Listenwahl Grüne Wien

Vassilakou auf Platz eins, Neuling auf Platz zehn

15. November 2009, 22:04
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    apa-foto: herbert p. oczeret

    "Auf in den Wahlkampf" geht es jetzt für Maria Vassilakou, nachdem sie bei der Landesversammlung zur Spitzenkandidatin gewählt wurde.

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    Unterstützung von Parteichefin Eva Glawischnig.

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    apa-foto: christian montes

    Quereinsteiger Klaus Werner-Lobo dürfte den Einzug in den Gemeinderat schaffen.

99 Prozent für Maria Vassilakou als Spitzenkandidatin für Wien-Wahl - Auch Quereinsteiger Werner-Lobo auf Liste

Vor dem Austria Center in Wien wurden grüne Bio-Äpfel verteilt, drinnen im Saal wurde mit bunten Zetteln gewählt. Den ganzen Sonntag lang war das Austria Center Veranstaltungsort der  Landesvollversammlung der Wiener Grünen. 63 Personen hatten sich für einen der insgesamt 36 zu vergebenden Listenplätze der Grünen für die Wien-Wahl im Oktober 2010 beworben. Am Sonntag wurde darüber abgestimmt, wer auf welchem Listenplatz gereiht wird.

Nicht nur bekannten Namen, sondern auch Quereinsteigern wurde der Weg in den Gemeinderat geebnet. Der Autor und Globalisierungskritiker Klaus Werner-Lobo schaffte es auf Platz 10 der Kandidatenliste. Ein Einzug in den Gemeinderat gilt damit als fix. Die Grünen verfügen derzeit über 14 Mandate und zwei Stadtrats-Posten. Werner-Lobo betonte in seiner Vorstellungsrede, das Jahr 2010 zu jenem Jahr zu machen, "in dem wir Strache in die Schranken weisen". Er wolle zudem auch jene zu Grünwählern machen, die bisher "zähneknirschend" die SPÖ gewählt hätten, "um Schlimmeres zu verhindern".

Anwesend waren bei der Landesvollversammlung ca. 600 Personen, darunter auch rund 100 Unterstützer, die nicht Parteimitglieder sind, aber trotzdem mitstimmen durften. Im Vorfeld wurde vermutet, sie könnten bewirken, dass es zur einen oder anderen Überraschung auf der grünen Kandidatenliste kommt.

Vassilakou siegt erwartungsgemäß

Überraschungen blieben aber abseits der Wahl von Werner-Lobo weitgehend aus. So verwundert es nicht, dass Maria Vassilakou auf Platz eins und damit zur Spitzenkandidatin gewählt worden ist. Sie erhielt 98,65 Prozent bzw. 438 von 444 gültigen abgegebenen Stimmen. Es gab keine Gegenkandidaten. Zwar wollte ursprünglich auch der Quereinsteiger Michael Schober, hauptberuflich Informatiker, für Platz 1 antreten, zog seine Kandidatur aber zurück.

Vassilakou zeigte sich vom Wahlergebnis erleichtert und meinte, dass es nun "auf in den Wahlkampf" gehe. In Richtung der Personen, die nicht für sie gestimmt haben, meinte sie scherzhaft: "Die sechs werde ich auch noch finden und für mich gewinnen."

"FPÖ in den Mistkübel der Geschichte"

Vassilakou betonte in ihrer Rede, dass sie vor allem gegen die Armut in Wien ankämpfen wolle. Sie trat für eine Grundsicherung ein, "die auch diesen Namen verdient". Die politischen Mitbewerber der Grünen bekamen von Vassilakou ihr Fett ab: Die SPÖ konzentriere sich nur darauf, dass es ihr selbst gut gehe. Die FPÖ gehöre in den Mistkübel der Geschichte, in dem sie "ständig herumwühle".

Auf Listenplatz 2 wurde Stadtrat David Ellensohn gewählt. Er erhielt 72,22 Prozent der Stimmen. Um Platz 3 gab es eine Stichwahl zwischen Monika Vana, Sigrid Pilz und Sabine Gretner. Letztere setzte sich durch. Auf Platz 4 wurde Rüdiger Maresch gewählt. Die erste mögliche Neo-Gemeinderätin dann an der fünften Stelle: die junge Leopoldstädter Bezirksrätin Martina Wurzer (29) verwies Christoph Chorherr, Sigrid Pilz und Martin Margulies auf die Plätze 6 bis 8.

Auf dem neunten Listenplatz findet sich auch die Newcomerin Birgit Hebein. Die geborene Villacherin ist seit Jahren im Sozialbereich tätig. Auf Platz zwölf schaffte es der bisher ebenfalls noch nicht im Stadtparlament vertretene, gebürtige Türke Senol Akkilic, auf Platz 13 Jennifer Kickert.

