Russland und Ukraine

Kompromiss bei Gaslieferungen

20. November 2009, 12:15

Gazprom und Naftogaz haben sich auf neue Liefermengen geeinigt - Timoschenko sichert Putin reibungslosen Transit zu

Jalta - Russland und die Ukraine haben ihren jüngsten Streit um Gaslieferungen beigelegt. Die Ukraine muss Russland nun weniger Gas abkaufen als ursprünglich vertraglich vereinbart, sagte der russische Regierungschef Wladimir Putin am Donnerstagabend nach einem Gespräch mit seiner ukrainischen Kollegin Julia Timoschenko. Die schwer von der Wirtschaftskrise gebeutelte Ukraine entgeht damit voraussichtlich empfindlichen Strafzahlungen.

Putin und Timoschenko handelten den Kompromiss am Rande eines Treffens der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) in Jalta auf der ukrainischen Halbinsel Krim aus. Putin sagte nach dem Treffen, Russland habe "auf die Wünsche Timoschenkos eingehen und die Verträge ändern können". Putins Angaben zufolge einigten sich die Energieriesen beider Länder, Gazprom und Naftogaz, auf neue Liefermengen.

52 Milliarden Kubikmeter

Naftogaz war für das kommende Jahr nach eigenen Angaben bisher vertraglich zum Kauf 52 Mrd. Kubikmetern Gas aus Russland verpflichtet. Schätzungen zufolge benötigt die Ukraine aber nur etwa die Hälfte des Gases. Ohne neuen Vertrag wären auf das Land daher hohe Vertragsstrafen zugekommen. Timoschenko sagte, ihr Land "schätze" das Entgegenkommen Moskaus. Der neue Vertrag muss den Angaben zufolge allerdings noch aufgesetzt und unterzeichnet werden.

Teurer wird Gas im kommenden Jahr voraussichtlich für die europäischen Käufer russischen Erdgases. Putin sagte, die Transitgebühren für Gas, das über die Ukraine gen Westen fließt, stiegen 2010 um 60 Prozent. Die Staaten der Europäischen Union beziehen ein Viertel ihres Gases aus Russland, 80 Prozent davon fließt durch ukrainische Pipelines.

Die russischen Gaslieferungen an und durch die Ukraine sorgen immer wieder für Spannungen zwischen den beiden Ländern. Im vergangenen Jänner waren die Lieferungen in Länder der Europäische Union wegen eines Streits über die Bezahlung tagelang eingestellt worden. Vor allem Staaten in Südosteuropa waren daher zeitweise komplett von Gaslieferungen abgeschnitten gewesen. (APA)

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18 Postings
helge schneider
00
20.11.2009, 18:47
faszinierend

der standard ist scheinbvar das einzige blatt das vernünftig genug war naftogaz und deren verträen die schuld zu geben.
die löwinger in den massenblättern versuchen seit jahren das ganze putin in die schuhe zu schiebnen.

von den preisnachlässen genz zu schweigen die frau timoschenko nicht so gerne nach europa weiterkommuniziert.

vom anderen Sternli
00
20.11.2009, 17:39
High heels

Vermutlich hat Frau Timoschenko das nächste Mal noch heftigere High Heels an als bei diesem Event. Die Frau konnte doch schon fast nicht mehr gehen. Soll man dadurch auf ihre Geistesverfassung schließen?

adaschauher
00
20.11.2009, 17:07
kein problem: bei verdoppelung der "transitgebuehr" zahlen jetzt eben die europaer fuer den grossen gasdiebstahl...

...von dem timoschenko und ihre bande lebt.

robert rittersmann
00
20.11.2009, 18:36

wenn große Banken und Spekulanten den Ölpreis einfach so in die Höhe treiben, stört Sie das nicht?

Fröhlich sein hilft
01
20.11.2009, 15:24
Und wieder hat Putin gezeigt

wie es geht!
Und noch vor einer Woche haben alle gejammert...

Mad_Professor
00
20.11.2009, 13:20
Gashahn abdrehen?

Ist doch ´n geiles Spielchen.
Weiß man spätestens seit Irvin Welshs "Drecksau". ;-)

Scheich Abdul
03
20.11.2009, 13:10

ist und bleibt ne zuckerschnecke

Koinoentität
00
20.11.2009, 17:43

Ein bisschen ruhiger ist sie geworden, seit der Darth Vader tot ist.

Der Große von Gegenüber
00
20.11.2009, 13:33

man kann nur sagen: Rapunzel, laß dein Haar herunter ...

adaschauher
00
20.11.2009, 17:10
dees kann dea oide berlusconi hoid nimma...

sabber
00
20.11.2009, 10:46
Wieviel

sind die Versprechungen von solchen Entwicklungsländern schon wert

AlliGator
01
20.11.2009, 13:15

"pacta sunt servanda" - die Russische Regierung klebt immer total an den Buchstaben eines Vertrages. Mir wäre kein Beispiel bekannt, bei dem sie einen kommerziellen Vertrag gebrochen hätten.

Deswegen hat Julia T. ja darauf hingewiesen, daß das Ganze noch schriftlich fixiert werden muß.

tramezzino
00
20.11.2009, 12:08

null, nada, niente.

Curd Hombre
00
20.11.2009, 09:52
...na und...

..auf eine nachhaltige Lösung, die uns ein bisserl weniger Abhängigkeit beschert wird wahrscheinlich gepfiffen!

more ideas
 
11
19.11.2009, 10:21
fuer 2000 m3 und 5000 km

sind das 2*50*1,15 = 110,5 €
(ca. 10 % meiner Kosten)
fuer 5000 km Transport.

davon 11,5 Euro fuer Ukraine.

das kann ich mir leisten !!!

Zuckerbussi
00
20.11.2009, 15:43

Auch 115€? Das kommt bei Ihrer Rechnung nämlich heraus...

peace & love
00
19.11.2009, 09:52
fein.

dann können sie dieses jahr vielleicht zahlen ...

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