Mozilla hat 2008 79 Millionen Dollar verdient

20. November 2009 09:57

Ein Großteil der Einnahmen stammt aus dem Such-Deal mit Google

Die Entwickler von Firefox haben ihre Einkünfte aus dem vergangenen Jahr bekannt gegeben. Einem Blog-Eintrag von Mitchell Baker zufolge, Vorsitzende der Mozilla Foundation, hat das Unternehmen 2008 78,6 Millionen US-Dollar eingenommen. Das entspricht einem Wachstum von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr mit 75,1 Millionen Dollar.

Such-Deals

Der Großteil der Einnahmen stamme aus den Such-Deals mit Google, Yahoo, Amazon und eBay. Hinzu kommen unter anderem auch Spenden, Einnahmen aus dem Mozilla Store sowie Investments. 2008 habe das Unternehmen zudem neue Partnerschaften mit Canonical, Nokia und dem russischen Suchunternehmen Yandex geschlossen.

Weniger Wachstum

Für ein Open-Source-Projekt sei der Gewinn zwar bemerkenswert, meint Cnet-Autor Stephen Shankland, dennoch sei das Wachstum gebremst. Von 2006 auf 2007 habe die Mozilla Foundation inklusive aller Töchter noch ein Wachstum von 12 Prozent aufgewiesen.

Gegenwind von Microsoft und Google

Der Firefox-Browser weist mittlerweile einen weltweiten Marktanteil von 24,07 Prozent auf, wie NetApplications ausweist. Die meisten Anteile kann Mozillas Browser wohl dem Internet Explorer abspenstig machen, der monatlich Anteile einbüßen muss. Doch das Klima am Browser-Markt wird zunehmend stürmischer. Microsoft hat vor kurzem mit der Entwicklung von Internet Explorer 9 begonnen, der laut den Redmondern flotter als die Konkurrenz werden soll. Gegenwind bläst dem roten Panda (Mozillas Maskottchen) auch von Google entgegen. Das nun vorgestellte Betriebsystem Chrome OS basiert vollständig auf dem eigenen Chrome-Browser.

Mozilla versucht der Konkurrenz mit einer flotteren Weiterentwicklung entgegenzutreten. Im Dezember soll Firefox 3.6 veröffentlicht werden, in der ersten Jahreshälfte 2010 soll Version 3.7 folgen und für Herbst ist der große Versionssprung auf 4.0 geplant. (br)

 

Kommentar posten
12 Postings
evolutional
21.11.2009 10:32
RED PANDA...

Tja für alle die so verwirrt waren wie ich - ein kleiner Exkurs! Firefox ist laut dict.org und auch der offiziellen Mozilla Seite ein Synonym für "red panda", was hierzulande auch als "kleiner" Panda bekannt ist. Diese Erkenntnis hat mich dann doch etwas verwundert/verwirrt, da der "firefox" wohl eher kaum wie ein "red panda" aussieht aber ein sie wollten wohl nicht so "cute" wirken (vergleiche Bilder im Web eines kleinen Pandas mit einem Fuchs)!

Hier der Link der Mozilla Foundation: http://www.mozilla.org/projects/... faq.html).

Danke WEB-Standard, dass du mich wieder einmal aufgeklärt hast ;)!

NONE
20.11.2009 21:02

Jetzt wird es mal Zeit einen guten Teil des Geldes in die Behebung von Fehlern zu stecken.

Ich vermisse die 0.x Firefox Reihe ...

Orgonaut
21.11.2009 00:03

Stimmt die war noch gut! Aber was soll’s, dank Safari (WebKit) gibt‘s ja standardkonforme Browser die mit moderner Webtechnologie (z. B. Google wave) umgehen können.

Reinhold Loecker
20.11.2009 18:47
Schöner Erfolg

Ein ganz schöner Erfolg für ein Produkt, für das der Benutzer eigentlich nichts bezahlen muß.

Hätte Bill Gates Windows als Open Source Projekt vermarktet, dann wäre er jetzt sicher doppelt so reich und halb so unbeliebt.

yada yada yada
20.11.2009 20:12

"Hätte Bill Gates Windows als Open Source Projekt vermarktet, dann wäre er jetzt sicher doppelt so reich und halb so unbeliebt."

lmao

nichtkaefer
20.11.2009 17:24
NEIN, nicht 'verdient'

Google hat Mozilla gesponsert, um das Microsoft Monopol zu brechen. Das sind keine Einnahmen (und schon gar kein Gewinn), sonst hätte die Caritas auch Einnahmen von ihren Spendern. Jetzt produziert Google seinen eigenen Browser und wird Mozilla wahrscheinlich den Geldhahn zudrehen. So schaut's aus.

MeisterUndMehr
20.11.2009 21:09

Das glaube ich nicht. Google zahlt ja u.a. dafür, die Standardsuche zu sein. Das lohnt sich durchaus. Wenn Google wegfällt, dann kommt jemand anderes! Außerdem hat Google zwar einen eigenen Browser. Aber Google ist doch zZ vor allem daran interessiert, den IE zu verdrängen. Damit der Zugang zu den eigenen Produkten nicht in der Hand des Feindes liegt. Da spielt Chrome genauso wie Mozilla eine wichtige strategische Rolle für Google.

raff1
20.11.2009 16:09
200879 mille

sind ja mehr als 200 Milliarden. Die sind jetzt aber größer als Microsoft oder?

Psycho87
20.11.2009 13:32

Kriegen die freiwilligen Entwickler eigentlich auch was von dem Geld?

TheJester
20.11.2009 10:48

also das auf dem foto sieht nicht wie ein panda aus...ist der nicht eher das maskottchen von firefox, und nicht von mozilla?

Robert Dunkelwand
 
20.11.2009 11:06

Das ist halt der Mozilla-Dino, wie wir ihn alle kennen und lieben. Oder meinst du die über dem Schild? ;)

Bad_Boy
20.11.2009 10:57

ist ja auch Mitchell Baker

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.