Grüne Listenerstellung

Sudern ohne Sinn

15. November 2009, 18:05

Wollen die Grünen wirklich in Wien mitregieren, ist noch viel Basisarbeit notwendig

Am Ende war ihnen ihr Recht auf Mitbestimmung dann doch ziemlich wurscht. Wochenlang trommelten die Grünen-Sympathisanten von der Plattform gruenevorwahlen.at, für wahre Erneuerung sei Öffnung notwendig und die grüne Parteispitze müsse bei der Listenerstellung so viele Nichtparteimitglieder wie möglich zulassen. 230 von 445 Bewerbern schafften schließlich den Sprung auf die Liste der Stimmberechtigten. Den Weg ins Austria Center fanden am Sonntag dann gerade einmal 100 Nichtparteimitglieder - darunter viele, die gar nicht über vorwahlen.at einen Unterstützungsantrag gestellt hatten.

Der Großteil der Vorwahlen-Aktivisten hatte offenbar Besseres zu tun, als an einem sonnigen Novembertag in einem fensterlosen Saal zu sitzen und sich stundenlang mehr oder weniger eloquent vorgebrachte Wahlkampfreden anzuhören. Das ist zwar verständlich, zeigt aber, dass die Grünen gut daran taten, die vermeintlichen Unterstützer nicht allzu begeistert aufzunehmen. Man setzte auf den vorderen Plätzen lieber auf die paar Profis, die man hat.

Allerdings wurde beim basisdemokratischen Abstimm-Marathon auch klar: Ganz unrecht haben die Vorwähler mit ihrem Ruf nach Erneuerung nicht. Ein Gutteil der Reden für die hinteren Plätze hörte sich an, als wäre in den letzten 20 Jahren nichts passiert - viel Öko, viel Binnen-I, wenig Konkretes. Wollen sich die Grünen wirklich als nächster Junior-Regierungspartner in Stellung bringen, ist da im nächsten Jahr noch viel Basisarbeit notwendig. (Martina Stemmer/DER STANDARD-Printausgabe, 15.11.2009)

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21 Postings
derpradler
10
23.11.2009, 10:46
wer soll denn Diese Grünen

wählen? Die Schwulen und Lesben, werden zu wenige sein, die Kriminellen dazu, werden es auch nicht bringen, vielleicht die zigarettenrauchenden Mütter mit Kind im Arm, die für bessere Luft demonstrieren.........Häupl wird das bestimmt beeindrucken.....

Der auf der Nudelsuppen dahergschwommen is
 
00
16.11.2009, 18:47

erstens war der anteil der grünen mitglieder noch geringer und zweitens langs wohl eher an der frustation über das unerwünscht sein, welches der vorstand klar gemacht hat.

ansonsten habe ich aber auch deutlich andere eindrücke von der versammlung. soviel öko war nicht wirklich dabei und das I wurde bloß in der sprache verwendet, aber nicht aktiv angesprochen.

Nichtschweiger
 
51
16.11.2009, 14:42
Die Grüne Partei ist so notwendig wie ein Kropf!

Offensichtlich sehen die Parteimitglieder das selber so, Sonst würden hätten sie nämlich schon längst die Chance ergriffen mitzuregieren (ausg. OÖ) und würden sich nicht permanent mit dem Betrachten des eigenen Bauchnabels beschäftigen!

Hershel S. Krustofsky
18
16.11.2009, 12:13
nein, am schönen novemberwetter ist es nicht gelegen

die waren alle zu sehr damit beschäftigt, ihre blog-, facebook- und twittereinträge zu erstellen. da bleibt dann keine zeit mehr für die niederungen der 'realpolitik'.

Der auf der Nudelsuppen dahergschwommen is
 
00
16.11.2009, 18:39

keine sorge, es gab genügend leute mit laptop im austria center ;)

Londo Mollari
 
00
16.11.2009, 13:39
spitzen nick !!

