Spirometrie-Test-Aktion

Österreicher sind offenbar häufig lungenkrank

16. November 2009, 12:32
  • Artikelbild
    foto: apa/epa/ers/handout

    Im September wurden österreichweit gratis Spirometriemessungen durchgeführt.  Unter den 6.736 Getesteten wies knapp jeder Fünfte Hinweise für eine obstruktive Lungenerkrankung (COPD) auf.

Österreichweite Untersuchungsaktion: 20 Prozent der Getesteten mit Hinweisen für eine obstruktive Lungenerkrankung

Wien  - Österreichs Bevölkerung ist offenbar häufig lungenkrank. Pneumologen führten im vergangenen September in Wien, Oberösterreich, der Steiermark, im Burgenland und Niederösterreich Gratis-Spirometriemessungen bei entsprechenden Aktionen im Umfeld des europäischen Lungenkongresses in Wien durch. Das Ergebnis: Unter den insgesamt 6.736 Getesteten wiesen 17,8 Prozent Hinweise für eine obstruktive Lungenerkrankung (COPD) auf.

Test-Aktionen in Bundesländern

Test-Events zur Messung der Lungenfunktion fanden insgesamt in 27 Städten und Gemeinden statt. Mehr als die Hälfte der Getesteten waren Raucher (26,3 Prozent) oder Ex-Raucher (25,4 Prozent), 48,3 Prozent deklarierten sich als echte Nichtraucher. Nur 40 Prozent der Burschen und 58 Prozent der Mädchen deklarierten sich als Nichtraucher (Altersgruppe zwischen zehn und 19 Jahren).

Bei 17,8 Prozent der 6.736 Getesteten ergaben die Spirometrie-Tests einen auffälligen Befund im Sinne einer Obstruktion (Atmung behindert). Aufgeschlüsselt nach Geschlecht wurde eine Obstruktion bei 16,2 Prozent der Frauen und 19,3 Prozent der Männer gefunden. Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) wird zu 90 Prozent durch das Rauchen hervorgerufen. Es kommt zu einer chronischen Entzündung in den Atemwegen und zu einer schnell abnehmenden Lungenfunktion.

Von den 21,1 Prozent der über 40-Jährigen, bei denen der Spirometrie-Test Verdachtsmomente ergab, zeigten mehr als die Hälfte (55 Prozent) eine leichte und 37 Prozent eine moderate COPD (Schweregrad 2). "Dies sind jene COPD-Stadien" erläuterte ÖGP-Vizepräsidentin Sylvia Hartl, "die oftmals nicht erkannt werden und daher auch nicht diagnostiziert und ärztlich betreut sind." Weiters bedeute das, dass in der Spirometrie-Aktion 92 Prozent der über 40-jährigen mit bronchialer Obstruktion eine nicht erkannte COPD aufwiesen und davon 37 Prozent ärztliche Betreuung und Therapie benötigten.

Handlungsbedarf in Österreich

Basierend auf den Ergebnissen der Spirometrie-Aktion ÖGP-Präsident Horst Olschewski, Vorstand der Klinischen Abteilung für Pulmonologie an der Medizinischen Universität Graz, auf dringenden Handlungsbedarf der Gesundheitspolitik hin. Man benötige Aufklärungskampagnen, ein Riesenproblem seien rauchende Kinder und Jugendliche. An einem absoluten Rauchverbot in der Gastronomie führe kein Weg vorbei. Schließlich sollten die Spirometrietests auch bei allen niedergelassenen Allgemeinmedizinern von den Krankenkassen bezahlt werden. Dies ist in Kärnten, Tirol und Wien nicht der Fall. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 61
1 2
www.rauchersheriff.at
10
22.11.2009, 11:42
Illicit (vermutlich auf der Tabaklobbyst-Liste) gibt`s noch? Wie war`s bei der STA?

In Ö. wird viel geraucht? Das wusste ich gar nicht, hihi!
Siehe www. sis.info
Guinnessbuch der Rekorde 2008: Österreich ist Weltspitze bei den Rauchern/Kopf!
Und Österreich hat die größte Prokopf-Umsatzsteigerung bei Zigaretten, hinter China.

Daher keine Überraschung:
Gesundheits-BM. Stöger ruft im Report und in der Pressestunde zur VOLKSABSTIMMUNG auf. Meldet Lokale in EKZ, die den NR.-Schutz seit 1.1.2005 nicht einhalten, oder/und Straßenlokale, die den NR.-Schutz seit 1.1.09 nicht einhalten.
Offiz. Anzeigen an alois.stoeger@bmg.gv.at !

VOLKSABSTIMMUNG durch Anonyme Anzeigen, täglich neu, nach jedem Besuch, Österreich weit, auf www.sis.info
Diese gehen automatisiert an die zuständigen Behörden und abschriftlich auch an:
Aloi

f gut
00
8.12.2009, 20:42
........

Informationen über aktuelle Aktivitäten folgen in Kürze

Illicit Trafficking Database
01
25.11.2009, 18:49
Diese gehen automatisiert an die zuständigen Behörden

Oder in den Mistkübel.....wie in Kärnten. ROFL!
So viel Arbeit, für nichts.

Illicit Trafficking Database
024
19.11.2009, 20:58
Final Straw
261
19.11.2009, 14:48
Jetzt hat die Tabaklobby auch hier das Froum massenhaft bewertet!

Das ist echt letztklassig!!!

Zuerst derstandard.at/nichtrauchen, nun auch hier!

