Rund 160 weitere Websites korrigiert - Wegen Irreführung von Verbrauchern
Wegen Missbrauchs beim Verkauf von
Handy-Klingeltönen sind nach Angaben der EU-Kommission mehr als 200
Internet-Plattformen korrigiert oder geschlossen worden. Von den 301
Websites, die bei einer EU-weiten Untersuchung im Juni 2008 als
rechtswidrig eingestuft wurden, seien 159 korrigiert und 54
abgeschaltet worden, teilte EU-Verbraucherschutzkommissarin Meglena
Kuneva am Dienstag in Brüssel mit. Dies entspreche einer Erfolgsquote
von 70 Prozent.
29 Seiten aus Österreich
In Österreich wurden nach Angaben der EU-Kommission 29 Websites
gecheckt. Bei 21 sei ein Verstoß gegen die
EU-Konsumentenschutzbestimmungen festgestellt worden, bei fünf
Websites seien anfänglich beanstandete Probleme gelöst worden, teilte
die EU-Behörde mit.
Abofallen
Bei der Vorstellung der Untersuchungsergebnisse im vergangenen
Jahr hatte Kuneva noch von 466 problembehafteten Websites gesprochen.
Verstöße gegen das Verbraucherrecht konnten aber nur in 301 Fällen
festgestellt werden, wie die Kommission am Dienstag erklärte. In
Deutschland wurden den Angaben zufolge bei 13 Websites Rechtsverstöße
festgestellt, alle diese Fälle seien mittlerweile gelöst. Ein Verstoß
gegen das Verbraucherrecht liegt unter anderem vor, wenn Klingeltöne
als kostenlos beworben werden, den Kunden aber tatsächlich ein
Abonnement untergejubelt wird.
Hohe Bußgelder
Die italienischen Behörden verhängten im Zuge der Untersuchung
saftige Bußgelder gegen neun Unternehmen: Telecom Italia, Vodafone,
Wind, Dada, Zed, H3G, Zeng, Fox Mobile und Tutto gratis müssen nach
Angaben der EU-Kommission wegen unvollständiger Preisinformationen
für Handy-Klingeltöne insgesamt zwei Millionen Euro Strafe zahlen. (APA/AP)