Mit Spürhunden auf der Suche nach dem Java-Nashorn

22. November 2009, 21:08

WWF führt Zählung in Vietnam durch - vermutlich keine zehn Vertreter der Spezies mehr auf dem Festland vorhanden

Vietnam - Das mit dem indischen Panzernashorn verwandte Java-Nashorn (Rhinoceros sondaicus) ist das vielleicht seltenste Großsäugetier der Welt. Einst war der Regenwaldbewohner über weite Teile Südostasiens verbreitet, heute kommt er fast ausschließlich noch auf Java vor, und das in geringer Zahl. Auf dem Festland galt die Spezies lange Zeit als ausgestorben, bis 1988 ein Tier in Vietnam von Jägern erlegt wurde. 1999 wurde dort ein weiteres Exemplar geschossen, diesmal zum Glück aber nur mit der Kamera. Wie groß die Restpopulation der Tiere in Vietnam ist, lässt sich aufgrund des unzugänglichen Gebiets nur schwer bestimmen, es wird aber eine einstellige Gesamtzahl befürchtet.

Zählung

Nun soll der Bestand in Südvietnam gezählt werden - speziell ausgebildete Spürhunde werden auf Kotspuren der hoch bedrohten Art gesetzt. "Nur so haben wir die Chance, die letzten dieser Nashörner vor dem Aussterben zu retten", bestätigt WWF-Expertin Jutta Jahrl. Aus dem Kot, den die Hunde erschnüffeln, kann neben ihrer Anzahl sogar der Stresspegel der Tiere ermittelt werden. Um den Schutz der Nashörner und anderer Wildtiere vor dem Verlust an Lebensraum und vor Wilderern und Fallenstellern zu verbessern arbeitet der WWF Österreich vor Ort mit den lokalen Gemeinden und Rangern zusammen. Auch die deutsche Manfred-Hermsen-Stiftung unterstützt dieses internationale Projekt.

Innerhalb von nur fünf Tagen fanden die WWF-Teams mit den Spürhunden sieben Proben von Nashorn-Dung im vietnamesischen Urwald. Die gesammelten Kotproben werden nach Kanada geschickt, um mithilfe von DNA-Analysen Anzahl und Geschlecht der Tiere zu bestimmen. Weitere Proben gehen für Hormonanalysen an die Zoologische Gesellschaft nach London. Aus dem Dung analysieren die Wissenschaftler die Fortpflanzungsfähigkeit und den Stresspegel der Tiere. Auf Basis der Ergebnisse dieser Untersuchungen versuchen die WWF-Experten einen Aktionsplan für die Rettung der Spezies auszuarbeiten.

Hintergrund

Am illegalen Wildtiermarkt ist das Java-Nashorn eine sehr wertvolle Ware. Horn, Haut und Kot der Tiere werden für medizinische Zwecke zweifelhafter Wirksamkeit verwendet. Die Abholzung der Wälder, die Landwirtschaft und die Errichtung von Dämmen für Wasserkraftwerke sind weitere Faktoren, die den Druck auf diese Spezies - wie auch auf so viele andere -  erhöhen. Dennoch geben sich die Tierschützer optimistisch: Laut WWF zeigt die Erfahrung, dass auch wenige Tiere unter Umständen ausreichen können, um eine Art zu retten: Im indischen Kaziranga-Nationalpark konnten sich die Panzernashörner von nur zwölf auf heute knapp 2.000 Tiere vermehren. (red)

hage
00
25.11.2009, 15:19
eine einstellige Gesamtzahl

heisst Ziffer...

Stingaz Xsöchz
01
1.12.2009, 14:50
Na klar,

"Wie groß die Restpopulation der Tiere in Vietnam ist, lässt sich aufgrund des unzugänglichen Gebiets nur schwer bestimmen, es wird aber eine Ziffer befürchtet."
Klingt sicher besser ,und ist total aussagekräftig.

Der Freund Deiner Frau
00
24.11.2009, 11:59

Die Dunganalyse wird ergeben, dass die Tiere sehr gestresst sind....

.... von den Hunden.

someoneelse
00
23.11.2009, 16:57
public class Nashorn {}

3ch0
01
23.11.2009, 13:51

hihi:
"Java"-Nashorn..

und der Werbelink drunter:
'Software EntwicklerInnen Jobs für Sie!' ^^

that's entertainment!

Raphael Hythlodeus
00
23.11.2009, 13:57
hauptsache, das flash-nashorn überlebt!

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