USA: Gentech-Pflanzen erhöhen Pestizid-Einsatz

21. November 2009, 10:09

Beim kommerziellen Anbau von Gentech-Pflanzen werden zunehmend Pestizide eingesetzt, so eine neue Studie

Wien - Verheißungsvoll waren die Versprechen der "Grünen Gentechnologie", kaum mehr Pestizide verwenden zu müssen. Nun zeichnet ein neuer Bericht allerdings ein völlig anderes Bild. Seit dem Beginn des kommerziellen Anbaus von Gentech-Pflanzen wurden in den vergangenen 13 Jahren in den USA knapp 145 Mio. Kilogramm mehr Pestizide ausgebracht als zuvor.

Ein Grund dafür ist der rasante Anstieg an Unkräutern, die gegen die ausgebrachten Herbizide immun sind. Die Studie von Charles Benbrook vom Organic Center basiert auf Daten des US-Department of Agriculture. ForscherInnen hoffen, dass die Studie nun zu einem Umdenken bei Regierungsstellen führt.

Kritik

"Die US-Gentech-Landwirte versuchen nun mit noch mehr Chemie den Unkräutern Herr zu werden", so Global 2000-Gentechnik-Experte Werner Müller. "In ihrem ausweglosen Kampf greifen die Bauern zu immer brutaleren Methoden gegen Umwelt und letztlich auch den Menschen", kritisiert der Experte. So setzen sie "Uralt-Gifte" wie Paraquat und 2,4D - einen Stoff der im Vietnamkrieg als "Agent Orange" verwendet wurde - ein.

Geringe Einsparungen von Insektiziden konnten bei Baumwolle und Mais erreicht werden, bestätigt die Studie. "Doch auch hier dürfte sich das Blatt bald wenden, sobald die ersten resistenten Insekten die Maisfelder treffen", meint Müller. Kritiker hätten bereits von Beginn an angezweifelt, dass es Einsparungen im Pestizidbereich geben werde. "Außerdem befürchtete man schon damals, dass es bald resistente Unkräuter und Insekten geben wird." (pte/red)

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Posting 1 bis 25 von 90
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Alexandre P
10
24.11.2009, 17:19

Wenn das Zeug nicht andere Sorten kreuzkontaminieren würde, würde ich ja sagen die Gentechnikbeführworter sollen sich den Magen damit vollschlagen und Versuchskaninchen sein, wenn sie unbedingt darauf bestehen. Aber leider werden viel mehr Menschen zwangsbe(un-)glückt.

Aracni Santini
11
22.11.2009, 22:25
Der Tod kommt schleichend

Eine gemeine langfristige Rechnung. Wenn das Zeug erst einmal ausgebracht ist, vermehrt es sich unaufhaltsam. So ein vertragenes Getreidekorn sprießt in einem anderen Feld... die 10 veränderten Getreidekörner werden das nächste mal mitangebaut und da sind es dann schon 100 usw. Es ist unaufhaltsam. Canada steigt schon wieder aus, aus der Gentechnik. Es gibt genug Studien, die die Schädlichkeit, Krankheitsbildung und Umweltzerstörung dieser Sorten aufzeigt. Nur die EU bzw. deren Führer lassen sich bezahlen... Ich möchte nicht wissen, wie deren Konto auf einmal anschwillt,m wenn da etwas neues zugelassen wird.. Obwohl die Europäer keine Gentechnik auf dem Teller wollen.

lemming0815
00
24.11.2009, 16:49
zuviel panik

sollte doch allgemein bekannt sein, dass die saat-firmen nur noch hybride bzw anderweitig unfruchtbare sorten verkaufen

Gendo
00
23.11.2009, 15:12

Lol, also die Pflanzen die mit unendlicher Mühe von Menschen gehegt und gepflegt werden müssen um nicht bin Wochen von Unkraut und Schädlingen hinweggeraft zu werden sollen sich in der Natur ungehämmt vermehren können?
Tut mir echt leid sie verstehen entweder von Landwirtschaft/Biologie nichts oder posten absichlich Schwachsinn!

Simplicius Simplicissimus
12
22.11.2009, 20:12
Sammelklage gegen die Produzenten ...

... vorbereiten! Das ist die einzige Sprache, außer Erpressung und Mord, die von den Gaunern verstanden wird.

Clemens Schwarz
11
22.11.2009, 15:17
Und wieder eine Lüge im Zusammenhang mit Gentechnik.

her wig
01
22.11.2009, 15:11

Was, die Insekten haben sich an die veränderten Gegebenheiten angepasst? Ja dürfen die das denn??

