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Was ist der Donauturm?
Was ist der Wiener "Donauturm"? Darüber streitet sich aktuell die Community der Online-Enzyklopädie Wikipedia.
Wie ein aufmerksamer Leser die Redaktion informierte, steht die Frage im Raum, ob der Donauturm ein Fernsehturm ist oder nicht, bzw. was einen Fernsehturm überhaupt ausmacht und, ob ein Sendemast das gleiche ist, wie ein Antennenmast und, ob die Begrifflichkeiten sich im deutschen und österreichischen Sprachgebrauch voneinander unterscheiden.
Gedankenkraft in Luft verpufft
Von haarsträubenden Argumenten verärgert, fasst ein Leser zusammen:
"Wieder einmal wird eine der Grundfragen der Menschheit ausufernd diskutiert: Was macht einen Fernsehturm zu einem Fernsehturm? Kann man die Fernsehturmigkeit an sich überhaupt in Worte fassen, gar in eine Definition? Der geneigte Leser mag sich der Illusion hingeben, es habe etwas mit dem Senden von Fernsehprogrammen zu tun, aber weit gefehlt! Hier wird man aufgeklärt über die Fernsehturmigkeit als intrinsische Eigenschaft eines Gebäudes, über die Abwesenheit fernsehturmtypischer Betriebsgeschosse für die Mitarbeiter der funktechnischen Einrichtungen und über den bundesdeutschen Einfluss auf den Begriff Fernsehturm an sich. Mit Exkurs, was einen Sendemast von einem Antennenmast unterscheidet. Die allgemeine Verzweiflung wird besonders darin deutlich, dass man sich gezwungen sieht, meterweise Quellen heranzukarren, um sie dann ausführlich zu hinterfragen."
Viel Spaß bei der Nachlese.
(zw)
Links
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mit ein grund warum ich dort keine zeile mehr schreibe.
selbst wenn man auf fachliteratur inkl. seiten UND absatzangabe verweist, gibt es so oft einen revert bis die "richtige" information wieder da steht. artikelverdummung aufgrund von entscheidungen fachfremder personen.
hinzu kommt der absurde umstand, dass JEDER administrator sein kann sofern er nur genug schreibt, und das auf lebenszeit. was mitunter dazu führt, dass offensichtlich nicht geeignete (u.a. früh pubertierende) personen admins werden und sich gegenseitig bestätigen.
Das Problem Donauturm als Aussichtsturm vs. Fernsehturm, (von dem keine Fernsehprogramme ausgestrahlt werden) ließe durch eine flexiblere Definition des Wortes "Fernsehen" leicht bereinigen:
"Fernsehen:
(1) eine auf Radiowellen basierende Übertragung von bewegten Bildern
(2) Das Blicken des Auges in die Ferne als Gegenteil zum Nahsehen"
Der Donauturm ist ein Aussichtsturm, von dem man aus nicht nur in die Umgebung, sondern auch in eine größere Ferne sehen kann. Deswegen ist er auch als Fernseh-Turm (mit "Fernsehen" im Sinne von Bedeutung (2))zu bezeichnen, weil man von diesem Turm aus bei guten Sichtverhältnissen in eine größere Ferne sehen kann.
Der Anlass ist minimal. Ein Deutscher, also gutes Feindbild, will uns erklären, was der Donauturm ist. Sofort fällt die virtuelle Community wie Heuschrecken über ihn her und erklärt ihn zum Störenfried, zum Idioten. Der ist in der Minderheit, aber hält sich tapfer. Bei so viel Anfeindung rings um ihn bleibt er streckenweise ziemlich cool. Er argumentiert immerhin. Er ist nicht einverstanden, er widerspricht. Das stört die österr. Harmoniesucht. Sein Widerspruch allein wird schon als Beleidigung verstanden. Was immer dieser Wladyslaw ist: der ist kein Mitläufer! Der hat den Mut, sich einer Mehrheit entgegenzustellen. Möglicherweise hat er sich bei seinem Drang zur Qualität verrannt. Aber ich wünsch ihm Glück.
ich hab die (gefühlten) 814m Text nicht gelesen, sondern nur eben in den ersten paar absätzen bissl gestöbert.
Aber es ist einfach toll :D
Im endeffekt lest es sich wie eine "nein du" streiterei.
a: Du redest blödsinn
b: nein du
a: nee du
b: niemals, du!
etc...
Ist Ihnen bekannt, von wem der Ausspruch stammt, er wolle nur jenen Statistiken glauben, die er selber gefälscht habe?
Er stammt von Churchill - wenn man halt Goebbels glauben will ... Aber Churchill hat das nie gesagt. In keiner seiner Reden oder Schriften konnte das gefunden werden, Goebbels hat ihm das einfach unterstellt. Um glauben zu machen, die anderen wären so, wie man selbst. Und Fälschungen war ja das Kerngeschäft des Propagandaministers.
Sollte ich jetzt noch erwähnen, was ich davon halte, sich derartige Zitate zu eigen zu machen oder sinngemäß abzuwandeln?
