Lufthansa sieht auch 2010 als Krisenjahr

17. November 2009 09:11

Die deutsche Fluglinie stimmt die Investoren auf eine lange Durst­strecke ein

Hamburg - Die Lufthansa stimmt ihre Investoren auf eine lange Durststrecke ein. "2010 wird eine schwierige Herausforderung für uns werden", sagte Vizechef Christoph Franz der "Financial Times Deutschland". "Wir sind in der Lage, genügend Tickets abzusetzen, aber wir sind nicht in der Lage, dabei das Preisniveau zu heben. Und ich sehe offen gestanden auch keinerlei Tendenz für eine nachhaltige Erholung." Das durchschnittliche Erlösniveau, also den Umsatz je Ticket früherer Jahre werde die Lufthansa nie wieder erreichen.

Neben den krisenbedingten Einnahmeausfällen bei Premiumkunden machen Europas größter Airline vor allem die hohen Personalkosten und die Konkurrenz durch Billigflieger zu schaffen. Künftig will die Lufthansa die erfolgreichen Billigflieger mit deren eigenen Waffen schlagen. Um effektiver zu werden, werde die Lufthansa "in einigen Bereichen gezielt Elemente aus dem Geschäftsmodell der Low-Coster übernehmen", sagte Franz der "Welt" (Dienstag). So soll im Europaverkehr der Abstand zwischen den Sitzen verringert werden, um mehr Menschen im Flieger unterbringen zu können.

Europaverkehr "zu teuer"

Auch der Service an Bord steht auf dem Prüfstand, allem voran das Essen. Laut Franz ist die Lufthansa im Europa-Verkehr schlicht "zu teuer". Dies habe bereits zu erheblichen Marktanteilsverlusten geführt. "Ein neuer Wettbewerbsgeist wird uns gut tun", sagte Franz. Dazu gehöre zum Beispiel auch, mit mehr Flugzeugen zu niedrigeren Kosten und attraktiven Preisen Marktanteile zu verteidigen oder neue Märkte zu schaffen. Besonders die lukrativen Geschäftsreisenden blieben aus oder wechselten zur billigeren Konkurrenz.

Die seit Juni von Franz verantwortete Sparte Passage - dahinter verbergen sich die Kernmarke Lufthansa und Regionaltöchter wie die Cityline - schreibt derzeit Verluste. Nach Aussagen von Vorstandschef Wolfgang Mayrhuber droht auch dem Gesamtkonzern in diesem Jahr ein Minus. Zu den Aussichten für 2010 hatte sich die Lufthansa bisher nicht explizit geäußert.

Kerngeschäft bleibt in roten Zahlen

Franz, der als Favorit für die Nachfolge Mayrhubers gilt, deutete an, dass das Kerngeschäft auch in den nächsten beiden Jahren nicht aus den roten Zahlen komme. In zwei Jahren sollte die Passage wieder profitabel sein. "Das ist ein sehr anspruchsvolles Ziel," sagte der 49-Jährige. Auf manchen innerdeutschen Strecken sei der Marktanteil auf unter 15 Prozent gefallen, sagte Franz. Dieser Trend werde sich nur mittelfristig wenden lassen: "In fünf Jahren müssen wir den Verlust an Marktanteilen gestoppt haben und welche zurückgewonnen haben." (APA)

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15 Postings
Churchill74
18.11.2009 11:08

so werden die fluglinien nicht erfolgreich sein. warum soll ich mit LH oder AUA fliegen, wenn sie gleich wenig service bieten wie die billigairlines? da fehlt absolut die kreativität, wie sie über service etc. aus dem preiskampf rauskommen.

Jup posts
17.11.2009 15:51
Geh jammert doch nicht auf so hohem Niveau

Ich habe regelmaessig das Vergnuegen in China zu fliegen. Abgesehen davon das ab 1 Schneeflocke alles steht, gibts entweder gar nix, Chinakekse oder undefinierbares. Dazu eine Stewardess die den Charme eines 'Ich hab grad an Steck gfressn' versprueht. Und dazwischen, wenns gut aufglegt sind, habens a la cart Essen mit franz Wein (ok, die Eiswuerfel veweigere ich). Das ist hardcore.

Hatstone
17.11.2009 11:43
Ja, ja - der Mayrhuber sieht´s schon richtig für 2010 und auch für 2011, für 2012......und was dann????

japsa
17.11.2009 11:12
Die LH hat keinen Charme und keine Qualität.

Der Sitzabstand schon heute unerträglich, das Essen auf der Langstrecke eine Zumutung, das Verhalten der Flugbegleiter präpotent und unfreundlich. Eine richtige Hausmeisterairline.

Dolph
17.11.2009 14:12
Schon mit KLM geflogen???, LH ist Business & Economy besser

japsa
17.11.2009 17:31
Ja natürlich: Das Essen fast noch schlimmer als bei LH

aber der Rest ist voll OK. Vor allem in Amsterdam umzusteigen ist ein Volksfest gegen Frankf.

Fattone
17.11.2009 13:38

und im Vergleich zur Lufthansa, welche Airline ist besser?

japsa
17.11.2009 17:35
Da fällt mir die AUA und NIKI und die Swiss und

die Air France und die KLM (siehe oben) und mit anderen bin ich noch nicht geflogen.

Habaguck
20.11.2009 11:54

Germanwings war für mich bis jetzt das allerschlimmste. Egal ob Sitzkomfort, Service oder Freundlichkeit. Trotzdem würde ich wieder fliegen, weil billig, und für einen 1- oder 2 Stunden Flug von A nach B stell ich keine Ansprüche.

Charly Firpo
18.11.2009 13:27

naja, das kann ich nicht so bestätigen. Aua ist mal gut mal schlecht, Niki flieg ich nur ab und zu privat und da glänzen sie nicht - sind aber auch nicht schlecht, bieten insgesamt aber auch nicht den service einer lufthansa oder aua. AF bzw KLM waren bei den paar langstreckenflügen die ich bei denen hatte meiner Meinung nach schlecht, einzig bei der swiss geb ich ihnen zu 100 % recht!

chem
17.11.2009 08:10
Was heißt: "Service an Bord steht auf dem Prüfstand, allem voran das Essen" ?? - Bei der LH gibt es eh' nur mehr 'Gruselkekse'.

airbus348
17.11.2009 12:08
Prüfstand

Na genau diese Gruselkekse stehen auf dem Prüfstand... Vielleicht fallen die ja bald weg

Niccolo Machiavelli1
17.11.2009 09:58
"Gruselkekse" bis dato nur innerdeutsch

...hm, bei meinen fünf letzten LH-Flügen gabe es nur 2mal Getränke plus Biskuit. Das war innerdeutsch.
Bei den Flügen von A-D und CH-D gab es jedesmal wirklich gute Verpflegung.
Übrigens ebenso mit AUA von VIE nach DUS, für alle, die reflexartig schimpfen wollen.

chem
17.11.2009 10:15
Also letzte Woche VIE-HAM gab's bei LH 'Gruselkekse' morgens und abedns beim Rückflug !! Bei der AUA - auch nicht besser - 'Goldfischli' zum Früstück vorletzte Woche !

airbus348
17.11.2009 14:41
igitt

fisch zum frühstück

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