"Die finden dann Hitler nicht so schrecklich"

19. November 2009 17:46
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    Fekter bebte vor Zorn, es sei ein Skandal, die Arbeit des Ministeriums mit den Nazis zu vergleichen, sie forderte von Korun eine Entschuldigung.

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    Die Grüne nahm den Vorwurf daraufhin zurück.

Innenministerin Maria Fekter will sich nicht mit Adolf Hitler vergleichen lassen - Dafür entschuldigte sich Alev Korun

Wien - Innenministerin Maria Fekter empörte sich am Donnerstag im Parlament darüber, dass ihre Arbeit von den Grünen in die Nähe des NS-Regimes gerückt worden sei. Die Abgeordnete Alev Korun hatte im Zusammenhang mit dem Fall Zogaj aus einem Brief zitiert, in dem an den Abtransport "gut integrierter Menschen" aus der "Ostmark" erinnert wurde. Die Ministerin kritisierte die "grobe Verharmlosung" und sagte: "Was sollen sich die Jugendlichen denken? Die finden Hitler dann nicht so schrecklich, wenn der so ist wie die Innenministerin." Fekter forderte von Korun eine Entschuldigung - und bekam sie auch. Ein ÖVP-Abgeordneter entschuldigte sich wiederum bei Korun, weil er gefragt hatte, warum sie aus der Türkei nach Österreich gekommen sei, wenn es ihr hier nicht gefalle.

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Wien - Maria Fekter war empört. Was sollen sich die Jugendlichen denken, fragte sich die Innenministerin. "Die finden dann Hitler nicht so schrecklich, wenn der ist wie die Innenministerin." Sie und ihre Arbeit in die Nähe des NS-Regimes zu rücken, sei eine grobe Verharmlosung dieser Zeit, befand Fekter.

Zuvor hatte die grüne Abgeordnete Alev Korun aus einem Brief in Zusammenhang mit Arigona Zogaj zitiert. Ein älterer Arzt hatte sich darin an den ehemaligen Innenminister Günther Platter gewandt. "Sie haben als jüngerer Mann im Gegensatz zu uns Älteren eine Zeit nicht erlebt, in der gut integrierte Menschen gegen ihren Willen das Land Österreich - damals Ostmark - verlassen mussten oder abtransportiert wurden."

Fekter bebte vor Zorn, es sei ein Skandal, die Arbeit des Ministeriums mit den Nazis zu vergleichen, sie forderte von Korun eine Entschuldigung. Die Grüne nahm den Vorwurf daraufhin zurück. Auch der ÖVP-Abgeordnete Erwin Hornek hatte eine umstrittene Aussage öffentlich bedauert. Er hatte sich zuvor am Rednerpult gefragt, wieso Korun, die aus der Türkei stammt, überhaupt nach Österreich gekommen sei, wenn es ihr hier nicht gefalle.

Das Thema Ausländer - von Arigona Zogaj über das geplante neue Schubhaftzentrum, kriminelle Asylwerber bis hin zum Assistenzeinsatz des Bundesheeres ließ am Donnerstag im Parlament die Wogen hochgehen. Der FPÖ-Abgeordnete Harald Vilimsky warnte vor "kriminellen Horden, die über uns herfallen" und forderte die Innenministerin auf, die Grenzen dichtzumachen. Das BZÖ wiederum warf Abgeordneten der SPÖ und der ÖVP vor, die Unwahrheit zu sagen, weil sie in ihren steirischen Heimatgemeinden gegen das geplante Schubhaftzentrum auftreten, im Parlament diesem aber zustimmen. Fekter bedauerte, dass die Errichtung im steirischen Leoben verhindert worden sei.

Auf das Thema Assistenzeinsatz kam die Innenministerin in Zusammenhang mit BZÖ-Fragen zur "importierten Kriminalität" zu sprechen. Fekter lehnte die Wiedereinführung von Grenzkontrollen ab, denn der Schengenwegfall habe "Lebensqualität und Freiheit" gebracht. Von einem "Dichtmachen" halte sie aber nichts: "Dann kommen sie über den Süden" , so Fekter. Die Verlängerung des Assistenzeinsatzes auf das Jahr 2010 soll in den kommenden Wochen beschlossen werden.

