Kampagne "Auf ihn ist Verlass"

Weihnachtsfeiern führen zu mehr Alkounfällen im Dezember

18. November 2009, 17:21
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    foto: derstandard.at/peherstorfer

     Mit etwa 8000 Plakaten will das Salzburger Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) dafür sorgen, dass Mitarbeiter nach mehr oder weniger ausgelassenen Firmen-Weihnachtsfeiern sicher nach Hause kommen.

Aktion in Salzburg animiert Unternehmen, für einen sicheren Heimweg vorzusorgen - Plakate und Taxigutscheine - Polizei plant verstärkte Kontrollen im Advent

Salzburg - "Auf ihn ist Verlass. Wenn er fährt, trinkt er nicht." - Mit diesem Slogan auf etwa 8000 Plakaten will das Salzburger Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) dafür sorgen, dass Mitarbeiter nach mehr oder weniger ausgelassenen Firmen-Weihnachtsfeiern sicher nach Hause kommen. Auch Arbeiter- und Wirtschaftskammer, der Arbeitsmedizinische Dienst, die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA), der Energieversorger Salzburg AG und die Gebietskrankenkasse sowie die Polizei beteiligen sich an der Aktion.

Spaß und Verantwortung

Die positive Stimmung auf den Plakaten solle deutlich machen, dass man "Spaß haben und dennoch Verantwortung übernehmen" könne, heißt es vom KfV, das die Aktion in Salzburg bereits zum achten Mal durchführt. 5000 der Plakate legt die Wirtschaftskammer ihrer Mitgliederzeitung bei, die restlichen werden an etwa 800 Sicherheitsvertrauenspersonen und Betriebsräte in den Unternehmen, an Arztpraxen, Apotheken, Berufsschulen und Vereine verteilt.

Ein-Euro-Gutscheine fürs Taxi

Man wolle "die Firmen und Vereine dazu animieren, sich auch darüber Gedanken zu machen, wie die Mitarbeiter nach der Weihnachtsfeier wieder gut nach Hause kommen", sagt Rainer Kolator vom KfV. Dabei hilft eine Kooperation mit zwei Salzburger Taxiunternehmen: Sie stellen insgesamt 1000 Ein-Euro-Gutscheine zur Verfügung. Firmen können diese Gutscheine gratis beim KfV anfordern, solange der Vorrat reicht.

Firmen bieten Übernachtungsmöglichkeiten

Außerdem fordere man die Unternehmen auf, ihre Maßnahmen zur Unfallprävention zurückzumelden, sagt Ursula Hemetsberger vom KfV. Von etwa 300 Firmen bekomme man jährlich Feedback, sagt sie, die Firmen würden mehrheitlich auf Fahrgemeinschaften setzen, ihren Mitarbeitern Taxis bezahlen oder aber auch Übernachtungsmöglichkeiten bereitstellen. Einige Firmen seien sogar besonders großzügig und würden ihren Mitarbeitern nicht nur das Taxi für die Heimfahrt, sondern auch für eine Lokalrunde in der Innenstadt zuvor bezahlen, berichtet Hemetsberger.

Gefährlicher Dezember

Tatsächlich sei an den Dezemberabenden die Anzahl der Alkoholunfälle "doch etwas höher als in den anderen Monaten", sagt Sebastian Dorfinger von den AUVA. Auch Krankenstände seien nach Weihnachtsfeiern häufiger, berichtet Siegfried Schluckner, der Obmann der Salzburger Gebietskrankenkasse.

Junge Männer als Risikogruppe

Insgesamt gab es in den ersten acht Monaten des Jahres 2009 in Salzburg 123 Alkoholunfälle mit 173 Verletzten und drei Toten, 40 Prozent davon in der Landeshauptstadt. Die Zahlen sind gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig. An Samstagen und Sonntagen passieren im Wochenvergleich die meisten dieser Unfälle, Hauptunfallzeit ist zwischen 19 und 24 Uhr. Die höchsten Verletztenzahlen gibt es in den Altersgruppen zwischen 15 und 24 Jahren, aber auch die 25- bis 49-Jährigen sind häufig betroffen. Nur 13 Prozent der Alkolenker waren Frauen.