Monopoly mit Hut
00
24.11.2009, 11:33

Tja, hat das jetzt mit Intelligent Design oder eher doch mit der ganz normalen Evolution zu tun? ;-)

Alexander Hechter
27
22.11.2009, 11:23

seltsam das gerade bei Mais und Baumwolle noch nichts zu bemerken sein soll. Immerhin sind das die Kernkompetenzen des US-Unternehmens Monsanto welches man wohl als den gefährlichsten Konzern der Branche ansehen kann. Wer Interesse hat, über Monsanto gibt's eine gute Doku und auch ein Buch in deutscher Übersetzung.

Kontrahent1
10
22.11.2009, 11:53
Vom Bienensterben

wegen der Mais-Monokulturen, welche in den letzten Jahren wegen des unseligen Biosprits entstanden, hat man wohl noch nichts gehört.

jose luis schuster
50
21.11.2009, 23:39

und was haben jetzt unkräuter mit pestiziden zu tun?

Monopoly mit Hut
01
24.11.2009, 11:37

Die Nutzpflanzen sind meistens derart gentechnisch manipuliert, dass sie gegen Unkrautvernichtungsmittel (desselben Konzerns) immun sind.

Das Unkraut wächst ja nach wie vor zwischen den Nutzpflanzen und würde sie verdrängen. Durch die Genmanipulation der Nutzpflanzen kann aber "bedenkenlos" Gift versprüht werden, weil es ja dann "nur" das Unkraut vernichtet.

Leider ist mittlerweile das Unkraut auch immun gegen das Gift geworden und deshalb greifen die Bauern zu immer mehr und stärkerem Gift.

Jetzt klar?

jose luis schuster
00
25.11.2009, 23:57

das wäre mir alles klar, wenn da "Herbizide" stehen würde.

jose luis schuster
00
26.11.2009, 00:00

so, jetzt habe ich mich schlau gemacht. Pestizid ist scheinbar der überbegriff für all die -zide. rotstrichler: weitermachen!

Pannonia Jack
01
23.11.2009, 22:53

Herbizide wirken nur gegen Leute, die Herbert heißen!

jose luis schuster
10
22.11.2009, 23:39

und welche genies verteilen hier rote striche?

Monopoly mit Hut
00
24.11.2009, 11:38

Die Leute, die Deinen Kommentar "unnötig" empfinden, WEIL es im Artikel um Unkräuter geht, die gegen Pestizide immun geworden sind.

hexen meister
 
37
21.11.2009, 18:43
Todesmittel statt Lebensmittel

Auszug aus http://www.physik.as Seite 38
...Das kann man ungefähr mit genmanipulierten Lebensmittel vergleichen, welche aufgrund ihrer Makellosigkeit natürliche Lebensmittel verdrängen, am Ende der Kette aber ihre Funktion als Lebensmittel verlieren, da in ihrer Entstehung das System nicht eingehalten werden konnte und sie sich deshalb zuletzt selbst eliminieren. Auch kann man es vergleichen mit einem verkleideten falschen Arzt, welcher alle anwesenden Ärzte aufgrund seiner Verkleidung am Unfallort verdrängt, selbst aber dann dem Unfallopfer nicht helfen kann....

Loonquawl
62
21.11.2009, 20:46
und die natürlichen lebensmittel wären?

die züchtungen in unseren supermärkten können sie nicht meinen, die haben nämlich nichts mehr mit natürlich zu tun.

Aracni Santini
10
22.11.2009, 22:26
Ein Apfel vom Baum

der in Ihrem Garten wächst?

Gendo
00
23.11.2009, 15:16

Richtig der durch tausene Jahren zucht und eingreifen von Menschen erschafen worden ist und nur durch die Pflege des selbigen überhaupt im Garten (Garten ist eben nicht Natur sondern einer von Menschen geschaffenen Raum) wachsen kann.
Ich wünsche ihnen viel spaß beim Genuss eines "Naturapfels", also die Art die ohne Mensch existiert hat!

Kontrahent1
02
22.11.2009, 11:58
Ein Paradebeispiel waren die grauslichen Paradeiser

aus Holland.- Nur auf Substrat in Glashäusern gezüchtet fanden sie, weil völlig geschmacklos, bald keine Käufer mehr und die Produzenten haben sich umgestellt. Allerdings bin ich auch bei den neuen Sorten sehr skeptisch wenn man sieht, wie die sich über Wochen halten. Somit gehe ich konform mit Ihnen, daß die angebotenen Lebensmittel in erster Linie der Gewinnmaximierung und nicht der Gesundheit dienen.

NONE
10
22.11.2009, 11:43

Ach so?

Wenn sie "natürliche" Lebensmittel vergleichen, dann erklären sie uns doch bitte wie Gene von Bakterien in neue Pflanzen dauerhaft übertragen werden können in der "klassischen" Landwirtschaft. Das würde mich für wahr sehr interessieren wie sie dies erklären möchten. :>

IrrwahnGrausewitz
01
22.11.2009, 14:34

durch Agrobacterium tumefaciens. Nicotiana tabacum ist zum Beispiel eine natuerlich vorkommende transgene Pflanze.

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