Grünes Bakterien-Leuchten enttarnt Landminen

17. November 2009, 16:30
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    foto: archiv/red

    Jährlich sterben 15.000 bis 20.000 Menschen durch Landminen. Die nun vorgestellte Methode könnte helfen, die gefährlichen Sprengfallen günstig zu  beseitigen.

Forscher der Universität von Edinburgh stellen einfache und kostengünstige Methode zur Auffindungen von Sprengfallen vor

Edinburgh/Berlin - Wissenschafter der Universität von Edinburgh arbeiten an einer einfachen und kostengünstigen Methode vergrabene Landminen aufzuspüren. Sie bedienen sich dabei Bakterien, die grün zu leuchten beginnen, wenn sie mit Sprengstoff in Berührung kommen. Mit Hilfe des sogenannten BioBricking, bei dem DNA von Bakterien umgebaut wird, ist das möglich.

Die Bakterien sollen in eine farblose Lösung eingebracht werden, die grüne Leuchtflecken bildet, wenn sie in die Nähe von Sprengstoffen kommt. Nach Angaben der Forscher könnte die Lösung auch vom Flugzeug aus auf den Boden gesprüht werden. Einige Stunden danach würde man jene Stellen sehen, an denen Sprengstoff versteckt ist.

Umbau für Spezial-Aufgaben

"Der Antiminensensor ist ein gutes Beispiel dafür, wie wissenschaftliche Innovation einer breiten Bevölkerung dienen kann", so Alistair Elfick von der School of Engineering, der das von Studenten ins Leben gerufene Projekt leitet. Zudem zeige das System auch, wie man mit neuen wissenschaftlichen Technologien Moleküle für spezielle Einsatzmöglichkeiten umbauen könne.

Jährlich 15.000 und 20.000 Opfer

Im jüngsten Zehn-Jahres-Bericht des Abkommens zum Verbot von Antipersonenminen (Ottawa-Konvention) wurde die Zahl der Opfer aus Landminen und Blindgängern mit mindestens 75.000 angegeben. Dabei handelt es sich nur um jene Verletzten und Toten, die registriert wurden. Die britische Organisation Handicap International geht von einer jährlichen Opferzahl von 15.000 und 20.000 aus. Mehr als 100 Staaten sind davon betroffen. (red/pte)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 46
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K R
00
11.2.2010, 01:49
künftig werden an flughäfen duschen eingeführt ...

petrusae
00
30.1.2010, 16:13
Leuchtender Srengstoff

Was machen die Bakterien mit den vielen hundert verschiedenen Sorten von Sprengstoff? Werden die alle zum Leuchten gebracht? Kann dazu vielleicht ein Chemiker oder ein Mikrobiologe erklärende Worte finden

peter n
00
17.12.2009, 13:57
wenn diese Bakterien genetisch hergestellt wurden

kann man dann nicht auch solche entwerfen die auf Terroristen ansprechne?

Woodpecker
00
19.11.2009, 10:17
Der Fluch des Journalismus, die Vereinfachung

und damit das Erzeugen von Angst: nach der Lektüre dieses Artikels wissen wir, genau gesagt, nichts.
Der zitierte Artikel sagt immerhin, daß es sich um die Detektion von ausgewaschenen Sprengstoffspuren handelt und (beiläufig, ohne Beweise) daß die "custom made" Bakterien ungefährlich für Menschen oder Tiere wären - was impliziert, daß noch keine diesbezüglichen Studien bezüglich der Wirkung auf Pflanzen oder Kleinstlebewesen gemacht wurden.
Vorstellen kann ich mir, daß am Abend ein Rübenbomber die Flüssigkeit ausbringt und des Nachts ein mit (genauem) GPS ausgestatteter Flieger oder Hubschrauber die Landschaft fotografiert/abscannt, sodaß Minen zumindest auf ein paar Meter genau lokalisiert werden können. Aber nicht jede Mine sabbert.

Grammelschmalzbrot
04
18.11.2009, 15:39
Ich bin für "Pfandwertminen"!


Die bringt man, wenn man sie nicht mehr braucht, zum Händler zurück und bekommt auch noch etwas Geld zurück!

Das tut der Natur und dem Menschen gut, gelle!

;-)

"Ja Natürlich" - sagt dann das Schweinderl!

Nick Tameer
00
20.11.2009, 23:19

Um nach nervenaufreibender Entschärfung in der Waffenhandlung um die Ecke ein schnödes "Diese Sorte führen wir nicht!" zu hören zu bekommen?

leser_3
00
18.11.2009, 10:33

Also grundsätzlich denke ich, dass das eine gute Entwicklung ist. Aber werden Landminen normalerweise nicht mit 2-3 cm Erde bedeckt damit man sie nicht sieht?

Wenn dies so sein sollte, dann gelangen die Bakterien ja entweder nicht auf die Mine, oder man sieht das Leuchten nicht, oder?

Pelimbertus
05
18.11.2009, 05:22

Und als Abwehr gegen diese Enttarnung werden dann halt die Minen mit Antibiotika präpariert 8-(

Lethawae
33
17.11.2009, 19:52

Jetzt wird es aber Zeit daß die ersten wieder schreien, daß Genmanipulation per se böse ist.

