroness Ashton hat in ihrem Leben noch keine Stunde Außenpolitik verantwortet.

Faymann: Die Briten sagen, dass sie sich um Europapolitik und gerade die Diskussion um den Lissabon-vertrag federführend gekümmert hat. Dazu ist sie eine Frau, das war im Entscheidungsprozess sehr wichtig.

STANDARD: Frausein allein ist keine Qualifikation, oder?

Faymann: Das ist wahr, aber Mannsein alleine auch nicht. Es muss sie oder ihn nicht ganz Europa kennen und qualifiziert finden. Man darf ihnen aber auch ein gewisses Vorschussvertrauen geben.

STANDARD: Noch einmal: Die Regierungschefs wollen Köche bleiben und haben sich Schanis eingestellt?

Faymann: Wenn sich die 27 Regierungschefs nicht einig sind, bringen sie nichts zustande. Wenn das Parlament nicht mitzieht, dann geht auch nichts weiter. Wollen wir jemanden, der abseits von allen anderen Entscheidungsträgern steht? Oder wollen wir jemanden, der imstande ist, zu überzeugen und Entscheidungsprozesse zusammenzuführen? Ich glaube, Letzteres. Der Teamgeist muss im Vordergrund stehen.

STANDARD: Sie sagen, man muss Van Rompuy und Ashton Zeit geben. Als EU-Superpraktikanten?

Faymann: Man kann immer über jemanden etwas Abwertendes sagen. Die Bevölkerung wird uns nicht danach beurteilen, ob einer mehr oder weniger super ist, sondern danach, was wir zustande bringen.

STANDARD: Soll Benita Ferrero-Waldner weiter in der EU tätig sein?

Faymann: Ich gehe davon aus, dass sich die Kommissarin in die Privatwirtschaft begeben wird. Wenn Catherine Ashton nicht sofort als Vizepräsidentin der Kommission bestellt wird und vorerst nur ihre außenpolitischen Agenden für den Rat aufnimmt, dann könnte es sein, dass Ferrero-Waldner interimistisch die Außenhandelsagenden übernimmt.

STANDARD: Heißt Privatwirtschaft OMV?

Faymann: Da mische ich mich nicht ein. Wenn jemand vorhat, in die Privatwirtschaft zu gehen, dann wäre das verkehrt, über Firmen zu spekulieren.

STANDARD: Was sagen Sie Ihren Kritikern, die sagen, Sie verhinderten Gusenbauer und Schüssel?

Faymann: Ich habe die Leute nie darüber belogen, wo es Chancen gibt und wo nicht. Ich habe in den vergangenen Wochen in den engeren Entscheidungsprozessen zwanzig Namen gehört. Die beiden waren nicht dabei. Das heißt ja nicht, dass man über sie nicht respektvoll spricht oder dass ein Politiker sie einmal nennt. Ich habe nichts Negatives über die beiden oder andere Kollegen gehört, im Gegenteil. Aber am Schluss wurde über zehn Namen geredet. Und bei diesen war kein Österreicher oder keine Österreicherin dabei.

STANDARD: Sie sind jetzt fast ein Jahr im Amt, in dieser Zeit sind sowohl die Werte der SPÖ als auch Ihre persönlichen Werte in praktisch allen Umfragen gesunken. Wie interpretieren Sie das?

Faymann: Die Werte der SPÖ sind ziemlich stabil. Wir würden wieder das gleiche Wahlergebnis haben, ein Prozent auf oder ab. Aber das ist natürlich zu wenig. Ich bin dankbar, dass uns die Wähler mit 30 Prozent die Chance gegeben haben, an den ersten Platz zu kommen. Aber zufrieden bin ich nicht. Ich bin überzeugt: Wenn man konsequent Wahlversprechen erfüllt, keine Versprechen bricht, klare Visionen hat, wo man hin will, wenn man ehrlich ist und konsequent bleibt, dann haben wir gute Chancen, an alten Wahlerfolgen anschließen zu können.

