Match zwischen Chávez und Uribe

15. November 2009, 17:09

Nach den Kriegsdrohungen von Chávez gegen Kolumbien wurden nun vier venezolanische Soldaten in Kolumbien festgenommen - Chávez verweigert den Dialog mit dem Nachbarland

Puebla/Caracas - Die Spannung an der venezolanisch-kolumbianischen Grenze hält an. Am Wochenende nahm Kolumbien vier venezolanische Soldaten bei einem illegalen Grenzübertritt fest. In einer „Geste des guten Willens" würden die vier freigelassen und abgeschoben, teilte die kolumbianische Regierung mit. „Nichts wird unsere Freundschaft zum Brudervolk beeinträchtigen", fügte Präsident Álvaro Uribe hinzu. Die vier waren in zivil auf einem Fluss im Grenzgebiet unterwegs, hatten ihre Uniformen aber im Gepäck. Venezuelas Präsident Hugo Chávez, der vorigen Sonntag seine Landsleute dazu aufgerufen hatte, sich „auf den Krieg vorzubereiten", lehnte unterdessen jegliches Gespräch mit Uribe ab. Der Sozialist Chávez und der rechte Uribe sind ideologische Gegenspieler in Südamerika.

„Auch wenn mich der spanische König oder befreundete Präsidenten darum bitten - es gibt nichts zu bereden mit diesen Verrätern", sagte Chávez am Samstag. Uribe sei ein Vaterlandsverräter, ein Lakai des Imperiums. „Es ist ein Krieg gegen uns geplant, das US-Imperium bedroht uns." Damit erteilte er dem Vermittlungsversuch des brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva eine Absage, der beide Staatschef zu einem Treffen in Manaus Ende November eingeladen hatte.

Eingefrorene Beziehungen

Kolumbien hatte wegen der „Kriegsdrohungen" von Chávez die Uno und die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) angerufen. Die Beziehungen beider Nachbarländer sind seit Juli eingefroren wegen des jüngsten Militärabkommens Kolumbiens mit den USA. Der Vertrag sieht vor, dass die USA sieben Militärbasen in Kolumbien im Kampf gegen Drogenhandel und die Guerilla nutzen dürfen. Die USA haben mehrere hundert Soldaten und zivile Berater in Kolumbien stationiert.

Das jüngste Abkommen wurde geschlossen, nachdem die USA ihre Basen in Panama und Ecuador schließen mussten und weitet diese Zusammenarbeit deutlich aus. Chávez hält das Abkommen für eine Bedrohung der regionalen Stabilität. Auch im Rest Südamerikas hat es zu Beunruhigung geführt. Venezuela ist als fünftgrößter Erdölexporteur der Erde strategisch wichtig für die USA. Der erklärte Sozialist Chávez, der mit seinen Petrodollar in der Region eine antiimperialistische Allianz gegen Washington geschmiedet hat, ist den USA ein Dorn im Auge.
Die Krise spielt sich vor Wahlen in beiden Ländern ab. In Kolumbien wird 2010 der Präsident neu gewählt, und Uribe möchte gerne erneut antreten, was die Verfassung bisher aber verbietet. In Venezuela wird das Parlament neu gewählt, in dem Chávez Anhänger bisher dominieren. (Sandra Weiss, DER STANDARD, Printausgabe, 16.11.2009)

Kommentar posten
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hansito
00
24.11.2009, 13:02
Für alle Revolutionshelden hier im Forum!

http://wissen.spiegel.de/wissen/do... rik=kultur

Jetzt mal nachlesen, dann mich beschimpfen, die Revolution beschönigen und den Hugo Chavez beweihräuchern! Ich freu mich schon!