100 externe Unterstützer

Wahlberechtigt waren bei der Landesversammlung nicht nur Parteimitglieder, sondern auch sogenannte Unterstützer. Auf der Website gruenevorwahlen.at registrierten sich in den vergangenen Monaten zahlreiche Interessenten und die Grünen nahmen mehrere hundert zusätzliche Unterstützer auf. Insgesamt waren um die 1000 Personen wahlberechtigt, im Austria Center waren ca. 600 anwesend, davon rund 100 Unterstützer. (Rosa Winkler-Hermaden, derStandard.at, 15.11.2009)

Die ersten 16 Listenplätze:

1. Maria Vassilakou

2. David Ellensohn

3. Sabine Gretner

4. Rüdiger Maresch

5. Martina Wurzer (neu)

6. Christoph Chorherr

7. Sigrid Pilz

8. Martin Margulies

9. Birgit Hebein (neu)

10. Klaus Werner-Lobo (neu)

11. Monika Vana

12. Senol Akkilic (neu)

13. Jennifer Kickert (neu)

14. Marco Schreuder

15. Ingrid Puller

16. Nikolaus Kunrath

Links:

Live-Blog einer Vorwählerin aus dem Austria-Center

Plattform ichkandidiere.at

Details zum Wahlmodus

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 472
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sansquartier
00
11.5.2010, 13:48
strategisch unklug

Assoziationen mit griechischen zuständen und der glücklosen spd ypsilanti werden sich bei vielen wien wählern nicht vermeiden lassen- unabhängig davon, ob gerechtfertigt oder nicht

Covermodel - 30er Jahre Schnitt
10
20.11.2009, 00:17
Wow. Perfekt abwechselnd Mann/Frau gewählt!


Wir wurden Zeugen eines Wahrscheinlichkeitsaussreisser historischen Ausmasses. So was kommt bei unabhängigen Wahlen alle zehntausend Jahre 0.01x vor - Wahnsinn!

ich finde keinen namen
52
19.11.2009, 11:08
unerträglich die grünen

ärger schon als BZÖ und FPÖ zusammen.
nazisager von alev korun 19. d.m. im hohen haus

das hat nichts mehr mit intelligenz zu tun.
immer blöder werden die grünen.

GotellittotheMountains
22
19.11.2009, 14:31
Du bist ein Beweis

für die D**.... die nie aussterben.
Wer Ohren hat ist klar im Vorteil: sie hat aus einem Brief eines alten Arztes an den damaligen Minister Platter zitiert.
Nicht mehr und nicht wenigere. Daher meine E,pfehlung: hau Dich über die Häuser, auf der anderen Seite ist Platz genug. Aber Achtung! Auch ein Misthauferl ist dort....

ich finde keinen namen
00
22.11.2009, 23:58
ja danke für den schmäh

Vollmeise
 
00
18.11.2009, 19:18

Die Grünen treffen ihre Entscheidungen irgendwie immer "knapp vorbei" und machen es einem nicht leicht. Ständig habe ich das Gefühl, dass falsche Leute an falschen Posten sitzen. Van der Bellen könnte ich mir z.B. wunderbar als Wiener Bürgermeister vorstellen. Aber er will nicht. Oder so. Glawischnig will ihn als Bundespräsidenten. Er will aber nicht, um Fischer nicht die Stimmen abzunehmen. Oder so. Ist ja auch gut, aber es ist immer irgendein Wischiwaschi.

Mal schauen, wie und ob Vassilakou im Wahlkampf überzeugen kann. Häupl, Strache, Marek, Vassilakou. Kommt noch Lugner dazu? Werden die Kommunisten wen nominieren (oder haben sie schon)?

Ich ahne eine Katastrophe. *seufzendes lächeln*

Thun23
 
20
18.11.2009, 10:45
Es gibt eine Gruene Partei ? Echt ? Wow

mir.70
33
17.11.2009, 13:49
Leider!

Wenn Vassilakou meint, ihr Ziel für die Wr. Grünen sei ein "gutes Ergebnis, also mehr Stimmen als 2005", dann weiß ich, warum so viele offenbar mit den Grünen unzufrieden sind.
Warum keine höheren Ziele?
Und: Glaubt sie wirklich, dass sie mit ihrer Forderung nach Solaranlagen auf jedem Hausdach auch nur EINE Wählerstimme mehr bekommt?

Nickless
91
17.11.2009, 10:43
Grüner Schleim um Umwelt zu verteuern?

Wenn ich bedenke, was mit den enormen Extrakosten für Entsorgung von Müll, Wasser, Papier etc. alles zu schaffen wäre, so aber Freunderl dick im Geld stehen, graußt mir vor "Umweltpolitik" der Abzockerei.

