Chronologie

Pleiten, Pech und Volksbefragung

17. November 2009, 20:05

Die Wiener SP hatte in der Vergangenheit keine guten Erfahrungen mit Volksbefragungen

Sternwartepark 1973: 57,4 Prozent sprechen sich gegen das von Bürgermeister Felix Slavik forcierte Bauprojekt der Uni Wien (Neubau des Zoologischen Institutes) aus.

Flötzersteig 1980: 56,6 Prozent sprechen sich zwar für den Bau einer zweiten Westeinfahrt über den Flötzersteig aus - aber das SP-Projekt einer „Stelzenstraße" bleibt mit weniger als einem Drittel der Stimmen in der Minderheit. 77,5 Prozent sprechen sich für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs aus.

Steinhofgründe 1981: 53,5 Prozent sprechen sich gegen den SP-Plan aus, auf einem Teil der Steinhofgründe Wohnbauten zu errichten. Bürgermeister Leopold Gratz lässt daraufhin das Areal für die Bevölkerung öffnen.

Expo 1991: Die für 1995 geplante gemeinsame Weltausstellung in Wien und Budapest wird mit einer 65-prozentigen Mehrheit abgelehnt. Gleichzeitig sprechen sich _70_Prozent für den Bau der Staustufe Freudenau aus. Danach wurde das Instrument der Volksbefragung von der SP auf Eis gelegt. (frei, DER STANDARD Printausgabe, 18.11.2009)

Emiliano Zapata
 
00
18.11.2009, 00:35
nicht zu vergessen die "8er" volksbefragung

anlässlich der eröffnung der u6, als die strassenbahnlinie 8, entlang des gürtels eingestellt wurde... wurde von der stadtregierung nicht einmal ignoriert ;-(

Agent Provocateur!
01
18.11.2009, 16:26
100% d'accord!

In dieser Aufzählung die "berühmte" Befragung des Jahres 1990 zu vergessen, wo 94% GEGEN die Einstellung des 8ers votiert haben, worauf Hatzl eine Woche später mit dem Abbau der Gleisanlagen begann, hätte der Redaktion nicht passieren dürfen.

Auch die manipulative Fragestellung der Steinhof-Befragung („Sind Sie für die Errichtung von 885 modernen und erschwinglichen Wohnungen in Wien-Penzing (Steinhof-Gründe), wobei gleichzeitig mehr als 200.000 Quadratmeter Grünfläche, die den Wienerinnen und Wienern bisher nicht zugänglich waren, öffentlicher Grünraum werden sollen?“) ist ein demokratiepolitischer Skandal, den die SPÖ zu verantworten hat.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.