US-Geheimdienst NSA arbeitet auch mit Apple, Sun und Red Hat zusammen

19. November 2009 11:44
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1999 sorgte die Zusammenarbeit zwischen Microsoft und der NSA für weltweite Schlagzeilen

Der US-Geheimdienst National Security Agency (NSA) hilft auch Apple, Sun und Red Hat ihre Betriebssysteme sicherer zu machen. Dies berichtet heise.de am Donnerstag. Bisher war nur bekannt, dass die NSA mit Microsoft zusammenarbeitet - so auch bei der Erstellung von Windows 7. Laut eigenen Angaben beteiligt sich der Geheimdienst nicht direkt bei der Entwicklung der Systeme, sondern liefert lediglich Sicherheitsrichtlinien und Checklisten. Derartige Informationen finden sich auch auf der NSA-Homepage.

Weltweite Schlagzeilen

1999 sorgte die Zusammenarbeit zwischen Microsoft und der NSA für weltweite Schlagzeilen. Ein Programmierer hatte behauptet, dass Windows dem US-Geheimdienst Zugang zu privaten Computern ermögliche. Microsoft bestritt die Vorwürfe entschieden.

"Konspirationstheoretiker mögen sich daran abarbeiten, aber die Wirklichkeit ist viel langweiliger"

Die Entdeckung des Programmierers Andrew Fernandes hatte Computernutzer in aller Welt aufgeschreckt. Er berichtete, er sei bei der Untersuchung der Sicherheitssoftware von Windows auf einen neuen digitalen Schlüssel mit der Bezeichnung "NSAkey" gestoßen. Er schloss daraus, dass dieser Schlüssel der "National Security Agency" den Zugang zu jedem mit Windows arbeitenden PC ermögliche. 

Der für Sicherheitsfragen zuständige Microsoft-Manager Scott Culp widersprach dem Vorwurf entschieden. Es handle sich bei der von Fernandes entdeckten Komponente um ein neues Backup für das Verschlüsselungssystem von Windows. Der Begriff "NSAkey" solle lediglich dokumentieren, dass die Software amerikanischen Export- und Sicherheitsvorschriften entspreche, die von der NSA überwacht werden. Er räumte ein, dass die Bezeichnung unglücklich gewählt worden sei. "Konspirationstheoretiker mögen sich daran abarbeiten, aber die Wirklichkeit ist viel langweiliger", meinte Culp damals. (red)

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21 Postings
Wittiko Bachmann
 
23.11.2009 11:37
NSA

Also ich bin mir sicher, dass 90% sogar beim scheißen Beobachtet werden, wieso solln dann nicht auch Computer Überwacht werden? Der Amerikanische Geheimdienst lässt täglich 2 Leute einfach VERSCHWINDEN. Und wissen rein Zufällig, wann jemand eine e-mail mit dem Wort BOMBE oder Attentat schreiben????

maruh
21.11.2009 10:02

nicht nur nasa arbeitet mit red hat, auch der cia und die ny börse.
mich wundert eher das die nasa windows nutzt...

taratata
23.11.2009 01:59
NSA nicht NaSA

wichtiger unterschied!

AngelusNoctis
20.11.2009 05:22
Nix neues...

Also das die NSA und Red Hat zusammen an SELinux werkeln ist seit anbeginn von SELinux bekannt.

Also nix neues...

so go
23.11.2009 17:05

ja SELinux stammt von der NSA und James Bond kann man sämtlichen Waffen umgehen

Atlas Shrugged
 
19.11.2009 18:50

Naja :) wenn man über unbegrenzte Finanzmittel und eigentlich uneingeschränkte Macht verfügt, wird es nicht schwierig sein, die Typen zu engagieren, die den TCP Stack des betreffenden OS geschrieben haben bzw. die Firmware des Routers. :) Ab einem gewissen Aufwand ist einfach gar nichts mehr sicher.

potz
19.11.2009 18:45

na wenn der microsoft sicherheitsmanager sagt, es gibt kein schlupfloch, dann wirds auch keines geben.

