Fedora 12 ist da

Linux-Distribution bringt Neues für Server und Desktop - Live-CD ohne Mono, Verbesserungen bei Sicherheit und Virtualisierung

Alle sechs Monate liefert das Fedora-Projekt eine neue Release der eigenen Distribution ab, nun ist es wieder einmal so weit: Seit kurzem steht Fedora 12 zum Download, und die Basis der Enterprise-Produkte von Red Hat bringt dabei wieder so manche Neuerung - sowohl für den Desktop als auch den Server-Bereich.

Software

Die Softwareausstattung entspricht mit Kernel 2.6.31, gcc 4.4.2 und glibc 2.11 dem neuesten Stand, selbiges gilt auch für den GNOME 2.28.1 der bei Fedora von Haus aus als Desktop zum Einsatz kommt. Als erste der großen Distributionen unterstützt Fedora nun das Kernel-Based-Modesetting, bei dem die korrekte Auflösung gleich beim Beginn des Startprozesses eingestellt wird, für alle großen Grafikchiphersteller - neben ATI und Intel also erstmals auch für Nvidia. Ebenfalls neu ist die Unterstützung für DisplayPort-Anschlüsse - dies funktioniert derzeit allerdings nur mit Intel-Grafik.

Desktop

Am Desktop hat man einigen Feinschliff vorgenommen, so verzichtet man nun auf das eigene Nodoka-Theme und bevorzugt den GNOME-Standard-Look Clearlooks. Zusätzlich hat man sich aber auch den Details der grafischen Repräsentation gewidmet, etwa die Schriftendarstellung optimiert und die Tooltips so umgestaltet, dass sie die relevanten Inhalte nicht mehr unbeabsichtigt überblenden.

Auswahl

Diverse Änderungen gab es bei der Softwareausstattung, so kommt nun hier - wie auch bei Ubuntu 9.10 - nun Empathy statt Pidgin als Instant Messenger zum Einsatz. Das Desktop-Wiki Tomboy ist im Default-Install durch die 1:1-Kopie Gnote ersetzt worden, die statt in C#/Mono in C++ verfasst ist. Dazu passend ist Mono vollständig von der Live-CD verschwunden, beim DVD-Install wandert hingegen die Mono-basierte Bilderverwaltung F-Spot mit auf die Platte.

Virtualisierung

Besonderes Augenmerk hat man auf den Virtualisierungsbereich gelegt, was nicht weiter verwundern darf, hat sich Red Hat doch schon vor einiger Zeit den primären KVM-Entwickler Qumramnet geschnappt. So sollen virtuelle Maschinen in Fedora 12 nicht nur weniger Speicher verbrauchen, sondern auch flotter arbeiten. Auch der Zugriff auf virtuelle Disks wurde beschleunigt, zusätzlich ist es nun möglich virtuelle Netzwerkanschlüsse im laufenden Betrieb hinzufügen.

Sicherheit

Die Bestrebungen zur Verbesserung der Sicherheit von Linux-Systemen haben mit der neuen Release ebenfalls weitere Fortschritte gemacht. So laufen viele Root-Daemons nun mit wesentlich geringen Befugnissen als bislang, wodurch die Ausnutzung von Sicherheitslücken erschwert werden soll. Noch experimentell ist das SELinux-Sandboxing von grafischen Anwendungen, diese werden dabei in einem eigenen eingebetteten X-Server gestartet und sind sonst vollständig von den restlichen Daten der BenutzerInnen abgekoppelt.

Download

Fedora 12 kann ab sofort in Form einer umfangreichen Installations-DVD oder einer ebenfalls installierbaren Live-CD von den Servern des Projekts heruntergeladen werden. Zusätzlich gibt es eine Reihe von alternativen "Spins", etwa mit KDE bzw. Xfce-Desktop oder auch eine speziell auf den Bildungsbereich ausgerichtete Variante.

Test

Ein ausführlicher Test von Fedora 12 wird auf derStandard.at/web am kommenden Sonntag veröffentlicht.

(Andreas Proschofsky, derStandard.at 17.11.09)

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DisplayPort

DisplayPort! Naja, für nVidia halt ... alles auf einmal geht eben nicht.

Ich finde es sehr innovativ, daß man viele Monate nach OS X und Windows eh auch nachzieht und bereits eine halbfertige Funktion anbieten kann!

Geht mit Intel-Chipsätzen genauso.