STANDARD: In einer Woche werden Sie eine Rede zum ersten Jahrestag der Regierung halten. Was werden Sie den Studenten sagen?

Faymann: Wir bemühen uns intensiv um eine Lösung und bringen uns aktiv in den Dialog mit den Studenten ein. Die Richtung aus unserer Sicht muss sein: Studienplatzfinanzierung, Eingangsphasen statt Knock-out-Prüfungen. Es muss gewisse Regeln geben, aber der freie Zugang, insbesondere ohne Studiengebühren, ist ein Prinzip, das wir nicht aufgeben. Ich habe wirklich Verständnis für die Studenten, wenn sie verlangen, dass sie ordentliche Studienbedingungen haben. Das gehört auch zu unseren Anliegen.

STANDARD: Für die deutschen Studenten soll es eine finanzielle Abgeltung geben?

Faymann: Ideal wäre es, wenn es in Europa überall eine optimale Zahl an Ausbildungsplätzen geben würde und dieser Verdrängungswettbewerb erst gar nicht eintritt. Aber so weit sind wir nicht. Jetzt stellt sich für uns die Frage, welche Übergangsregelungen es in der EU geben kann. Ausgleichszahlungen für deutsche Studenten, die vor dem Numerus clausus flüchten, sind anzustreben. Wir lassen das jetzt prüfen. Das ist aber ein gesamteuropäisches Thema, das lässt sich in einem Land alleine nicht gut lösen. Nur so, wie wir es gerade machen.

STANDARD: Vielleicht würde es helfen, wenn Johannes Hahn Bildungskommissar werden würde.

Faymann: Das Ressort Bildung hat in der EU derzeit relativ wenig Kompetenzen. Das muss nicht ewig so bleiben. Ein Bildungskommissar hätte natürlich auch die Möglichkeiten, wichtige Fragen anzusprechen. Aber ich weiß, dass sich Gio Hahn sehr für Forschung interessiert.

STANDARD: Das Interesse der Österreicher an Politik ist auf einem Tiefststand angelangt. Ist das etwas, das Sie persönlich nehmen?

Faymann: Persönlich nehme ich, dass viele Politiker Wettbewerb so verstehen, dass sie nicht sagen, was sie selbst gut machen könnten, sondern sagen, warum der andere schlecht ist. Da meine ich die Opposition, aber auch den Koalitionspartner, manchmal auch die eigenen Leute, und ich selbst nehme mich auch nicht aus, da habe ich schon Fehler gemacht. Die Wahrheit liegt doch zwischen Streiten und Kuscheln. Unsere Kultur, Konflikte respektvoll auszustreiten, ist nicht sonderlich ausgeprägt. Manchmal hören Sie in einer Parlamentsdebatte nur eine Aneinandereihung von Beschimpfungen. Das tut der demokratischen Entwicklung sicher nicht gut. Wir müssen es zustande bringen, eine andere Meinung zu vertreten und einander dennoch zu respektieren. Dass Politik die Menschen interessiert, ist eigentlich klar, Politik, das sind ja Lebensbedingungen und gesellschaftliche Zustände. Aber die Menschen haben in diesem Hickhack oft nicht das Gefühl, dass sie sich da wiederfinden. Und da könnte jeder einen Beitrag leisten. Ich bemühe mich sehr. Aber sich noch mehr zu bemühen, dem steht nichts im Wege. (Von Christoph Prantner und Michael Völker, DER STANDARD, Printausgabe, 21.11.2009)

Kommentar posten
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Die Marslady
00
25.11.2009, 21:44
Für die österr. UNI'S sollte es wohl so heissen: mehr Qualität als Quantität

Im Falle der NC-Studenten-Flüchtlinge aus Deutschland muss unser werter deutscher Nachbar schon auch darauf achten, dass sein kleiner Nachbar Österreich nicht ewig seine NC-Flüchtlinge aufnehmen kann und will, bei aller gegebener Gastfreundlichkeit.
Auch der freundlichste Gastgeber, d.h.Österreich, darf in Sachen Studienplätze nicht überbelastet werden, das schafft keine gute nachbarschaftliche Atmosphäre.
Hier ist es wohl an Deutschland, erträgliche Lösungen für seine eigenen StudentenInnen zu suchen u. zu finden.
Da ja bekanntermassen die Vorgaben für die UNI's aus EU-Brüssel kommen, sollte auch hierorts ein gerechter Ausgleich geschaffen werden, zwischen den grossen und kleinen EU-Ländern. Vor allem in Sachen Finanzierung der UNI's.

