Finanzplan

ORF sucht 20.615 Gebührenzahler mehr

16. November 2009 18:30
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    grafik: der standard

    Wo der ORF 2010 spart.

Details aus dem Finanzplan für 2010 - Werbechef kehrt vorerst als "Berater" zurück

530,1 Millionen Euro will der ORF 2010 aus Gebühren einnehmen, steht im Finanzplan, der dem STANDARD vorliegt. 4,1 Millionen mehr als für 2009 erwartet. Noch ohne die Abgeltung, die die Koalition Montag fixierte.

20.615 Gebührenzahler mehr braucht die Anstalt, um dieses Ziel zu erreichen, steht im ORF-Budget. Schon jetzt sind die Zasterfahnder der GIS mit nur zwei Prozent Schwarzsehern Europameister.

Damit der ORF die zarte Steigerung schafft, braucht er zudem laut Plan den Gesetzgeber: Die Verwaltungsrichter haben 2008 all jenen das Programmentgelt für den ORF erspart, die ORF-Programme nicht empfangen können, etwa analoge Satseher ohne digitale Decoder. Zwei Millionen Euro entgingen dem ORF heuer auf diesem Weg. 5,2 Millionen drohen durch "organisierte" Abmeldung 2010, sagt die Anstalt. In ihrem Finanzplan geht sie aber davon aus, dass der Gesetzgeber diesen Fluchtweg spätestens nach dem ersten Quartal 2010 abschneidet. Noch ein kleiner Wunsch an die Koalition. Mit einer Rundfunksteuer für alle Haushalte rechnet der ORF vorerst nicht.

Die Anstalt rechnet 2010 mit 13.000 Befreiungen mehr - auf 341.000 bei 3,44 Millionen Zahlern. Abmelder dank Verwaltungsgericht nicht eingerechnet. Langzeitarbeitslose zum Beispiel sind befreit.

Noch eine Bedingung für ein ausgeglichenes Ergebnis 2010 ohne die zweckgebundene Abgeltung findet sich im Finanzplan: 14 Millionen Euro Erlös aus Immobilienverkäufen. Das Areal der Rosenhügelstudios wurde in der Größenordnung bewertet. Der ORF legt den Stiftungsräten bis Dezember sein Immobilienkonzept vor.


Auf dem Weg zur den 100.000 Euro Ergebnis 2010 nach minus 80 Millionen und heuer minus 53,6 spart der ORF massiv: 77 Millionen weniger als bisher für 2010 prognostiziert. 53,3 Millionen drückte ORF-Chef Alexander Wrabetz die Personalkosten, siehe Grafik links.

Prenner übernimmt fliegend

ORF-Stiftungsrat und Regierung verlangten von Wrabetz 2010 die „schwarze Null". Trotz weiter sinkender Werbeerlöse: Für 2010 budgetiert der ORF-Chef daraus 208,2 Millionen Euro, heuer rechnet er mit ohnehin 33 nach unten revidierten 220,4 Millionen Euro. Wrabetz' Hoffnung heißt Franz Prenner. Der frühere ORF-Vermarkter kehrt an die Spitze der Werbetochter Enterprise zurück - vorerst als "Berater", bis die offizielle Ausschreibung abgelaufen ist. (Harald Fidler, DER STANDARD; Printausgabe, 17.11.2009)

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Posting 1 bis 25 von 34
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hermes jachnatz
17.11.2009 17:25
Was sagt der Zinggl dazu?

bis vor kurzem hochgelobt und quasi über Nacht räumt er das Feld. Das Gehalt war mehr als fantastisch, da könnte der Bundeskanzler vor Neid erblassen, also warum?

van dyke junior
17.11.2009 18:14

na sauer dürfte er sein bis zum geht nicht mehr.
Der Pius sein bester Freund könnte noch alles umdrehen.

Selm. A.
17.11.2009 17:18

Lieber ORF - selber schuld - Zwangsgebühren vertreiben nun mal die Seher!

Nehmt die Gebühren weg, dann kommen auch wieder Leute und ihr könnt mehr über die Werbung einnehmen.

So ist es ja auch kein Wunder, daß ein Monat schlimmer für die Zwangsanstalt ist als der andere.

locke15
17.11.2009 17:16
Privatisieren des ORF Parteienfunks das wäre eine Einsparung !

gauner
17.11.2009 16:50

ich zahl denen auch nichts. ich hab keinen fernseher, und wieso sollte ich meinen laptop anmelden? weil ich mich eventuell auf die orf homepage verirren könnte? besuch hatte ich noch nie, aber ich bin erst seit august in meiner neuen wohnung gemeldet.

