IBM: Katzensprung in Richtung Gehirn-Computer

18. November 2009 13:59
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Kortikale Simulation mit zehn Bio. einzelnen Synapsen gelungen

IBM Research hat einen Schritt in Richtung Computersysteme gemeldet, welche die Fähigkeiten des Gehirns simulieren und emulieren können. Wissenschaftlern des IBM-Forschungszentrums Almaden ist erstmals eine Simulation annähernd in Echtzeit gelungen, die einen Kortex mit einer Mrd. Neuronen und zehn Bio. Synapsen umfasst - mehr als beim Gehirn einer Katze.

Für die Katzenhirn-Simulation, die im Rahmen der Supercomputer-Konferenz SC09  vorgestellt wurde, kam der Superrechner "Dawn" am Lawrence Livermore National Laboratory zum Einsatz. Dieses Blue Gene/P-System belegt mit seiner Rechenleistung im 34. Superrechner-Top-500-Ranking, das zur SC09 erschienen ist, Platz elf. Dementsprechend dürfte der Weg bis zu Computern, die wirklich wie ein menschliches Gehirn arbeiten, noch relativ weit sein.

Gehirnverständnis für Chip-Nachahmung

Die kortikale Simulation ist ein Werkzeug, um die Arbeitsweise des Gehirns besser zu verstehen, um eine technische Nachbildung zu ermöglichen. "Vom Gehirn zu lernen ist eine attraktiv Möglichkeit, Energieversorgungs- und Dichteherausforderungen zu bewältigen, mit denen das Computing heute konfrontiert ist", sagt Josephine Cheng, Vice President bei IBM Research - Almaden. Ein "synaptischer" Chip könnte nanotechnologisch unter Ausnutzung von Fortschritten bei Phasenwechsel-Speichermaterialien und magnetischen Tunnelkontakten realisiert werden.

Ergänzt wird die Simulation dabei durch einen zweiten Forschungs-Meilenstein. Ein in Zusammenarbeit mit der Universität Stanford entwickelter Algorithmus verspricht die Möglichkeit, die vielen neuralen Verbindungen im menschlichen Gehirn mithilfe von diffusionsgewichteter Magnetresonanztomografie nicht-invasiv zu vermessen. Solche Daten können die Grundlage für Theorien zur Gehirnfunktion bilden, die dann mit dem Simulator getestet werden können.

Vergleichsweise trivial

"Das IBM-Modell ist völlig anders als das, was wir machen", meint Henry Markram, Leiter des Blue Brain Projekts an der École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL), auf Nachfrage von pressetext. Das Schweizer Projekt simuliert zwar ebenfalls das Gehirn und nutzt bislang ebenso einen IBM-Superrechner, eine Verbindung zwischen den beiden Forschungsprojekten besteht jedoch nicht.

Das mag mit unterschiedlichen Zielsetzungen zusammenhängen. Während IBM eher die Chipentwicklung in den Vordergrund stellt, will Blue Brain auch helfen, neurologische Störungen zu verstehen. "Was IBM da macht ist trivial und hat wenig mit dem Gehirn zu tun", meint Markram gar. Dem gebürtigen Südafrikaner zufolge könnte ein künstliches menschliches Gehirn in zehn Jahren Realität sein - was etwa hundert mal mehr Neuronen und Synapsen bedeutet als in IBMs Katzenkortex-Simulation. (pte)

 

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IBM

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Posting 1 bis 25 von 44
1 2
ich finde keinen namen
19.11.2009 23:24
tja, zuviele haben

einen sprung in der schüssel.

Martin Stettner
19.11.2009 16:34
Vergleich?

Alles was der Artikel schreibt, ist, daß die Anzahl der Neuronen/Synapsen in etwas mit der in einem Katzenhirn zu vergleichen ist. Interessant wäre, ob die Simulation damit auch nur ansatzweise die Leistungen eines Katzenhirns simulieren kann. Das hängt ja dann doch sehr stark von der Modellierung der einzelnen Synapsen bzw. Neuronen ab.

BEnBArka
19.11.2009 13:24
Toll

jetzt gibts es also einen Supercomputer der, seinen Datenmüll brav in eine Ecke macht, den angefallen Staub selbst herauswürgt, Daten zerkratz und nur dann auf eine Befehlseingabe reagiert wenn man ein Leckerlie für den Computer hat. Toll :)

Raubkopierer
19.11.2009 06:42

wenn der computer weder grammatik noch wörterbuch zur hand hat wird die katze ihn nicht verstehen.

Simon Danner
19.11.2009 09:44

Die Idee bei solchen Netzen ist, dass man denen Grammatik und Vokabeln beibringt. Zu vergleichen mit dem Hirn eines Kleinkindes (von der Idee her!!), das weiß auch noch nicht viel hat aber unglaubliches Potenzial. Also muss man sich dann vor den Computer setzen und mit ihm lernen ;)

Name d. Red. bekannt
18.11.2009 19:34
:.

das ende der computer-maus

voc-monkey
18.11.2009 18:45
da fällt mir nur ein sein..