Verstärkte Kontrollen

Bei Jugendlichen habe die Aufklärungsarbeit teilweise schon gegriffen, sagt Dieter Rauchenzauner von der Salzburger Polizei: Es komme bei Kontrollen immer häufiger vor, "dass der Lenker bröseltrocken ist, während alle anderen laut herumgrölen". Für die Vorweihnachtszeit kündigt Rauchenzauner flächendeckende Alkoholkontrollen an. Schon während der ersten zehn Monate des Jahres habe man die Zahl der Vortests um ein Drittel auf 73.671 gesteigert. Von den kontrollierten Lenkern wurden 4.994 zum Alkomattest gebeten, davon waren 2.737 positiv. Bis Jahresende sollen 100.000 Vortests durchgeführt werden. (Markus Peherstorfer, derStandard.at, 18.11.2009)

 

 

Kommentar posten
18 Postings
Nr.3645
00
5.12.2009, 21:21
hauptsache glühwein saufen

der rest ist egal.

Letzte Tage
00
19.11.2009, 20:57

Weihnachtsfeiern führen auch zu anderen schrecklichen Dingen: Verbrüderungen mit den Chefs, Peinlichkeiten am folgenden Morgen, schreckliche Buffets und billiger Sekt.

OidaVoda
01
19.11.2009, 15:05
fürchterlich

so kann nur ein sujet, das von öffentlicher seite in auftrag gegeben wurde, aussehen.

mitrovic dejan
00
19.11.2009, 11:57
Burnaut bei Salzburgs Polizei

Ob die Salzburgs Polizei überhaupt in Die Lage ist irgend welche Advent kontrollen zu machen wegen Grasirende Burnaut bei Beamten untersucht gerade eine Kommision von Psychologen laut Ofizielen seite von Salzburgs Polizei.Dort sind die Beamten am rande ihren Belastungs Tätigkeit gelangen. http://www.polizei-fcg.at/index.php... newsid=307 http://derstandard.at/fs/125380... te=4&sap=2

Orakel1
02
19.11.2009, 09:18
Durch WEihnachtsfeiern steigen die Alkounfälle und die...

....und die unehelichen Kinder.

Lambert Oitzinger
42
18.11.2009, 21:31
Unsere Politiker sind verlogene Wendehälse ...

... Beispiele wüsste ich en masse zu nennen. Im konkreten Fall, könnte man sehr schnell Herr dieses Wahnsinns auf österreichischen Straßen werden.

Wer alkoholisiert Auto fährt und/oder das erlaubte Tempolimit exorbitant überschreitet, dessen Fahrzeug wird (ähnlich wie in Italien) konfisziert und versteigert, obendrein sollte man dem Täter ein lebenslanges Fahrverbot aussprechen, bei Nichteinhalten drohen Haftstrafen.

Diese einfache Regelung konsequent durchgeführt, könnte hunderte Menschenleben jährlich retten.

Aber unsere Politiker gehen lieber über Leichen im wahrsten Sinn des Wortes, weil sie um jede Stimme zittern, auch um die eines Autorasers oder Alkolenkers.

Dr Grulka
 
12
19.11.2009, 19:49

Und schon wieder ein selig-bunter Freudentraum aus dem rosaroten Wunderland der Gesetzverschärfer.
Alle paar Dutzend Postings wieder.

Lambert Oitzinger
00
19.11.2009, 20:04
Im Gegensatz zu Ihnen bringe ...

.. ich einen konstruktiven Vorschlag ein, Sie sind nichts anderes als ein lebensunerfahrener Zyniker, der in einem Wunderland lebt, fragen Sie mal einen Rotkreuzhelfer, die es in ihrem Wunderland nicht gibt, was er empfindet, wenn er miterleben musste, wie Kinder bei lebendigem Leib auf der Rückbank verbrannten, weil so ein Alko-Schwein nicht mehr fähig war, sein Auto unter der Kontrolle zu halten.

Wenn Sie so g'scheit sind, dann machen Sie doch die Kinder wieder lebendig - sind's vielleicht unfähig Herr Dr. Grulka - Dr. med. wohl nicht und an ihrer Diktion wohl auch kaum Dr. jur.

Dr Grulka
 
00
22.11.2009, 20:10
Sein Sie mal nicht so hitzig,

Es wird schnell unsachlich.
Ich bin, schon auch als ehemaliger Sani, auf Ihrer Seite.
Ich will Ihnen nur die Illusion nehmen, daß hunderte Menschen nicht wegen Alkofahrern verunglücken werden, weil man schon wieder mörderische Strafen aussetzt. Das ist denen wurscht.
Ich bin halt, ganz unzynisch, aber auch ganz unemotional, gegen phantastische Abstrafungen als Wundermittel gegen Mißstände.
Gefällt mir nicht. Is so ein Prinzip.