Wieso tut der Standard nichts gegen solche Massenbewertungen????

Franky A
023
19.11.2009, 17:43
Armes, nasses Stroh ...

Illicit Trafficking Database
025
19.11.2009, 15:03
Warum tut der Standard nichts gegen Multinicker

wie sie, der mit mittlerweile 45 Nicks das Forum zuspamt?
Das ist echt letztklassig!

Andrew Jones
94
17.11.2009, 09:47
Ich habe bemerkt, dass man in Österreich viel raucht.

Nicht der Fall z.B. in Estland, Russland. Einfach zum Vergleich. Das ist eine sogennante Mode..

ITD
112
17.11.2009, 20:30
Merken sie auch, das ihr Posting Unsinn ist?

Bittersweet Me
256
17.11.2009, 08:44
Rauchen ist Mitursache

Rauchen ist eine der Mitgründe für die hohe Anzahl an Lungenkrankheiten. Aus diesem Grund ist die Einführung eines generellen Rauchverbots in der Gastronomie unausweichlich. Jedoch habe ich wenig Zuversicht, dass die heimische Politik in dieser Angelegenheit das Notwendig fordert.

Simplicius Simplicissimus
49
17.11.2009, 08:30
Es führt kein Weg am ...

... Fahrverbot für Autos in Städten ab 100000 Einwohnern. Wer in Wien entlang des Gürtels, der Wienzeilen, Grünbergstraße, Schönbrunner Straße u.s.w. wohnt, setzt sich dem permanenten Mord der Stadtpolitiker aus. Außerdem muß ein Bauverbot in bereits verbauten Stadtgebieten her, wenn man an einer staublungenfreien Bevölkerung tatsächlich interessiert ist.

f gut
00
8.12.2009, 20:44
.....und denkens auch............

........an die Hunde, mit dem Kot!

Godesberg
151
17.11.2009, 16:11

Im Strassenverkehr kommen Sie nicht mal annähernd an die Spitzenbelastungen in der Gastronomie heran.

Der höchste Wert der in D im Strassenverkehr gemessen wurde (Braucnschweig) waren so um die 270µg/m³ (PM 25). In Diskotheken werden Werte bis 6000µg/m³ erreicht.

Man kann berechnen dass ein laufender Motor weniger Feinstaub produziert als ein rauchender Raucher.

geniusgenitalis
07
17.11.2009, 16:58

schon klar ... aber diskothek ein paar stunden pro woche .... stadtsmog 24/7

Nebelkatze
150
17.11.2009, 18:09
Nicht für das Personal

Wieso müssen die ihr Leben riskieren,
nur weil der Gesetzgeber zu feig ist.

geniusgenitalis
03
17.11.2009, 18:13

bin voll dafür. aber man könnte das problem ja auch von zwei seiten her angehen....

alexanderletten
 
111
17.11.2009, 18:08

Wer steht permanent wie Verkehrsschilder an der Straße, bsp. am Gürtel oder a.d. Autobahn am Hofoldinger Forst?
Wer steht denn am Tresen täglich i.d. Discothek?

Godesberg
120
17.11.2009, 17:33

1. es kommt auf die Spitzenbelastung an.
2. die durchschnittliche Belastung liegt bei weniger als 50µg/m³

http://www.env-it.de/luftdaten... asComp=PM1

Da können Sie die derzeitige Belastung in Deutschland sehen.

Illicit Trafficking Database
013
19.11.2009, 15:48
Grünbergstrasse Wien...täglich 70.000 Fahrzeuge im Schnitt.

Wie hoch denken sie, ist dort die Feinstaubbelastung?
Denken sie im Ernst, dort herrschen die 50 Mikrogramm per Kubikmeter Luft? Wenn ja, dann haben sie wirklich eine schwere Realitätsverweigerung.

Ruth Schlabbeeritzka-Pangl
112
17.11.2009, 07:52
Krank

Kein Wunder, wenn bereits jeder 3. 15-jährige raucht!

presonic
830
16.11.2009, 21:36
die rechnung ist aber zu simpel.

man kann doch nicht alles nur aufs rauchen schieben.
hat man sich angeschaut, wieviel stress die leute haben, welcher sozialen schicht sie angehören, wie sie sich ernähren, wieviel sie sich bewegen, ob sie verheiratet sind, schulden haben, einen tollen job haben oder gar keinen?
ich könnte mir vorstellen, es gibt viele gründe, warum einem die luft wegbleibt.

Godesberg
242
17.11.2009, 16:18

Welche Faktoren genau sorgen denn außer dem Rauchen noch für einen teerartigen Belag in der Lunge?

Reden Sie von Koinzidenz? Soziale Schicht? In Deutschland rauchen 54% der Bauhilfsarbeiter und 15% der Hochschullehrer.

alexanderletten
 
262
17.11.2009, 00:24

Alles nicht, aber so gut wie alles. Erfolgt die Konsumation von Tabakwaren rektal, ist die Wahrscheinlichkeit, ein kolorektales Karzinom zu bekommen eher schwindend gering.(natürlich im Vergleich zur Konsumation von Tabakwaren, welche inhaliert werden)*g*

mereandor
 
286
16.11.2009, 22:59
Andere Gründe ...

... na klar gibt es andere Gründe. Die machen dann in Summe die restlichen 10% des Risikos für Lungenkrankheiten aus.

presonic
223
17.11.2009, 11:02

wissenschaftlicher beleg?

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 61
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.