Christine P.
 
07
21.11.2009, 18:00
Faymanns Vorschlag ist zumindest ein Ansatz,

welcher auch einkommensschwächeren Schichten gerechtere Bildungschancen eröffnet, egal ob aus diese Österreich oder Deutschland kommen. Dagegen will Hahn im Bestreben, die Zweiklassen-Bildungspolitik der ÖVP aufrecht zu erhalten, den Uni Zugang über Studiengebühren regeln. Er lässt lieber betuchte 2. Wahl Studenten aus D ausbilden, wenn er dafür die österreichische Arbeiterklasse ausschließen kann. Es bleibt zu hoffen, dass Hahn als Kommissar nicht gerade das Ressort bekommt, in dem er in Ö schon versagt hat.

lehmannsbruder
03
21.11.2009, 17:08

"Ausgleichszahlungen für deutsche Studenten, die vor dem Numerus clausus flüchten, sind anzustreben. Wir lassen das jetzt prüfen."
Da kann ich nur lachen und viel Spaß beim "Prüfen" wünschen. Wissen Sie wie komplex die NC-Berechnung ist? Es gibt nicht nur bundes-, sondern auch landesweite und Uni-spezifische NCs, die z.T. weit auseinanderliegen und ständig neu berechnet werden. Zudem werden die Studienpätze für die Bewerber nach Herkunftsbundesland kontigentiert. D.h., dass z.B. ein Bayer mit 2,5 noch "drinnen" ist, während ein Berliner mit 1,5 nicht mehr darf. Um jemand als eindeutigen "NC-Flüchtling" dingfest zu machen bräuchte man vermutlich extrem teure Verwaltungsstrukturen. Ob sich das unterm Stich rechnet wage ich zu bezweifeln.

schweinebucht
00
22.11.2009, 10:15
;-)

Wenn er /sie einen deutschen pass hat, ist er potentiell flüchtling. Prüfung fertig!

;-)

Wir haben nicht mal plätze für die österreicher! Die österreichischen steuerzahler finanzieren ungern die "ausländer"! Also schafft deutschland den nc ab, oder wir müssen die deutschen steuerzahler um einen beitrag "bitten".

who the fuck is faymann?
39
21.11.2009, 16:52
das kann nur faymann: 962 woerter. 5425 zeichen, 6386 mit leerzeichen...

...und 0 (NULL) inhalt. wow.

Manfred Wimmer
04
21.11.2009, 18:32
Wenn...

...sie nur Wörter und Zeichen zählen wundert es mich nicht, dass der Inhalt an Ihnen vorbeigeht....

who the fuck is faymann?
01
21.11.2009, 19:01

sie haben etwas gehaltvolles in dem dünnen buchstabensueppchen gefunden? gratulation.

Wood
 
01
21.11.2009, 16:06
"Das ist aber ein gesamteuropäisches Thema, das lässt sich in einem Land alleine nicht gut lösen."

Blödsinn!

Bsp. Dänemark macht das seit Jahren - die Idee ist weder neu, noch unmachbar! Dänemark hat da nicht nur mit den umliegenden Ländern ein entsprechendes Abkommen, sondern auch mit Nicht-EU-Staaten.

Die berechtigte Frage ist allerdings: wieviel Interesse hat die deutsche Bundesregierung für Studierende zu zahlen, die Deutschland im eigenen Land (Numerus clausus) nicht studieren lassen will?

trace route
10
21.11.2009, 15:43
Jawohl! Das ist es!

Das ist DIE Lösung!

Jetzt weiß ich wieder, warum ich Faymann gewählt habe.