I`ll be back!

Der rote Pate
18.11.2009 18:21
Kürzlich las ich in einem Posting (Kantig) von Nervenzellen aus Mäusgehirnen!

Diese verschaltet mit Robotern leisten schon sehr viel und Kantig meinte, diese Gehirnzellen beliebig vermehrt, könnten Intellekt des Menschen einmal übertreffen.

Die Hinterfotzigkeit des Gedankens, Leute arbeitet wegen der kommenden Automatisation zusammen; welcher Politiker versteht solche Worte?

Die können nicht einmal erkennen, daß das "Arbeitsplatz Schaffen" ein fauler Pfurz ist.

Die Erwerbsarten werden sich dramatiach ändern, wir könnten mit klugen Leuten ganz vorne dabei sein, nicht beleidigend, mit Trottel in Parteidenke gefangen, geben Geld an Bankster die wirklich leicht zu ersetzen sind.

Ein Konto für alle wie beim Finanzamt üblich und schon könnte per Handy Banking laufen.

Visionen braucht das Land - nicht mehr Beamte.

Hausverstandshasser
18.11.2009 17:12
Um das Gehirn mancher Politiker zu simulieren,

würde ein kaputter Taschenrechner vollkommen genügen...

Dein schönster Traum
18.11.2009 18:17
Hm...

...eine Flasche Wodka tuts auch.

Gleichheit
18.11.2009 16:56
selbstmord

format C:\

Schurke!
19.11.2009 00:11
wozu selbstmord?

make love && rm -rf war

werwolfi
18.11.2009 18:51

nur, wenn sowas jemals unter Win laufen würde, was ich stark bezweifle.
probiers lieber mit
sudo rm -fr /
oder
sudo dd if=/dev/zero of=/dev/hdc
;o)

Fallback
18.11.2009 18:26
Für weiterentwickelte Gehirne

rm -rf /

Linus
18.11.2009 22:10
Sie müssen auch aus der Windows Welt sein.

Sonst würdens nicht ständig als root arbeiten.

DerMarkus2
19.11.2009 08:39

Ich bin root, ich darf das

einer123
18.11.2009 16:51

"... könnte ein künstliches menschliches Gehirn in zehn Jahren Realität sein" wegen solchen aussagen nimmt die KI forscher keiner ernst

Mike Black
18.11.2009 17:32
hoho

Laut Moore's law verdoppelt sich die Rechenleistung alle 18 Monate (manche zweifeln das für die Zukunft inzwischen auch schon an). In 10 Jahren haben wir also 20 mal schnellere Computer. Und damit will der gute Mann ein Gehirn simulieren, welches 100 mal mehr Neuronen und Synapsen hat als das oben vorgestellte.

Da bleibt dann nur noch eines zu sagen: Träumer!

Meine Wenigkeit mit viel Senf
19.11.2009 10:23
Schon lang nimmer

Erfahrungsbericht: Umstieg von meinem 6 Jahre alten Notebook (damals ein Mittelklassemodell) auf ein aktuelles Spitzenmodell (schnellste vor einem halben Jahr verfügbare Plattform), selbes Betriebssystem (Ubuntu). Geschwindigkeitssteigerung ca. Faktor 3.

Also in 6 Jahren vielleicht gerade mal verdoppelt wenn man zwei Spitzenmodelle vergleicht...

Mike Black
19.11.2009 08:27
An alle Antworter:

Mea Culpa, Ihr habt vollkommen recht. Ich ziehe hiermit mein Posting zurück.

Danke für die Hinweise.

Hallodriho
19.11.2009 08:25

Dass mit der Anzahl der Transistoren auf einem Computerchip auch die Rechenleistung der Computer exponentiell anwächst, kann aus dem Mooreschen Gesetz nicht gefolgert werden.

Quelle: Wikipedia

Zuerst informieren ;)

Pool Snoopy
 
19.11.2009 01:20

wann wird sich das endlich herumgesprochen haben, dass moore's law nix mit rechenleistung zu tun hat.
er hat behauptet, dass sich die anzahl der transistoren verdoppelt! das ist weit weg von doppelt so schnell.

hulkjr
18.11.2009 22:03
wahnsinn

das war wirklich das größte armutszeugnis in mathematik das ich je gesehen hab. amen.

palmer_eldritch
18.11.2009 18:37
Wieso, stimmt doch:

Wenn sich die Rechenleistung alle 1,5 Jahre verdoppelt, verdoppelt sie sich binnen 10 Jahre 6,666...-mal (10/1,5 = 6,666...).

2^6,666 =~ 101,5

In 10 Jahren sind Computer also 101,5-mal schneller. Ungefähr. :-)

Pool Snoopy
 
19.11.2009 01:22

bei moore's law geht's nicht um geschwindigkeit.

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