Die Grünen kritisierten die Veröffentlichung des negativen Asylbescheids im Fall Zogaj. Fekter wies den Vorwurf des Amtsmissbrauchs wegen Datenweitergabe zurück, verwies aber auf laufende Ermittlungen. (Michael Völker, DER STANDARD, Printausgabe, 20.11.2009)

Kommentar posten
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Vorratsdatenspeicherung = Verfassungswidrig!
03.12.2009 11:09
wer hitler nicht schlimm findet

ist entweder ein neonazi oder ungebildet.

beides sollte geändert werden.
nazis in den knast und mehr geld für bildung, damit auch wirklich jeder zugang hat!

skip it
25.11.2009 13:21
der "aeltere arzt" muss ein handfester trottel sein, wenn ihm so ein vergleich einfaellt:...

...die betroffenen deportierten in der ostmark waren OESTERREICHER. erstens.

zweitens steht fest, dass nirgendwo im kosovo gaskammern und krematorien fuer eine "endloesung" irgendeiner art gebaut wurden.

chapeau, frau korun: sie war sich fuer eine entschuldigung nicht zu schade.

Oppositioneller Schwarzmaler
24.11.2009 04:45
Rechte Parteien raus!

Es dürfte ihnen entgangen sein, dass wenn sie gegen Ausländer schimpfen, auch gegen unsere Vorfahren schimpfen und auch gegen die eigenen!
Österreich ist ein Zuwandererland und wenn da unsere Vorfahren nicht eingewandert wären, dann gäbe es uns auch nicht!
Lauter Schas was die zusammen reden und lügen!
Und wenn dann so ein Rüpel sich im Parlament so benimmt wie es Strache und Hojacs machen, dann muss man sich schon fragen, wie dann Strache als Bürgermeister für Sicherheit und Anstand sorgen will in Österreich!
Die Früchte seiner blöden Reden über 5000 Polizisten, die abgebaut wurden (ja von schwarz/blau) aber nicht von dieser Regierung, sieht man dann hier!
http://video.vienna.at/video/201... kundgebung
Teufel!

Oppositioneller Schwarzmaler
23.11.2009 17:57
Wir brauchen keinen Hitler wir haben ja einen!

Ja wenn das so ist - dann Prost!
 
23.11.2009 13:11
"...warum sie aus der Türkei nach Österreich gekommen sei, wenn es ihr hier nicht gefalle."

Diese Frage müssen sich sehr viele Ausländer gefallen lassen!

es ist ein menschenrecht, in afrika zu leben
06.12.2009 12:17
darf man diese frage nicht stellen...

...sozusagen als gegenfrage?

skip it
25.11.2009 15:26
aber nicht alle, denen er so leichtfertig ueber die lippen kommt,...

...entschuldigen sich dann auch dafuer.

jajaneinnein
23.11.2009 12:56
Schrecklich

Der NS-Boß war unvergleichlich schrecklicher (ein mildes Wort dafür) als Frau Innenminister.
Aber ganz ohne Vergleich und auf sich gestellt: Frau Minister ist auch so schon manchmal schrecklich genug.

postkastl71
23.11.2009 10:15
offene fragen

-Arbeitsgruppe betreffend Integration?
-KHG?
-Vorbestrafte im Parlament? Winter,Westenthaler
-Armutsbericht?

Sam Uncle
23.11.2009 09:43
Mal sehen

ob die Innenministerin gegen die Generalbespitzelung der unbescholtenen Bevölkerung durch Telefon-, Internet-, emailspeicherung und Auswertung ALLER unserer Kontobewegungendurch US-Behörden !, welche Maßnahmen man OHNE WEITERES als Gestapo- oder Stasimethoden bezeichnen muß, entschlossen vorgeht !!
Ein Demokrat (für Republik, Demokratie und Rechtsstaat)

per verser
24.11.2009 10:38

eu-recht sthet über verfassungsrecht. sie können sich ihnen also brausen gehn mit republik, demokratie und rechtstaat.

Bluestone
22.11.2009 18:49
Einfach nur ein Zitat?

Was wäre jetzt, wenn jemand einfach so aus "Mein Kampf" zitiert?

Da würden die Handschellen aber ganz schön laut klicken.

Mir ist aufgefallen, daß einigen der Unterschied zwischen Deportation und Ausweisung einigen Postern nicht so ganz klar ist.

