EU-Spitzenposten

Faymann: Gusenbauer und Schüssel ohne Chance

14. November 2009, 18:31

Bundeskanzler nennt Juncker und Van Rompuy als Favoriten für EU-Spitze - Außenpolitik-Agenden dürften dafür an Labour gehen

Wien - Bundeskanzler Werner Faymann glaubt offenbar nicht daran, dass seine beiden Amtsvorgänger Wolfgang Schüssel und Alfred Gusenbauer tatsächlich bei der Vergabe von EU-Spitzenposten mitmischen können.

Einem Bericht des Nachrichtenmagazins Profil zufolge ist Gusenbauer aber sehr wohl noch als möglicher Ratspräsident im Gespräch.

Gegenüber der Tageszeitung "Österreich" (Sonntag-Ausgabe) sagte Faymann laut einer Vorausmeldung von Samstagabend: "Ich würde mich sofort für beide vehement engagieren, wenn sie genannt werden und Chancen haben - aber das ist derzeit definitiv nicht der Fall."

Die Entscheidung fällt kommenden Donnerstag bei einem Sondergipfel in Brüssel.

Schüssel als Ratspräsident gehandelt

Schüssel wurde in den vergangenen Tagen als möglicher Ratspräsident gehandelt, Gusenbauer als EU-Außenbeauftragter. Schüssel wurde ein gutes Verhältnis zur deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) attestiert, während sich für Gusenbauer vor allem die einflussreichen spanischen Sozialisten stark gemacht haben sollen.

Faymann: Gusenbauer nicht genannt

Faymann winkte gegenüber "Österreich" jedoch ab: "Ich schätze Alfred Gusenbauer besonders, aber er wurde in den Gesprächen bisher kein einziges Mal als Kandidat genannt, auch nicht von unseren spanischen Freunden. Gusenbauer ist definitiv kein Kandidat, weil er ja kein Kommissars-Amt hat, das dafür Voraussetzung wäre."

Dasselbe gelte für Schüssel, so der Bundeskanzler: "Auch für Schüssel gibt es enorme Wertschätzung von allen Seiten, aber er ist definitiv nicht als Kandidat genannt."

Als Favoriten für die EU-Spitze (Ratspräsident) nannte Faymann Kandidaten aus dem christdemokratischen Lager, namentlich den belgischen Ministerpräsidenten Herman van Rompuy ("ein Mann des Ausgleichs") und Luxemburgs Regierungschef Jean-Claude Juncker, "der viele Anhänger hat".

Bei der Besetzung des "Hohen Beauftragten für EU-Außenpolitik" sieht Faymann dafür einen Labour-Politiker als Favoriten. "Hier gibt es in unserem sozialdemokratischen Lager sehr viele Sympathien dafür, dass diesen Posten ein Vertreter der britischen Labour-Partei besetzt." Der britische Premier Gordon Brown habe angekündigt, seinen Vertreter am Dienstag in einem Telefonat zu benennen, meinte Faymann. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 191
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also dann ...
04
15.11.2009, 19:00
gusi...

wäre sicher ein geeigneter kandidat - nicht nur wegen seiner sprachkenntnisse.
und da es hier ja eh nur ums diplomat. quatschen (umsetzen ist ja nicht seine stärke !) geht...

ad schüssel - nee.
der soll doch seine wohlverdiente pensi geniessen, dann kann er jedes jahr die tibeter beglücken,
für die er diesselbe bedeutung hat, wie wenn in china ein rad umfällt...

Eva Ulrich
00
16.11.2009, 07:42

Wohlverdiente Pension?

also dann ...
00
16.11.2009, 09:43
ja - sie haben recht ! ! !

wohlverdient wollte ich NUR auf seine dienstjahre...
bezogen wissen.

Spiderschwein
01
15.11.2009, 18:58

wenn ich bedenke dass ich mal schief angeschaut wurde, als ich sagte, daß wir alle noch dem gusenbauer nachtrauern werden.....

Heiner Müller
00
15.11.2009, 18:56
Ob nun der Gusi was wird oder nicht

die Welt geht deswegen nicht unter, daß wird man auch in der ÖVP begreifen müssen.

Enrico Furioso
04
15.11.2009, 18:55
bei Faymann werde ich das Gefühl nicht los

dass er alles tun wird, was ihm möglich ist, um eines sicherzustellen: dass Gusenbauer auf keinen Fall ein wichtigeres Amt bekommt als es das seine ist. Er würde er es noch ertragen, wenn Wolfgang Schüssel ein solches Amt bekommt, aber Gusenbauer ... nur über dessen Leiche.

helvetia
00
15.11.2009, 18:24
chance verpasst

faymann hats vergeigt. war ja nicht anders zu erwarten... ws hats onkel hans ihm so aufgetragen

lehrerlämpel
00
15.11.2009, 18:17
wäre ja

peinlich gewesen.