Allen Unkenrufen zum Trotz: der Mann ist super!

trace route
23
21.11.2009, 15:51
Ich finde auch die folgende Aussage super:

"Studienplatzfinanzierung, Eingangsphasen statt Knock-out-Prüfungen. Es muss gewisse Regeln geben, aber der freie Zugang, insbesondere ohne Studiengebühren, ist ein Prinzip, das wir nicht aufgeben."

Und der letzte Absatz, wo Faymann zugibt, Fehler gemacht zu haben, aber wo er betont dass er sich bemüht, ist ebenso sympathisch. Und noch einmal für alle, die auf Fay herumhacken: Die SPÖ hat einige Landtagswahlen verloren, das war aber größtenteils ein lokaler Effekt wie in Vorarlberg oder Oberösterreich Unzufriedenheit mit den lokalen SP-Kandidaten. Fay hat hingegen die Nationalratswahlen gewonnen und dabei 8 Prozent zugelegt im Vergleich zu Gusi's Umfragedaten. Und ich denke, wenn er so weitermacht wird er auch die nächsten gewinnen ;-)

flowolf
03
21.11.2009, 15:40
Sichtweise

Der Kaiser hat ja gar keine Kleider an!

franz der freie
 
01
21.11.2009, 15:15
deutschland ist gar nicht daran interessiert,

dass wir seine zweite wahl ausbilden. niemand in deutschland möchte/kann die und ausgebildeten beschäftigen. numerus clausus flüchtlinge sind in deutschland parias. damit ist es auch mit einer studienkostenabgeltung vorbei> nada.

ciao4zampe
 
00
21.11.2009, 22:16

leider - korrekt. anbetrachts fehlender arbeitsplätze.

immerhin aus sicht studierender vermindert
zeit des studiums etwa nachfolgende arbeitslos-leerzeiten.
dazu
a) mark wahrenburg:
der studien arbeitsplatzumfassend argumentiert
b) andrea hoops:
welche die humanistische idee propagiert.

beides auf
http://www.focus.de/wissen/ca... 32044.html

c) interessant dass zb erst mal
c.1) leader-kompetenzen "straightly"
eingefordert wurden
http://derstandard.at/122045976... d=11261254

c,2) - tja nun -
http://derstandard.at/125674531... -das-Leben
abgefedert werden soll per minimalempathie.

so:
was denn nun?

die e

didi111
110
21.11.2009, 15:14
Ein Pech hat er schon, der Werner..


Die liebe Trixi Karl von der ÖVP fährt ihm schön kräftig drüber...

http://teletext.orf.at/

Seite 114

Und das Schlimmste was ihm passieren kann trifft auch zu. Petzner sieht sieht sich durch die Faymann-Aussage bestäigtift.

Also wird der liebe Werner wieder mal zurückrudern.
Übung hat er ja schon darin. LEIDER!!!!

PS.:

Bitte zieht doch Werner von diesem Job einfach ab, der ist doch nur noch eine Lachnummer.

Ein guter Wohnbaurefgerent muß nicht unbedingt ein guter Bundeskanzler sein. Man hält ja schon schön langsam die Luft an, wenn er beginnt zu sprechen.

kopfsalat
02
21.11.2009, 15:05
jede einzelne antwort

ein ausweichmanoever.

Adam Markus
22
21.11.2009, 15:01

Ich hätte an der Uni immer noch lieber BILDUNGSplätze.

Und wer bekommt eigentlich das Geld welches er von den Deutschen haben möchte?

Und will er auch Geld von den Osteuropäischen Staaten wennn deren Bürger bei uns studieren?

Und wieweit profitiert das Land davon wenn noch weniger Akademiker hier sind und bleiben, weil sich deren Heimatländer ihr Studium nicht leisten können?

Und verstößt all dies nicht gegen 2 der wichtigsten EU Grundregeln, die Gleichheit der EU Bürger vor dem Gesetz und die Bewegungs- und Beschäftigungsfreiheit?

So viel zum Sachverstand des Herrn Bundeskanzler.