Ernst Dorfner
22.11.2009 16:43
Alev Korun und der Rechtsstaat

Eine Parlamentarierin sollte schon wissen: Menschlichkeit soll im Rahmen der Rechtssprechung Berücksichtigung finden, hebelt aber die Herrschaft des Rechtes nicht aus. Sie steht nicht über dem Recht. Wobei Recht und Gerechtigkeit zwei Paar Schuhe sind. Weil der Inhalt von Gerechtigkeit sehr unterschiedlich ausgelegt werden kann, wie es auch Zugewanderte aus anderen Kulturkreisen oftmals zeigen.

gays-come-first
22.11.2009 13:34

mit solchen aussagen werden die grünen immer unwählbarer - schade.
diese partei sollte sich nicht drauf verlassen, dass ihnen diverse minderheiten wie schwule, zuwanderer und intelektuelle etc etc grenzenlos die stange halten bei wahlen.
das aufwachen könnte furchtbar werden.........

zampano 1000
22.11.2009 10:12
"Fekter bebte vor Zorn"

...ja wenn sie 's einmal endlich zerreißen tät...

...selbst eine Kreissäge tönt angenehmer als diese Person...

sapere aude1
22.11.2009 13:46
Das süffisante Lächeln der Erben der Austrofaschisten

In dieser Parlamentssitzung hat die ÖVP ihre Wurzeln wieder mehr als deutlich gezeigt.
Auf die Frage von Alev Korun, die über einen zitierten Brief eines älteren Mannes an die Inennministerin gestellt war, wurde vor allem seitens der reaktionären Kräfte in diesem Land voller Empörung reagiert.
Vor lauter Empörung hat sich ein kleinkarierter Hinterbankparlamentarier der ÖVP dann aber zur entlarvenden Stellungnahme hinreißen lassen. Sinngemäß hat dieser Auswurf der Vergangenheit von sich gegeben, dass sich die Korun ja schleichen könne, wenn es ihr hier nicht passt.
Ich weiß also nicht, wofür sich Frau Korun entschuldigt sollte und ich verstehe nicht ganz, warum sie sich entschuldigt hat.

skip it
25.11.2009 13:24
wenn sie es nicht verstehen,...

...dann ist es aeusserst begrueßenswert, dass frau korun im parlament sitzt und nicht sie.

cato48
22.11.2009 04:33
Naja, wen man's genau nimmt...

...schaut sie diesem unseligen Adolf wirklich ein bisschen ähnlich.

Und ihre Ansichten zu vielen Themen sind ja auch gleich ;-)

Kaputt Nick
 
24.11.2009 13:23
Fekter ab zur Speichelprobe!

Onkel Adi hat auch viele Verwandte in Oberösterreich!

Hubert Ungeist
22.11.2009 13:49
Lernens Geschichte..

und machen sie sich schlau über Hitlers Untaten.

cato48
22.11.2009 18:40
Ich habe mich mit der Österreichischen Geschichte...

... schon länger beschäftigt insbesonders mit dem Feudalismus, dem Ständestaat und der NS-Zeit.
Wenn sie wollen, kann ich ihnen eine Bücherliste zusenden. Am besten wäre, sie würden einmal mit Karl Marx beginnen, dann Viktor Adler, dann "Mein Kampf".

Daher kommen mir viele Aussagen der Schottermitzi sehr bekannt vor!

seapoint
21.11.2009 23:26

Wie ich den ÖVP-Abgeordnete Erwin Hornek über die Grüne Frau Korun sprechen hörte ist mir schlecht geworden.
I glaub i hät ihm a Watschn geben.

Bertl Redford
21.11.2009 21:08
wenig unterschied

wenn man arigona und ihre mutter frage, wie sie sich beim gedanken der abschiebung fühlt, und wenn man die gedanken deren liest, die seinerzeit das land verlassen mussten, wird es so viele unterschiede wohl nicht geben.

Hubert Ungeist
22.11.2009 13:50
Falsch..

sie haben keine Ahnung.

DIe die damals das Land verlassen mussten waren heilfroh - sie waren noch die Glücklichen sie konnten weiterleben. Die die hier bleiben mussten wurden umgebracht.

Aber anscheinend gibts hier nur lauter Unwissende

skip it
25.11.2009 15:28
na ja, die, "die hierblieben"...

...wurden anschließend ja "deportiert".

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