Die Wiener SP hatte in der Vergangenheit keine guten Erfahrungen mit Volksbefragungen
Sternwartepark 1973: 57,4 Prozent sprechen sich gegen das von Bürgermeister Felix Slavik forcierte Bauprojekt der Uni Wien (Neubau des Zoologischen Institutes) aus.
Flötzersteig 1980: 56,6 Prozent sprechen sich zwar für den Bau einer zweiten Westeinfahrt über den Flötzersteig aus - aber das SP-Projekt einer „Stelzenstraße" bleibt mit weniger als einem Drittel der Stimmen in der Minderheit. 77,5 Prozent sprechen sich für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs aus.
Steinhofgründe 1981: 53,5 Prozent sprechen sich gegen den SP-Plan aus, auf einem Teil der Steinhofgründe Wohnbauten zu errichten. Bürgermeister Leopold Gratz lässt daraufhin das Areal für die Bevölkerung öffnen.
Expo 1991: Die für 1995 geplante gemeinsame Weltausstellung in Wien und Budapest wird mit einer 65-prozentigen Mehrheit abgelehnt. Gleichzeitig sprechen sich _70_Prozent für den Bau der Staustufe Freudenau aus. Danach wurde das Instrument der Volksbefragung von der SP auf Eis gelegt. (frei, DER STANDARD Printausgabe, 18.11.2009)