Pefo
00
21.11.2009, 19:09

Unverständlich, Markus,

da Sie keinen Lösungs- resp. Vorschlagsansatz bringen.

- Was verstehen Sie unter " Bildungsplätzen"?
- jedenfalls Österreich; entweder der Staat, der die Universitäten erhält, oder eben, bessere Lösung, die Unis dierekt.
- Frage unverständlich! Wissen Sie eigenlich, was Sie damit ausdrücken wollten?
- Nein, denn die Studenten, die in Deutschland nicht die Studienberechtigung haben können laut Gemeinschaftsrecht auf die gleiche Stufe gestellt werden.
- Wo bleibt Ihr "Sachverstand"?

unbeeindruckt
10
21.11.2009, 14:45
Pefo
01
21.11.2009, 19:12

Herzlichen Dank, unbeeindruckt,

für Bekanntgabe dieser Homepage, die wirklich die Zwergenhaftigkeit des Herrn Unterberger dokumentiert.

pepitant
00
27.11.2009, 20:13
Danke,

ich hätte es deutlich weniger vornehm ausgedrückt :-)

Rea List
17
21.11.2009, 14:40
das ganze ist natürlich eine versteckte reflexion über faymann selbst

s: gab es denn keinen besseren kandidaten für spö-spitze und bundeskanzler?
f: ich bin der richtige. ich habe jetzt die gelegenheit, zu zeigen was ich kann.
s: sie wirken sehr unbedarft.
f: ich kenne mich: ja kann ich das denn überhaupt? ob ich farblos bin oder nicht, stark genug oder nicht, sehen wir in 1, 2 jahren. ich habe so viele drängende fragen. wenn ich schwach bin, werde ich nicht gut ausschauen.
s: qualifikation ist etwas anderes.
f: ich bemühe mich sehr.

Pefo
00
21.11.2009, 19:14

Ja, List,

wenn Faymann tatsächlich so schwach ist, wie lächerlich und dümmlich ist dann das österreichische Volk, das ihn gewählt hat?

Viktor Adler
11
21.11.2009, 14:26
Dass der Faymann den Unfug verteidigt,

ist logisch. Er hat sich von den Großen, international unbedarft wie er ist, über den Tisch ziehen lassen. Die Franzosen und die Deutschen haben einen unbedeutenden Belgier aus dem Hut gezaubert, der brav seinen Nachbarn folgen wird, und die Briten haben eine EU-Außenministerin mit Faymanns Hilfe bekommen, die keine Außenpolitik, sondern nur Außenhandelspolitik machen wird, also genau was die Briten von der EU brauchen oder wollen. Die Macht- und Politikverschiebung, die hier durch Fakten passiert ist, ist bedeutender als alle Änderungen durch den Lissabon-Vertrag (auch wenn die Personalentscheidungen formal auf diesem beruhen). Und dem darf Faymann für Österreich ganz allein zustimmen, ohne Regierung, ohne Parlament,ohne Volksabstimmung?

Christine P.
 
01
21.11.2009, 17:46
Als "Kenner" der EU

sollte man wissen, dass diese auch eine Handelsunion ist, daher muss Außenhandelspolitik gemacht werden. Ein großer Bereich der Außenpolitik wird weiterhin von den souveränen Staaten selbst betrieben. Das sollte vor allem jenen Recht sein, welche nicht einmal zu ihren gewählten Repräsentanten soviel Vertrauen haben, dass sie die Ratifizierung des Lissabon-Vertrages durch das Parlament - mit allen Vertragsinhalten - anerkennen wollen. Mich würde interessieren, in welcher Form Personalentscheidungen mit KandidatInnen aus 27 Staaten per Volksabstimmung (wiederum in 27 Ländern) getroffen werden sollten. Soll für jeden Kandidaten eine eigene Abstimmung stattfinden??

molekühl
11
21.11.2009, 14:18

Die "zweite Wahl" kann ruhig kommen, solange sie bei Aufnahmetests nur die lokale "dritte Wahl" aus den Unis drängt.

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