Läuft seit Mittwoch auch am Desktop :) (Upgrade von Fedora 10)

Ich freu mich bei jedem neuen Release wieder, wenn Pakete in die Repositories aufgenommen wurden, die ich vorher manuell installieren musste... diesmal calibre und kdenlive :)

kdenlive:
Ich empfehle kdenlive fuer video schnitt unter linux (distributions unabhaengig).

Auch gnome user sollten damit videos schneiden ;-)
Es gibt nette video tutorials auf der homepage. (fuer anfaenger geeignet)

Lt. Internet nur LiveCD betroffen

LiveDVD und ONLINE Update von früheren Versionen soll keine Probleme machen

Ich habs von LiveCD installiert.

Fedora hat ISO der LiveCD zurückgezogen

Bei der veröffentlichten ISO der LiveCD von FEDORA 12 wurde gepfuscht.
PCs sind eingefroren - und haben sich in einer Endlosschleife befunden. Alle alten ISOs sind unbrauchbar.

Neue sollen in 2-3 Tagen zur Verfügung stehen.

Sind irgendwelche speziellen davon betroffen? Online wären nämlich noch alle. Bei mir hat die Installation auch wie immer problemlos geklappt.

Fedora12 64bit enttäuschend

Bleibt beim booten hängen.

[drm: drm_mode_rmfb] * ERROR *

Habe eigentlich keine exotische Hardware

IBM Thinkpad T60 -- Ubuntu 9.10 läuft perfekt.
Die Vorgängerversion von Fedora lief auch problemlos.

Wenn ich mir die Release Notes so durchlese frage ich mich was die Entwickler von Ubuntu und openSUSE so die letzte Zeit getrieben haben.

Weil? Als Desktop-OS betrachtet: was kann Fedora denn, was openSUSE oder Ubuntu nicht können?

Habe neulich mal zum Spass

Ubuntu 9.04, Fedora 11, KDE 4.1.3 installiert und nur Ubuntu lief ohne Stoerungen/Errors/nervenden Rootaccess-Aufforderungen.

Kernel-Based-Modesetting funktioniert bei Ubuntu mit meiner Nvidia nicht (oder ich weiss es nicht wie einzustellen)

Das geht auch nur mit dem nouveau-Treiber, nicht mit dem proprietären.

frickel frickel frickel

berichte über die allerneueste distro gehören in die rubrik computerspiele

Ich habe zwar jetzt nicht diese Fedora Version.
Aber Fedora läuft grundsätzlich, sehr stabil und wer sich damit auch auskennt, frickelt nicht lange rum, ausser will frickel.
Echt Bitter Dr. Bitter, dass sie scheinbar von etwas sprechen, von dem sie keine Ahnung haben.

mein letzter linux-installationsversuch hat mich 2 wochenenden gekostet

das mit der frickel-computerspiel-rubrik stimmt schon irgendwie. wer das betriebssystem als hoppy betreiben will, der sollte zu linux greifen.

bei mir wars xubuntu. nach 2 wochen in nerdforen, hatte ich die schnautze voll und die letzten probleme habe ich dann nicht mehr gelöst.

Also, dass man Linux nur als Hobby betreiben kann ist Unsinn.
Warum laufen wohl soviele Server in Firmen, die professionell arbeiten mit Linux?
Es gibt Netbooks mit Linux, die problemlos arbeiten.
Und auch Smartphones und sogar Firmware für Router.
Nur weil sie keine Lust mehr hatten, sich einzuarbeiten, Linux die Schuld zu geben ist sehr bequem für sie nicht? So kann man seine eigene Inkompetenz, wunderbar von sich wegschieben.

naja so Unrecht hat er auch nicht

man kann es am desktop schon fast als hobby betreiben.

arbeite ganz normal auf ubuntu 9.10,

aber frickel in letzter zeit an der oberfläche, aussehen und verhalten meines linuxes.

zur zeit bastel ich an nem hübschen conky für meinen desktop (sowas in der art: http://tinyurl.com/yafxbta)

mfg der Eierbär

Wow, netter conky!!

posting-nomen est posting-omen?

und keine ahnung obendrein.
naja, jeder wie er meint...

lass mich raten:


Traurig weil du das Wlan unter Linux nicht zum Laufen gebracht hast?

Oder wars doch die Grafikkarte?

pickel pickel pickel

gehören wohl in die rubrik pubertäre Jungs.

Wird eh nicht mehr lange dauern, bis das alles aus der "Innovation" rausverlagert werden muss. Sonst bleibt nicht genug Platz für Apple-Tablet-Spekulations-Artikel.

Wennst zu blöd bist, um mit Linux was anfangen zu können, dann bleib bei Deinem Vista und lass uns hier in Ruhe!

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