werwolfi
19.11.2009 17:55

tja, da hat open source wieder mal den vorteil, dass jeder nachschauen kann ob die behauptung

"Konspirationstheoretiker mögen sich daran abarbeiten, aber die Wirklichkeit ist viel langweiliger"

*wirklich* wahr ist... ;o)

Threonin
19.11.2009 19:14

Solche Lücken können ganz unscheinbar sein. Lücken und Fehler existieren auch in Open Source Software wie Linux. Da gibt es oft schwerwiegende Lücken die zum Teil viele Jahre nicht gefunden werden.

werwolfi
19.11.2009 21:38

dass fehlerfreie software nicht existiert und bugs auch bei offenem code - selten aber doch - recht lange bis zur entdeckung brauchen können, ist keine besonders heiße neuigkeit.

es ist aber ein himmelweiter unterschied zwischen einer absichtlichen und einer versehentlichen lücke.

beide bleiben bei open source vielleicht unabsichtlich eine weile unentdeckt, die bugs bei closed source ebenso (nur deren behebung dauert dort oft länger).

absichtliche lücken (=backdoors) werden bei closed source aber nie "entdeckt", das ist ja der witz an der sache...

Hamad Leomic
19.11.2009 16:05
Hauptsache s'Maul aufreißen...

Is ja gut wenn man einen Hauch paranoid ist. Aber hat sich schon mal jemand ernsthaft mit den Hardening Best Practices der NSA beschäftigt?

Da gibts einige wirklich wertvolle Kniffe und Vorgehensweisen welche man beherzigen soll/kann wenns mal ausnahmsweise darum geht, ein System sicherer zu machen!

jayframe
19.11.2009 14:03
Der US-Geheimdienst NSA hilft auch (...) Red Hat ihre Betriebssysteme sicherer zu machen.

Sollte es sich dabei um SELinux handeln? Das gibt's ja mittlerweile seit Jahren (ist auch min. genauso lange schon bekannt wer da mitarbeitet) und ist auch bei Fedora standardmäßig dabei.
"In der Version Fedora Core 3 (Heidelberg) vom November 2004 wurde der SELinux-Code der NSA fester Bestandteil der Distribution."
http://de.wikipedia.org/wiki/Fedo... ibution%29

Gerwin Winter
19.11.2009 16:22
SElinux ist ein Sicherheits-Systemerweiterung

die sich auch im Kernel findet. Seit Jahren.
Red Hat hat Red hat Enterprise Linux (RHEL) im Angebot.

fokyoo
19.11.2009 12:59
glaub nicht dass die nsa eine backdoor braucht

die werden ja wohl auch so reinkommen

luquas
19.11.2009 12:22
"Der US-Geheimdienst National Security Agency (NSA) hilft auch Apple, Sun und Red Hat ihre Betriebssysteme sicherer zu machen."

Wer hat diese Meldung lanciert? Pinocchio?

Jasper Perky
19.11.2009 12:07

Wenn die NSA tatsächlich eine Hintertür in Windows eingebaut hat, werden die den Schlüssel dafür bestimmt nicht NSAkey nennen.

Wie blöd muss jemand sein um das zu glauben?

PM73
23.11.2009 14:57
Superschwellig...

... nennt sich das.

GevatterTod
19.11.2009 13:11
nicht?

da war doch die Schweizer Sicherheitsfirma, die den Banken Datenverschlüsselungsgeräte verkauft hat - und deren Boss mit den Herren von CIA und NSA zusammengearbeitet hat.
Und da war doch vor ein zwei Wochen das Schweizer Aussenamt ein wenig incommunicado weil ihre M$ Rechner infiziert waren.

Die sind so präpotent!

df df
19.11.2009 12:23
naja - ist ja nicht so gewesen, dass

sich die datei einfach finden lies.

carrozza
19.11.2009 15:13
Haben sie "NSAkey" zwar brav im Klartext,

aber ganz geheim hinter einer besonders dicken Routine versteckt?

Heimwerkerkönig
 
19.11.2009 12:30
Und trotzdem...

... wäre so eine Benennung absolut idiotisch und demnach unrealistisch.

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