Andreas Trawöger
 
11
16.11.2009, 12:06
450 von 1500

Ich kann diesem Artikel in einigen durchaus zustimmen. Die Information die allerdings fehlt ist: Von ca. 1500 Mitgliedern der Wiener Grünen waren nur ca. 450 im Konferenzzentrum anwesend und diesen ist nicht vorab mehr oder weniger durch die Blume mitgeteilt worden, dass man sie eigentlich nicht haben möchte.

grun gie
01
16.11.2009, 16:46
kein zulässiger vergleich!

denn die vorwähler haben sich extra für diese wahl angemeldet. die bereits bestehenden mitglieder können schon jahrelang dabei sein und sind das z.b. nur um den mitgliedsbeitrag zu zahlen, wollen aber aus welchen gründen immer nicht mitbestimmen!

Der auf der Nudelsuppen dahergschwommen is
 
00
16.11.2009, 18:50
"extra für diese wahl angemeldet"

bestimmt nicht. wir sind gekommen um zu bleiben ;)

derStandardmeint
51
16.11.2009, 11:41
Frau Stemmer

hat sich die Mühe gemacht, auf eigene Kosten allen Nichterschienenen einen Fragebogen zu schicken, der nach allen Regeln der Statistik zusammengestellt war. Den hat sie dann ausgewertet, und das Ergebnis war "der schöne Sonntag". Danke, Martina, so sieht professioneller Journalismus dieser Tage aus!

lydia brunch
00
16.11.2009, 13:13

auch im forum: sudern ohne sinn

meint
la brunch

henryandjune
00
16.11.2009, 13:07
@derStandardmeint

troll!

tyrol_dude
57
16.11.2009, 07:56
vor allem

das binnen-i ist das sinnloseste was es gibt und ist eine eindeutige kosmetik wider der gleichberechtigung.

rompitasche
06
16.11.2009, 13:04
Binnen-I oder "wider" mit Dativ

- schwer zu entscheiden, was davon grauslicher ist.

Eher doch das Binnen-I -
das ist nämlich ein vorsätzliches Verbrechen gegen die deutsche Sprache, während Fallfehler meist ungewollt passieren.

hotzenplotz1001
72
16.11.2009, 10:49
Ich dachte, das Binnen-I hätte sich längst herumgesprochen

Das Binnen-I soll bei der Bezeichnungen von Personengruppen sowohl weibliche als auch männliche Gruppenangehörige erkennbar machen, und zwar ausdrücklich. Ich gebe zu, dass zum näheren Verständnis desBinnen-Is flexibles Denken nicht von Nachteil ist.

Elduderino78
05
16.11.2009, 12:11
bestes beispiel

Liebe PensionistInnen

selber gehört auf einer Grünen Kundgebung.
Zur Erörterung: es gibt Die Pesionistin,Der Pensionist
und ein Geschlechtsneutrales DIE PENSIONISTEN
Dieser und ähnliche Fehler werden von den Binnen - I VertreterInnen nur zu gern gemacht.

byron sully
00
16.11.2009, 16:09

"und ein Geschlechtsneutrales DIE PENSIONISTEN"

das ist falsch, das ist die männliche form. einen geschlechtsneutralen plural gibt es in der deutschen sprache gar nicht. das binnen-I ist zwar auch keine wirklich geschlechtsneutrale form (da grammatikalisch eigentlich unkorrekt), stellt aber wenigstens eine bemühung dar, geschlechtsneutral formulieren zu wollen, ist deswegen meiner meinung nach der form "die pensionisten" gegenüber zu bevorzugen.
wirklich ideal wäre natürlich eine form, die grammatikalisch korrekt UND geschlechtsneutral ist. "die pensionierten" wäre so eine möglichkeit, "die in pension seienden" eine weitere (allerdings relativ komplizierte).

hof99
10
16.11.2009, 15:47

Der Pensionist - die Pensionisten
Die Pensionistin - die Pensionistinnen.
Capisce?
Was ist da geschlechstneutral?

Martin Hiltmann
12
16.11.2009, 11:27
zum näheren Verständnis

wäre es auch hilfreich, den Unterschied zwischen biologischem und grammatikalischem Geschlecht zu verstehen.

God_of_the_Wind
00
16.11.2009, 19:12

wahlweise natürlich auch den zusammenhang von gesellschaft und sprache

Der Große von Gegenüber
38
16.11.2009, 08:47

das BinnInnen-I ...

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