Horst Holger
00
23.11.2009, 20:15
Venezuela ist Spitze! Dank Chavez

gehört es inzwischen zu den korruptesten Ländern der Welt und liegt in der Korruptionsskala auf Platz 162 (2008: 158) von 180 Ländern knapp vor dem Chad und Irak. Das ist doch mal eine Leistung vom kleinen Hugo, die erwähnt werden muss- immerhin hat er es von 2001 (Platz 69) auf einen der Spitzenplätze in 2009 geschafft. Die Nr. 1 (Platz 180) ist nicht mehr weit und sicherlich eines der Ziele innerhalb seiner aktuellen Legislaturperiode.

http://www.transparency.org/policy_re... 2009_table

dr. kokos
 
02
24.11.2009, 12:36

du meinst: eines der ziele von transparency. ich wundere mich eh, warum sie venezuela nicht gleich auf den letzten platz gesetzt haben.

das wird doch alles instrumentalisiert. so wie die forbes-liste in der fidel castro der reichste kubaner ist.

chávez ist der feind der pfeffersäcke, also hängen sie ihm an, was sie nur irgendwie können.

das ist fix
00
29.11.2009, 11:02


"Venezuela leidet: Die Einnahmen aus dem Ölgeschäft brechen weg, Inflation breitet sich aus. Und Wirtschaftswachstum gibt es auch keines mehr. Der Präsident reagiert auf seine ganz eigene Weise. Hugo Chávez befiehlt seinen Statistikern, die Wirtschaftsdaten ein bisschen zu schönen."

http://www.welt.de/wirtschaf... h-weg.html

Horst Holger
00
26.11.2009, 00:47
upps, der koks ist wieder da!

hast Dich hier verlaufen? Ich warte schon seit geraumer Zeit über inhaltlich wertvolle Postings von Dir aus/zu Venezuela, auf die es sich lohnt zu antworten. Gibt´s aus der Chavistenecke etwa nichts Positives zu berichten? Warum wohl nicht?

Horst Holger
41
21.11.2009, 23:54
vielleicht sollte man angesichts der andauernden Kriegstreiberei

von Seiten Chavez auch mal wieder auf aktuelle Probleme im Land hinweisen, von denen ja Chavez durch seine Kriegsdrohung gegen Kolumbien gelegentlich ablenken will: gerade werden mal wieder 4 Banken von den Chavisten enteignet. Viva la robolución y la bolibourgoisie hasta la muerte!

Der Neue Mensch
40
18.11.2009, 23:24
Venezuela (fast) das korrupteste Land Lateinamerikas

und eines der korruptesten der Welt.

http://www.transparency.org/policy_re... 2009_table

Da kann man sich vorstellen, wieviel von den Petrodollars bei den wirklich Bedürftigen ankommt ...

karim massoul
05
21.11.2009, 18:03

Haben Sie auch einmal Kolumbien mit Cuba verglichen?Armer Herr Uribe-es läüft doch wie geschmiert.....

Horst Holger
51
20.11.2009, 00:23
nichts kommt bei den Menschen an, von den Öleinnahmen

und noch weniger bei denen, die jeden Bolivar wirklich dringend benötigen, auch angesichts der aktuell horrenden Lebensmittelpreise. Dafür hat der kleine Hugo aber anscheinend genug Geld um z.B. Riesenposter gegen die bösen Yanqui-Basen zu drucken (siehe Bild oben). Angesichts der Riesen-Inflation ist auch die hohe Korruption irgendwie nachzuvollziehen, zumindest bei den schlecht verdienenden Staatsbeamten. Kein Stempel auf ein Papier ohne ein Handgeld.

wider den rechten Kanaillen
03
18.11.2009, 21:33
Uribe macht mobil: UNICEF warnt vor Rekrutierung von Kindersoldaten in Kolumbien, an den Grenzen zu Venezuela und Ecuador

meldet EFE
http://www.unionradio.net/Actualida... wsId=32854

"Der Repräsentant von UNICEF in Kolumbien hat heute angeklagt, dass Minderjährige durch illegale bewaffnete Gruppen in Kolumbien, im Grenzgebiet zu Venezuela und Ecuador angeheuert werden."

Man kann sich überlegen, welche "illegalen Gruppen" diese Kinder und Jugendlichen anheuern, ausgerechnet an der Grenze zu Ecuador (das kürzlich von Kolumbien bereits einmal bombardiert wurde) und Venezuela (mit dem ein Konflikt zu Kolumbien schwelt).


