Besetzungs-Prozedere wird wiederholt, weil sich im ersten Durchgang keine Frau beworben hat
Salzburg - Die Salzburger Kunstuniversität Mozarteum
wiederholt die Ausschreibung für den Posten des Rektors. Im ersten
Durchgang hat sich nämlich keine Frau für das Rektorat beworben. Das
bestätigte der Vorsitzende des Universitätssenates, Matthias Seidel,
im APA-Gespräch. Die erste, internationale Ausschreibung lief von 30.
September bis 6. November dieses Jahres. Elf ausschließlich männliche
Kandidaten haben sich beworben, darunter der amtierende Rektor
Reinhart von Gutzeit, der ehemalige Übergangsrektor Gottfried
Holzer-Graf oder der Geiger Thomas Zehetmair.
Der Arbeitskreis für Gleichbehandlung unter dem Vorsitz von
Gertraud Steinkogler-Wurzinger hatte eine Neuausschreibung gefordert.
"Der Senat hat in seiner heutigen Sitzung beschlossen, dieser
Forderung zu entsprechen", so Vorsitzender Seidel. "Die Forderung des
Gleichbehandlungs-Arbeitskreises ist rechtskonform. Ob es Sinn macht,
muss sich in der zweiten Runde zeigen. Denn schon in der ersten
Ausschreibung hat der Senat namhafte weibliche Persönlichkeiten
direkt angesprochen. Zu offiziellen Bewerbungen haben diese
Direktkontakte allerdings nicht geführt."
Auf Basis des seit 1. Oktober 2009 gültigen
Universitätsrechts-Änderungsgesetzes übernimmt jetzt der Uni-Rat die
Abwicklung der Ausschreibung. Die Amtszeit von Rektor Gutzeit endet
am 30. September 2010. (APA)