Wer über Ideen mit Bürgervorteil diskutieren will ist bei den Grünen ausgeschlossen - eine reine Proporzpartei.

Thomas Anderson alias Michael Moore
11
17.11.2009, 15:38
ah ...

... dir "graußt" also?!
danke, das sagt alles!

Kiembeni
01
17.11.2009, 15:49
Vielleicht hätte ihn ein

Doppel-S verraten :)

Wirklich ein Graus.

evamacon
93
16.11.2009, 15:10
Grünes Trachtenpärchen

Freue mich schon auf Senol Akkilic in der Lederhose! Hoffentlich bleibt er so lange im Amt, bis die maßgeschneiderte Hirschlederne fertig ist.

Der auf der Nudelsuppen dahergschwommen is
 
14
16.11.2009, 15:46

sie haben aber schon mitbekommen, dass es um die wiener wahlen geht?

Kiembeni
01
16.11.2009, 15:36
Na sicher

in Wien rennen ja viele Leute in Lederhosen herum.

Der Konterspieler
 
123
16.11.2009, 14:53

die ersten 14 koennen sich auf gut dotierte 5 jahre freuen.
dass man in zeiten von explodierenden budgetdefiziten bei der politikerkaste zum sparen anfangt , darauf kommen politiker nicht.
hmm?
warum wohl?

50% weniger bezahlte politiker mitsamt ihren allen mitarbeiterInnen bringt wieviel hundert milionen im jahr?

Markus Finster
00
17.11.2009, 11:27

Weniger Politiker mit weniger Mitarbeitern. Genau. Weil genau das die Qualität der politischen Arbeit erhöhen wird.

Insgesamt verdienen die 688 NR, BR und LT-Abgeordneten pro Jahr 65 Millionen.

Der Konterspieler
 
20
17.11.2009, 14:30

aber hör doch auf
das burgenland z. B. würde mit 20 landtagsabgeordneten statt 36 genausogut funktionieren.
und der bunderat ist ein politausgedinge, völlig überflüssig.
nationalrat mit 99 statt 183 wär auch kein problem.

Markus Finster
03
17.11.2009, 14:48

Na bitte, worum geht es dir? Hunderte Millionen lassen sich nicht einsparen, aber trotzdem sollen nur 20 burgenländische Abgeordnete im Landtag sitzen?

Sicher ließe sich die Legislative auch anders gestalten. Aber dann bitte sinnvoll und nicht mit populistischen, undurchdachten Forderungen.

Zb: Aufwertung (nicht Abschaffung) des Bundesrats, MEHR Mitarbeiter, die vom Staat bezahlt werden, nicht weniger, damit die Abgeordneten besser unterstützt werden.
Kein Klubzwang, geheime Abstimmungen, Kein Proporz in den Landtagen... Man könnte vieles verbessern, aber dein Vorschlag trägt zur Verbesserung nichts bei.

Der Konterspieler
 
30
17.11.2009, 15:41

"MEHR Mitarbeiter, die vom Staat bezahlt werden, nicht weniger, damit die Abgeordneten besser unterstützt werden. "

ales klar

es ist sinnlos, mit dir darüber zu diskutieren

leb wohl

die spö bgld hat selbst vorgeschlagen 2 landesräte und 4 landtagsabg. einzusparen.
bringt 10 mille pro leg.periode, laut spö

nick morgenland
 
00
16.11.2009, 18:25

das wäre falsch gespart (50 % weniger kontrolle).

hexe caracas
81
16.11.2009, 14:16
Schade um sie

sie ist nicht schlecht (zumindest fleißig) aber die Partei insgesamt - es ist Schade auch um das Ehepaar Pilz, Herrn Chorher - die könnten eine neue linke Partei gründen - z. B. "Links mit Herz" oder so...

nick morgenland
 
00
16.11.2009, 18:11

der letzte satz im wikipedia-artikel (dr. sigrid pilz):
"Es besteht keine Verwandtschaft mit Peter Pilz."

Der Leser für die Zeitung
04
16.11.2009, 17:32

1. sigrid pilz ist mit peter pilz werder verwandt noch verschwägert und schon gar nicht verheiratet.

2. den christoph chorherr, galleonsfigur der bürgerlichen innerhalb der wiener grünen, ins linke eck stellen zu wollen, ist schon ein starkes stück.

ibindes arbeitet
112
16.11.2009, 13:40
Na dann

aufgehts zum großen Hallali gegen das Schnitzerl
irgendwer muß ja verantwortlich gemacht werden....

Elvis Lives
 
13
16.11.2009, 19:33

Wiener Schnitzerl mit Erdäpfelsalat gabs bei der gestrigen Listenwahlveranstaltung übrigens beim Buffet.

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