Auch wenn es in diesem Fall wohl ein lächerliches Beispiel ist: Aber es ist doch genau das einer der unschätzbaren Vorteile von Wikipedia, dass solche Diskusionen möglich sind.
Abgesehen davon: Hab noch nie eine ähnlich unterhaltende Diskusion gelesen. Vor allem der Beitrag von "Hubertl" am 1. November um 18:47 ist schon fast als literarisches Werk hervorzuheben - danke Hubertl, wer immer du auch sein magst :-)
Den schönsten Beitrag zur Lösungsfindung hat jedoch der Schreiber Micha am 15. November um 18:41 Uhr geliefert, als er sich mit seiner philosophischen Betrachtung zur Lösung näherte. Dabei war der Schluß für ihn denkbar einfach: Ein Fernsehturm braucht notwendigerweise eine Sendeanlage und das genügt auch bereits, damit er eine Fernsehturm ist. Danke Micha, daß wir dies auch erfahren haben *g*
Wie es ist, wenn ein angeblicher Fernsehturm gar keine Fernsehsignale ausstrahlt, sondern lediglich vier schwache Radiosignale, darüber lässt Micha die Leser leider im Unklaren. Ist er dann ein Radioturm oder muss man diesen erst erfinden? Vielleicht sollte man einmal bei Wikipedia nachschlagen *g*
... der Donauturm ist doch ein irrtümlich nach oben gebauter Keller! ;-)
Positiv ist dieses Kasperltheater für die Wikipedia sicherlich nicht. Bestärkt nur darin, an der Qualität und Seriosität so mancher Beiträge zu zweifeln.
Das ist die Folge, wenn selbstherrliche Aufpasser, die sich als Administratoren betiteln, von der Materie keine blasse Ahnung haben, aber fest mitmischen möchten. Es wird nicht der penetrant dumme Schreiber, der zig andere Schreiber wochenlang beschäftigt gesperrt, sondern der Artikel. Obwohl der Begriff Fernsehturm schon grenzloser Nonsens ist, will ein Schreiber dies an der Statik definieren. Es wundert daher nicht, wenn sogar der Eifelturm bereits zum Fernsehturm mutiert (Nr. 25 dieser Liste http://de.wikipedia.org/wiki/List... C3%BCrme). Liebe deutsche Freunde, lasst uns unseren Donauturm, als das was er ist und schon immer war, als Aussichtsturm zum in die Ferne sehen. Sendemasten stehen bei uns auf den Bergen.
dass ich nicht weiß was ein fernsehturm ist und wodurch er sich definiert und ich jetzt nicht nachschlagen werde, sind es personen WIE DU, die wikipedia zu grunde richten.
und zwar mit der form der "argumentation". nur weil etwas SCHEINBAR immer so war, muss es nicht richtig sein. diäten sind da ev. ein beispiel, zuerst jahrelang bis auf den letzten gedanken verteidigt und danach fallengelassen. auch die behauptung, lemminge begehen selbstmord war frei erfunden (von disney die tiere ins meer warfen und ermordeten) ABER diese behauptung hält sich bish heute obwohl sie FALSCH IST. warum? wegen einer solchen argumentation wie deiner die keine ist.
Abgesehen davon, dass auch ein paar Admins an der Diskussion beteiligt sind und sich um eine Lösung bemühen (diese Admins können bzw. dürfen nicht zugleich diskutieren und in die selbe Diskussion mit Sperren eingreifen, *das* wäre ein Mißbrauch der Sperrknöpfe), also abgesehen davon sind doch ansonsten die Admins immer die Bösen, *wenn* sie jemanden sperren. Also was auch immer sie machen, sie sind offenbar auf jeden Fall die Bösen.
Der Fernsehturm-Fan wurde übrigens ohnehin schon ein paar Mal für kürzere Zeiträume gesperrt. Nicht wegen seiner Ansichten, sondern wegen von ihm angezettelter Edit-Wars.
Nein, die Bösen sind sie nicht, wenn sie den Regeln Durchbruch verleihen. Im konkreten Fall durfte der Schreiber die Österreicher generell für dumm erklären und wochenlang das Projekt stören ohne daß dieser wenigstens ermahnt wurde. Genau das macht Wikipedia immer wieder unglaubwürdig, weil nicht gesichert ist, daß die Informationen dort auch korrekt sind. Oft *gewinnt* der, der am Lautesten schreit, oder der, der die Anderen so lange nervt, bis sie aufgeben.
Es gibt keine Regel, die das Nerven verbietet; zumindest dann nicht, wenn der jeweilige Autor daneben auch noch durchaus sinnvolle Beiträge leistet.
Klar kann Wikipedia nur so gut sein, wie die Mitwirkenden, die sich darin engagieren. Im Großen und Ganzen klappt das ganz gut. Derart endlos öde Diskussionen wie die um den Donauturm kommen dabei halt auch immer wieder vor, das lässt sich in einem so offen angelegten Projekt nicht vermeiden. Das Schöne ist ja, dass das Projekt trotzdem funktioniert. Im Einzelnen nicht immer sofort, aber nach meiner Erfahrung zumindest mittelfristig.
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