Superschlau
17.11.2009 16:46
GIS-Mitarbeiter arbeiten nach Beamtenschema

zu meinem Vorteil. Wenn ich aus der Arbeit heimkomme liegt immer nur ein Rotzbrief vor der Tür. Für mich ist die GIS wie die Feibra - bringt ungewünschten Papiermüll :-)

renato illuminato
17.11.2009 16:27
40 jahre und noch keinen groschen(cent)

bezahlt. ich hoffe ich erlebe noch mindestens weitere so 40 wo ich mich rühmen kann zu den 2 % schwarzsehern zu gehören. tip an die zahlenden die sich täglich ärgern über den schrott im orf. abmelden!

typograph
17.11.2009 16:07

Nehmen wir mal an, ich habe einen Fernseher.
1) Der ORF hat laut Gesetz einen Auftrag zu erfüllen.
2) Laut Gesetz habe ich für diesden Auftrag Gebüren zu entrichten.
3) Der Auftrag des ORF wird nicht erfüllt.
4) Mein Auftrag wird nicht erfüllt.
So einfach ist das.

Tschurndorf
18.11.2009 13:02
durch die überweisung der millionen jetzt

zahlen sie als staatsbürger aber schon.

Francois23
 
17.11.2009 16:02

Es vergeht kein Tag mit ner ORF Story, über die ich nicht lachen oder kopfschütteln kann,...

organisiertes abmelden, 20.xxx Gebührenzahler mehr gesucht,...

Ich hoffe, die EU schreitet ein und beendet diese ORF Diktatur,...

Wolf X
17.11.2009 15:50
Daher

nicht Sender, sondern nur einzelne Sendungen finanzieren, die den Informations-, Kultur- und Bildungsauftrag erfüllen, unabhängig davon, von welchem österreichischen Sender sie ausgestrahlt werden.

Mir ist nämlich völlig unklar, warum ich als Mehrfach-Gebührenzahler heute CSI:Miami, Desperate Housewives, Dirty Sex Money, Sturm der Liebe und Hannah Montana mitfinanzieren muss.

CapeCode
17.11.2009 15:21
ich möchte dem orf nur eines sagen:

auf mich brauchts nicht zählen

Bello Ragazzo
17.11.2009 14:52
In Konkurs mit dem ORF...

und die ÖBB gleich hinterher.

Thomas Felder
17.11.2009 13:06
GIS

ist Raubrittertum. Da der ORF keinen Bildungsauftrag erfüllt, braucht er auch keine Gebühren zu bekommen, sondern hat, wie jede andere Firma auch, sich selbst zu finanzieren.

freddy001
17.11.2009 15:13

Den TV-Bildungsauftrag öffentlich auszuschreiben wäre eine gute Idee.

Tintifax2000
17.11.2009 12:55
wahnsinn ....

... wieviel diese landesstudios kosten -
in anbetracht des geringen programmvolumens das die produzieren ...

Superschlau
17.11.2009 16:43
Landeskaiser brauchen Landesfernsehen

und zahlen dürfens die anderen... wie immer in Österreich.

Michael Jack Dundee
 
17.11.2009 10:48
Gebührenbefreiung?

"Die Anstalt rechnet 2010 mit 13.000 Befreiungen mehr - auf 341.000 bei 3,44 Millionen Zahlern. Abmelder dank Verwaltungsgericht nicht eingerechnet. Langzeitarbeitslose zum Beispiel sind befreit."

Ob ein Langzeitarbeitsloser befreit ist oder nicht entscheidet das Finanzamt, wie ich ein Langzeitarbeitsloser war, war ich nicht befreit. Begründung: Ich habe davor zu viel verdient, weil ich Softwareentwickler war. So damals...

WOCKNUP
17.11.2009 07:49
Tolle Werbung übrigens über dem Artikel: "Ziehen Sie sich warm an"

Kaiser Schmarren
17.11.2009 06:50
bitte aufklären:

was ist laut orf-gis eine "organisierte Abmeldung"?

freddy001
17.11.2009 15:14

Wenn sich mehr als 2 Personen am Tag abmelden, riecht das nach Verschwörung...

tarantoga
17.11.2009 01:21
sollen sie doch den heinzl und sein studio verpfänden

Pyotr Alexeyevich
17.11.2009 00:16
Also von mir kriegen's nichts

Wenn sich auch die GIS redlich bemüht, mir eine Radioanmeldung für den Internetanschluss aufzuschwatzen. Den GISler kenn ich inzwischen besser als den Postler.

Eher verreck' ich als dass ich die €5 zahl.

Alexander Reiter
17.11.2009 14:22

Wobei ich für Ö1 und FM4 aber noch am ehesten zahlungsbereit wäre.

Jr Ewing
17.11.2009 18:04

FM4?

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