Eva Ulrich
00
16.11.2009, 07:46

Was wäre peinlich gewesen?

lehrerlämpel
00
16.11.2009, 17:27
der nadelstreifsozialist und versager gusenbauer

als hoher beauftragter für außenpolitik.

erbärmlich die tatsache, dass das thema "welcher ausrangierte politiker eine eu-spitzenposition bekommt", die österreichische innenpolitik seit wochen beherrscht.

Heiner Müller
00
15.11.2009, 17:50
Wenn die ÖVP

nicht so postengeil wär, gäbs das ganze Theater gar nicht. Da könnten wir dann in Ruhe auf den kommenden Donnerstag warten und uns dann mit den Auserwählten mitfreuen.

anton-notan
01
15.11.2009, 17:27
wieso muss dann ganz Österreich Vorzugsschüler sein?

wertschätzung ist schön ,aber gut und ehrlich nur dann,wenn man was zu sagen hat.
deswegen muss ein spitzenposten für uns drinnen sein.
wäre auch ein zeichen,wie wertvoll wir für die eu sind.
vorzug oder so na ja.

Heiner Müller
00
15.11.2009, 17:47
Dazu

sind wir halt zu weit vom Vorzugsschüler entfernt

anton-notan
01
15.11.2009, 17:59
beim nettozahlen sind wir mehr oder weniger

schon seit jahren einen knusprige weihnachtsgans.

der tueftler
11
15.11.2009, 17:05
donald duck gegen gustav gans...

....onkel dagobert gegen die panzerknacker,
mickey mouse gegen kater carlo, aber

FAYMAN gegen ALLE!

Graf Bobby
13
15.11.2009, 16:52
Kann diesen Volld.llo bitte jemand ordentlich beraten...


"Gusenbauer ist definitiv kein Kandidat, weil er ja kein Kommissars-Amt hat, das dafür Voraussetzung wäre."

1. Gibt es die neue Kommission noch gar nicht.

2. Haben einige Staaten noch gar keinen Kandidaten benannt (der -nebenbei - abhängig von einer Bestätigung durch das Europäische Parlament ist).

3. Nicht ein Mitglied der Kommission muss Hoher Vertreter werden, sondern der Hohe Vertreter wird Mitglied der Kommission, soll heißen, wenn ein Kandidat europaweit konsensfähig ist, wird der betreffende Staat ihn eben wohl oder übel nominieren (was die ÖVP ja auch schon akzeptiert hat, dass Hahn dann gegebenfalls zurückstecken muss).

Irgendwie habe ich den Eindruck Faymann versteht das ganze Prozedere nicht....

der tueftler
01
15.11.2009, 16:44
egal, wie es ausgeht...

...f hat nicht sehr klug (naja, eigentlich gar nicht!) agiert. wenn einer der beiden doch zum zug kommt, dann ist er total blamiert (daher wird er eher gegen als für sie intrigieren). und wenn nicht, dann werden viele sagen, eh klar, das hat f verpatzt.
wie gesagt nicht sehr klug...

m+m
00
15.11.2009, 17:06

glauben sie wirklich der f hat je für einen ö kandidaten agiert?
in ö sind parteiinterne und bundesländeranliegen wichtiger als gesammt österreichische interessen

Eva Ulrich
00
16.11.2009, 07:49

Glauben Sie, bei der ÖVP siehts viel anders aus?

der tueftler
03
15.11.2009, 17:11
f hat vor allem gegen

f agiert! allerdings wohl eher unabsichtlich...

Lächeln, die beste Art Zähne zu zeigen.
00
15.11.2009, 17:57
Das macht das Ganze nur noch schlimmer...

isidor vom billa
01
15.11.2009, 16:42
Was dieses "alte Europa" ( © D. Rumsfeld) ausmacht,

ist für viele Menschen die Lehre aus zwei Weltkriegen, nämlich dauerhaften Frieden als Grundlage für Sicherheit und Wohlstand anzustreben. Viel wichtiger als Personen sind die EU-Richtlinien, nach denen die Funktionsträger handeln sollen! So gesehen darf ein EU-Außenminister Gordon Brown sich niemals als Brite gebärden, der den USA näher steht als dem Kontinent, sondern muss sich als Europäer zeigen. Und jetzt die Frage: Wer traut ihm das zu?

gadoladolällar
10
15.11.2009, 15:51

Östereichische Selbstüberschätzung, nichts anderes. Und weg mit dem Feigmann!

Marinos Yannikos
01
15.11.2009, 15:23
Lustig geht's da zu ...

... in der EU-Oligarchie.

andreas breitwieser
21
15.11.2009, 15:36

Eine Frage an die LINKEN in diesem Forum

Euer Sozi-Kanzler ist für das Kreuz in den Klassen (will es sogar in der Verfassung haben)

und

will strenge Asylregeln. (sofortige Abschiebung Arigonas)

Was sagt Ihr dazu ???

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