Grammelschmalzbrot
02
18.11.2009, 15:43


Auszuschließen ist es ja nicht das aus unserem blauen Planeten, dann ein grün leuchtender wird!

- Macht sich dann im Sonnensystem wie eine Discokugel! - oder wie eine Warnung ...

... Achtung, hier lagert Atommüll und jede Menge Sprengstoff - betreten auf eigene Gefahr!


;-)

NONE
01
18.11.2009, 15:24

Per se ist Technik wertneutral.

Wenn hingegen Information patentiert wird und damit nicht mehr zugänglich ist - ausser man zahlt sich deppert - dann ist dies ein Systemproblem.
Und ich sehe nicht ein wieso wir diese Form der Ausbeutung unterstützen müssen.

"Genmanipulation" in der Medizin hat zum Beispiel viel weniger Kritik hervorgerufen als die "grüne Gentechnik" - das muss man berücksichtigen.

Man kann nicht immer nur auf jene fokussieren die Kritik üben aber in Wirklichkeit keine Ahnung von der Technik haben. Das ist unfair gegenüber jenen Kritikern die genau Bescheid wissen.

Loup Garou
02
18.11.2009, 08:35
ich stell mir gerade lebhaft vor,

wie ein gen-manipuliertes Bakterium vom Flugzeug aus in alle Winde verstreut wird.

Und wenn Sie das jetzt auch noch wirklich gut finden kann man Ihnen nur gratulieren...

Raubkopierer
00
22.11.2009, 22:03

wenn des genmanipulierte bakterium nix böses anstellt kanns ja ziemlich wurscht sein. außer dass die silvester kracher dann schon leuchten bevor man sie abschießt.

Der Eierbär
00
17.11.2009, 22:32

muhaha, ich schrei mal! ne scherz

vor kurzem gab es einen Bericht auf derstandard.at in dem berichtet wurde das HIV-Viren zu medizinischen Zwecken umprogrammiert wurden:
-keine Vermehrungsfähigkeit des Viruses
-einschleusen eines bestimmten DNA Stranges in die Zellen des Patienten zur Heilung

der Erfolg war anscheinend mäßig vorhanden (es hat geholfen nur nicht dauerhaft)

und so wie ich das las musste ich sofort auf "I am legend" aufdenken und das ich mich bei dem Bau meines hübschen autarken Bunkers beeilen muss!(*gg*)

Clemens Schwarz
34
17.11.2009, 22:30
Nicht die Gentechnik ist "böse", sondern die Absicht dahinter kann trügerisch sein.

Sie wissen wahrscheinlich, dass die Grundlage für die Zulassung von der Gentechnik keine wissenschaftliche war.
Leben sie in Brasilien neben einen Feld mit Rounup. Sie werden die helle Freunde haben. essen sie nur Gentechnikprodukte, ich weiß es nicht, aber es könnte sein, dass es Ihnen auf lange Sicht nicht bekommt.

Essen sie ausschließlich Gentechnik? Ich wäre interessiert an ihren Vitalwerten und würde die Aufarbeitung der Daten übernehmen. Ich bin mir auch sicher, dass sich genügend Menschen finden würden, die Ihnen über den Zeitraum von mehreren Jahren kostenfrei Gentechnik zur Verfügung stellt, sodass wir an Ihnen und an Ihren Kindern die Auswirkungen beobachten können.
Meine Anwalt wird den Vertrag aufsetzten. Ich bin stolz auf sie

der bunte faschist
00
18.11.2009, 17:16

Abgesehen von der ganzen Scheiße, die uns Monsanto & Konsorten auftischen, sind Sie doch einer von der Sorte Mensch "ich komme aus dem Esoeck".

Verwechsle ich da was oder sind nicht Sie der Biophotonenfreak?

Glod
10
18.11.2009, 09:44
"Nicht die Gentechnik ist "böse", sondern die Absicht dahinter kann trügerisch sein."

Und genau das sollten Greenpeace und Konsorten einmal kapieren.
Gegen diese Technologie zu protestieren ist einfach himmelschreiend naiv. Sie wird sich durchsetzen, der potentielle Nutzen ist einfach zu groß.
Ihr solltet stattdessen eine strengere Regulierung des kommerziellen Einsatzes fordern.

Und wenn es in Österreich GM-Food zu kaufen geben würde*, würde ich es kaufen.
Nicht so sehr weil ich es für so tolles Essen halte, sondern als Protest gegen die erbärmliche Gentech-Panik in diesem Land.

*Wer Tiere die mit GM-Food gemästet wurden für GM-Food hält, hat ganz einfach keine Ahnung.
Gene sind nicht 'ansteckend', die Manipulierten auch nicht.

Eine Kreatur
10
20.11.2009, 12:40
sie nackerpatzerl ..

haben sie schon von den unfruchtbarkeitsraten gehört, die bei gm-gefütterten tieren recht rasch auftritt?

haben sie schon einmal etwas von epigenetik gehört?

aber sie haben natürlich alle studien (die es nicht gibt) und das "wissen" jeglichen einfluss auf menschen auszuschließen ..