Heh Sandra? Kriegst Du für so eine Meldung nix bezahlt?

yomellamo
20
19.11.2009, 10:22

klar wer kindersoldaten in kolumbien anwirbt:

FARC, Paras.

die ueblichen verbrecherbanden halt.

kaloka
31
18.11.2009, 22:18

Die FARC?

P.S. Mein Freund, es wurde nicht Ecuador bombardiert, sondern ein Terroristenlager der FARC.

Der Neue Mensch
20
18.11.2009, 22:13
FARC, ELN, Paras, ...., also eigentlich alle

In Kolumbien werden von *allen* illegalen Gruppen Kindersoldaten rekrutiert.

Hier eine Quelle, die selbst Ihnen eigentlich in den Kram passen müsste:
http://www.uni-kassel.de/fb5/fried... daten.html

auf Leben und Brot
10
18.11.2009, 11:47
VIVA HUGO

Patria o Muerte

Nicolas Castillo
21
19.11.2009, 09:17
was wird das?

die Verteidigung der Revolution auf Ihrer Couch?

Horst Holger
00
20.11.2009, 00:25
schon sein Postingname ist Qualität

ganz vom Inhalt des Postings zu schweigen. Hambre hasta la muerte, würde wohl eher auf Venezuela passen, das versteht "Bernd das Brot" aber bestimmt nicht

diamant
126
16.11.2009, 10:49
Und dabei habe ich schon 1999 gesagt das Chavez eine Flasche ist!

Muss ich denn immer Recht behalten?

sauraumpfa
12
17.11.2009, 22:02
lieber diamante - Und dabei habe ich schon 1999 gesagt das Chavez eine Flasche ist!



sind sie kaffeesatzleser????

Horst Holger
10
20.11.2009, 00:40
nein, er kennt das Land und die Mentalität, sauerampfer!

karim massoul
03
21.11.2009, 18:06

Woher wissen Sie dies?Sind Sie ein Schwager?

hansito
31
18.11.2009, 19:26

Wozu soll man dazu Kaffeesatzleser sein? Das war doch von Anfang an klar, dass ein Militär diktatorisch regieren wird. Ein Militär eben! ... und das Endergebnis sehen Sie jetzt! Venezuela steht schlechter als je zuvor da. Nicht nur, dass die Umverteilung von den Petrodollars, die zugegebenermassen vor Chavez auch nicht gerade die Beste war, jetzt noch viel schlechter ist, sondern auch das noch viel mehr Unsicherheit und schlechte Wirtschaft das Land plagt. Comprendes amigo revolucionario?

sauraumpfa
13
18.11.2009, 22:28
sisi hansito - no soy ningun revolucionariao

einigen wir uns auf - nicht alles ist so rosig in ven. ok., trotzdem sollten wir aber vom grundgedanken her eher für chavez sein - schliesslich will er den reichtum ja umverteilen was in keiner anderen regierung in ven. jemals passiert ist!

gehen wir gleich weiter zur usa - da ist nicht nur alles nicht so rosig sondern die sind pleite und müssen deshalb jetzt ein paar konflikte anzünden, und schaun dass die rohstoffe gesichert bleiben.

nochmals meine frage was haben die amerik. militärs in kolumbien zu suchen?????
können sie mir diese frage nun endlich beantworten??

hansito
00
22.12.2009, 11:06

Was haben die FARC, die ELN und iranische und kubanische Geheimagenten in Venezuela zu suchen? Beantwortet das jetzt Ihre Frage?

Horst Holger
31
20.11.2009, 00:27
jau! "schliesslich will er den reichtum ja umverteilen"

und das "will" er tatsächlich schon seit 10 Jahren?! Mal schauen, wann er es tatsächlich auch umsetzt. Noch 10 Jahre wird das Volk sich nicht vom reinen "Willen" beindrucken lassen.

yomellamo
00
19.11.2009, 10:25

Chavez hat das reichtum erfolgreich zum eigenen clan hin umverteilt.

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