OidaVoda
00
19.11.2009, 15:07
blödsinn

die leute würden dann einfach ohne deckel fahren.
da können sie ihnen drohen, womit sie wollen.

Lambert Oitzinger
02
19.11.2009, 20:09
Wenn Sie meinen Text vollständig gelesen ...

... hätten, dann würde ihnen aufgefallen sein, dass ich darauf verwies, dass die KFZ konfisziert (siehe Italien) werden. Des weiteren schreibe ich bei Nichteinhalten der Verpflichtung mit Haftstrafen und spätestens hier kann man auch nicht mehr "ohne Deckel" fahren.

Wenn wir tragische Unglücke wirklich vermeiden wollen, dann müssen wir auch konsequente Rechtsnormen erschaffen und entsprechend exekutieren. Danach mit Law & Order zu drohen, davon hat keiner was.

Lieber sehe ich einen notorischen Autolenker ein paar Monate im Gefängnis, als einen völlig unschuldig Menschen im Sarg oder lebenslang im Rollstuhl sitzen.

OidaVoda
00
20.11.2009, 12:32

ich denke, dass bewusstseinsbildung auf dauer mehr bringt, als strafandrohung.
denn die leute werden immer davon ausgehen, eh nicht erwischt zu werden und somit weiterhin besoffen fahren. nur wenn keiner mehr besoffen fahren WILL, dann haben wir so etwas wie die sicherheit, nicht von einem alkolenker über den haufen geschoben zu werden.

einzige alternative:
einbau eines alkomaten in jedes auto, erst nach dem "blasen" kann gestartet werden. natürlich gentechnisch codiert, damit kein nüchterner für einen blasen kann.

Lambert Oitzinger
00
20.11.2009, 17:14

Ich weiß, dass in den meisten Fällen, die sg. Alkolenker auch nach Führerscheinabnahme ihr Fahrzeug wieder in Betrieb nehmen, auch dann wieder alkoholisiert.

Erst heute hatte ich wieder einen Bericht in der Hand, in dem ein 20jähriges Mädchen alkoholisiert einen Unfall verursacht hatte und dem die Lenkerberechtigung schon vor einem Monat entzogen worden ist.

Anstatt „Alkomaten“ einzubauen, erschiene mir eine Konfiszierung des Fahrzeuges einfacher und bei notorischen Alkolenkern lebenslangen Führerscheinentzug. Ich kenne Personen, denen man schon zigmal den Führerschein wegen Trunkenheit entzogen hat.

Bewusstseinsbildung ergänzend - sehr sinnvoll.

Blackbox wäre eine interessante Alternative.

irrelevant uninteressant
12
19.11.2009, 15:00

Na genau du Lulu;

verbieten, verbiiiiiieeeeeten....!!!!!

Mich regen solche obrigkeitshörigen Blockwarts-Fuzzis total auf.

Traust dich schon allein außer Haus oder muß
die Mama noch Patschhandi halten?

Lambert Oitzinger
00
22.11.2009, 20:38
Wenn jemand durch eine Stadt ...

... mit 100 km/h rast, so darf man getrost als geistig abnormal definieren. Einem solchen Menschen ein Kraftfahrzeug weiterhin zu überlassen ist mehr als fahrlässig, da in seinem Besitz, das KFZ den Charakter einer Waffe und nicht die eines Fahrzeugs einnimmt. Prävention kann nur durch Androhung hoher Strafen geschehen, es ist wohl kaum im Interesse eines Opfers, welches lebenslang an den Folgen des Verkehrsunfall leidet und/oder nach wenigen Jahren daran stirbt und/oder unmittelbar stirbt, wenn im Nachhinein eine harte Law-Order-Politik greift.

Und zu Ihrer Diktion:
Beleidigung (§ 115 StGB) - lesen Sie sich mal den § durch.

Gschamster Diener, Herr Direktor!
00
18.11.2009, 19:13

Was für ein Bild... Ich nehm meine verlässlichen Bekannten auch öfters mal einfach so, ganz natürlich, auf den Arm.

Graf Cagliostro
00
19.11.2009, 14:34

Wer tut das nicht?

CountOfMonteCrystal
03
18.11.2009, 17:40

er fährt nicht sondern lässt sich von seinen arbeitskollegen nach hause tragen wenn er fett ist... werd ich auch mal zur sprache bringen bei der nächsten weihnachtsfeier :D

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