Glod
00
26.11.2009, 09:38
Nein, hab ich nicht. Link?

Und ja, Epigenetik ist mir ein Begriff, aber um es als Argument gegen Gentechnik zu verwenden, müssten sie schon weiter ausholen als es nur zu erwähnen.

Ich schließe nicht jeglichen Einfluss auf den Menschen aus, nur die prinzipielle Schädlichkeit von Gentechnik, einerseits weil es keine Belege gibt, andererseits weil Gentechnik nur eine Methode zur gezielten Herbeiführung von Mutationen ist, und Mutationen sind völlig natürlich.
Ich bin für eine stärkere Kontrolle von GVO-Produkten und deren Produzenten, aber eine Totalopposition ist erstens lächerlich und zweitens zum scheitern verurteilt.

Woodpecker
01
19.11.2009, 09:59
Die Freiheit des Einen endet vor dem Besitz des Anderen

Es mag jeder Bauer die Freiheit haben, Gen-Saatgut anzubauen, aber vor den Feldern des Nachbarn (insbesondere wenn jener das nicht goutiert) endet diese Freiheit auch schon. Das kapitalistische Grundgesetz vom Schutz des Eigentums sollte noch weit über den "Rechten" von Saatgutfirmen an verwehtem Material stehen, und jedem Richter weltweit müßte das eigentlich so klar sein wie nur irgendwas. Ich will hier nichtmal über Sinn oder Nutzen der Gentechnik auf den Feldern sprechen, das entscheidet letzlich die Wirtschaft - wobei ich nicht glaube, daß die Erfolgsrate der Menschen hier auf lange Sicht besser ist als die der Natur selbst, welche ja auch laufend experimentiert(e). Was nun allerdings unterbunden werden soll, mit welchen Folgen auch.

Glod
00
19.11.2009, 10:19
Zum einen scheint Monsanto die Säuberung kontaminierter Felder zu zahlen.

Zweitens wurden Leuten denen Gensaat auf die Felder geweht sind rechtzeitig vorgewarnt bevor sie verklagt wurden.
http://de.wikipedia.org/wiki/Perc... _Schmeiser

Und sie scheinen zu übersehen, dass Menschen seit Jahrtausenden in die Natur eingreifen, seit Jahrhunderten sehr gezielt, seit ca. 100 Jahren in die DNA selbst (Mutationszüchtung -> Pflanzensamen bestrahlen, wachsen lassen und nützliche Mutationen suchen, ja auch in Ö) und jetzt halt gezielter mit Gentechnik.
Bis auf die Methode ist eigentlich nichts neues daran.

Und Menschen sind besser als die Natur darin für sich Menschen nützliche Lebensformen zu schaffen.
So ziemlich alle Nutztiere und -pflanzen, wurden vom Menschen stark verändert.

Woodpecker
00
24.11.2009, 23:49
Menschennützliche Lebensformen

Das Problem liegt in der Subjektivität dieses Nutzens. Für die Gentechnik-Konzerne besteht der Nutzen primär in steigenden Aktienkursen dank kurzfristiger Rendite/Ertragssteigerung.
Was aber in 5 oder 10 oder 30 Jahren passiert auf den Feldern, interessiert den gerade aktiven Vorstand nicht die Bohne, nicht das Korn.
Klar gibt es dies nicht erst seit Erfindung der Gentechnik, verzüchtete Tiere sind ein gutes Beispiel.
Auch die Natur experimentiert und macht Fehler - da aber keine Profit-Interessen dahinterstehen, wird jeder Fehler auch wieder ausgemerzt, es muß keine Investition geschützt und es müssen auch keine Pfründe verteidigt werden.
Und zu allerletzt, Patente auf Leben sind sehr fragwürdig - mit oder ohne Gentechnik.

Glod
00
26.11.2009, 09:44
Da kann ich ihnen nicht wiedersprechen,

aber das sind rechtliche Probleme, die jetzt nicht wirklich gegen oder für Gentechnik sprechen.

Gentechnik gehört streng kontrolliert (Pestizidresisten halte ich auch für den komplett falschen Weg), aber es komplett zu verbieten ist mMn nach idiotisch.

Eine Kreatur
11
20.11.2009, 12:42
der mensch irrt ..

sie komiker .. das blenden sie wohl völlig aus ..

und der mensch ist opportunistisch - für den kurzfristigen geldsegen werden dank kapitalistischen wirtschaftssystems logik und vernunft geopfert ..

Glod
00
26.11.2009, 09:48
Nein, das blende ich nicht aus.

Wie ich schon ein paar mal erwähnt habe, ist Gentechnik keine ungefährliche Technologie und gehört streng kontrolliert.

Ihr Argument gilt für so ziemlich jede gefährliche Technologie und ist damit kein Argument gegen Gentechnik.
Man könnte es auch als Argument gegen Bergbau verwenden, weil zB in China so viele Bergarbeiter den aus Geldgier vernachlässigten Sicherheitsvorkehrungen zum Opfer fallen...

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