Betrug

eBay-Verkäufer erschleichen sich gute Bewertungen

14. November 2009 13:54

Studie ortet Sicherheitslecks bei Auktionsportal - Bewertungsbetrug greift um sich

eBay-Verkäufer betrügen bei ihren positiven Bewertungen. Viele skrupellose Anbieter erkaufen sich ihren guten Ruf auf der Auktionsplattform, so zumindest der Schluss einer aktuellen Studie, die laut Bericht von Science Daily demnächst im International Journal of Electronic Business erscheinen soll. Obwohl sich eBay erst kürzlich darum bemühte, Maßnahmen gegen den Bewertungsbetrug zu ergreifen, könne gutes Feedback recht einfach erschlichen werden, heißt es in der Untersuchung, die von italienischen Forschern an der Universität von Rom Tor Vergata durchgeführt wurde.

Fälle, bei denen sich Verkäufer auf der Plattform ihre Positiv-Bewertungen erschlichen, wurden mit der Zeit zum zunehmendem Problem. eBay überarbeitete daraufhin einige Richtlinien zum Thema "Feedback", um zu verhindern, dass ungerechtfertigte positive Kritik gesammelt werden kann.

Zahlreiche Schlupflöcher

Trotz Bemühungen seitens der Auktionsplattform bestehen laut den Studienautoren weiterhin Schlupflöcher. In diversen Feldexperimenten konnten sie nachweisen, dass es sich bei dem Bewertungsbetrug um ein reales und bestehendes Problem handelt. Manche Verkäufer pflegen zum Beispiel, bestimmte Kontingente qualitätsarmer Produkte zu Niedrigstpreisen zum Sofortkauf anzubieten, um so möglichst schnell zahlreiche positive Bewertungen einzufahren. Sobald das Feedback stimmt, werden dann gezielt hochpreisige Produkte verkauft.

Gegenmaßnahmen

"eBay ergreift laufend Maßnahmen, den Betrügereien entgegenzuwirken. Dabei gibt es diverse Vorgehensweisen", sagt eBay-Sprecherin Magdalena Lechner. Im Detail wolle das Unternehmen darüber jedoch keine Auskunft geben. "Es besteht die Gefahr, dass dann all unsere Maßnahmen sofort wieder umgangen würden", erklärt Lechner.

Viele eBay-Verkäufer versuchen offenbar auch, große Mengen an virtuellen Gütern an Komplizen zu verkaufen, um damit das positive Feedback nach oben zu treiben. Eine mögliche Langzeitfolge der erkauften Bewertungen bzw. generell der Feedback-Manipulation könnte es sein, dass die Verlässlichkeit der Bewertungsinformationen schwer gefährdet wird, meinen die Forscher.

(pte)

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Posting 1 bis 25 von 68
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Wishmaster
27.11.2009 16:55
Immer diese Superlativa!

Bewertungsbetrug? Wer wird denn bitte schön betrogen, wenn ein Verkäufer durch billige Produkte Bewertungen sammelt?
Genau niemand!

Dass dadurch die Aussagekraft der Bewertungen sinkt, ist ein ganz anderes Thema.
Das bedeuted nur, dass eBay das Bewertungssystem nicht gut genug gelöst hat.

Prolet
19.11.2009 10:52
Bei Geizhals.at kann ich in Ruhe und ohne Streß mit Garantie einkaufen.

Ebay hat Sohnemann mit wenig guten Erfahrungen wieder gekancelt.

Ich bin froh, so lernen die Kids schenll, daß Werbung nicht vertrauenswürdig ist.

Einsamer Mensch
17.11.2009 13:37
Was mir vor kurzem passiert ist:

ein Käufer kontaktiert mich, weil er einen Artikel kaufen will. Er braucht aber sofort eine positive Bewertung (noch bevor der Artikel bezahlt ist), weil er etwas von einem anderen Händler kaufen will und dafür 20 positive Bewertungen braucht.
Schließlich hat er nicht bezahlt und eine Woche später war auch der Account gelöscht. Ich hab zwar keinen Schaden, aber frage mich für was der als Käufer positive Bewertungen sammelt.

Leech
16.11.2009 16:25
negative bewertungen verschwinden nicht

auch nicht bei powersellern.

Und wenn ich dann da nen Seller hab der zwar 30.000 positive bewertungen hat und dabei aber 100 negative und in den negativen steht immer das gleiche (z.b. liefert nicht, ware deffekt o. dgl.) dann lass cih da die finger davon weil man davon ausgehen kann das die bewertungen gefaked sind.

Bin mit der Art zu kaufen bis jetzt gut durchgekommen.

spielt mit
16.11.2009 09:11
Bewertungen

von Privatverkäufern mit überschaubaren <100 Transaktionen sind dagegen schon aussagekräftig.
Wie es hinter der Fassade von Powersellern abgeht, habe ich als ehemaliger Mitarbeiter eines solchen selbst erlebt und kann daher den Unmut nachvollziehen.
Überhaupt scheinen die Zeiten eines wirklich 'privaten' interessanten Ebay längst passe - Wenn ich jetzt was suche, werde ich mit Angeboten professioneller Verkäufer überschwemmt....
Ich würde die Funktion 'keine Powerseller und Shopangebote' sehr begrüßen :)

hp12c
15.11.2009 19:32
klar gibt es solche Probleme

aber ich hatte mich bis jetzt immer auf ebay verlassen können - habe selbst nur knappe 25 Bewertungen - aber 100% positiv...

und ich selbst habe noch nie bei jemandem gekauft der unter 100 Bewertungen hatte...

habe aber auch schon 3-4 mal aus Hongkong oder China zeug für mein IPhone gekauft ...

dauert zwar 3 wochen - und viele meinen da schon die ware komme nie - aber geduld...

letztens hat mir einer sogar nen mp4 player geschickt, weil seine ware knapp über den versprochenen 16 werktagen unterwegs war!


was ich auf ebay aber eh nie machen würde - sachen über 100 Euro kaufen....

wenn was hochwertiges 50% unterm originalpreis ist... dann könnte der gesunde menschenverstand sich einschalten?

TRex30M
15.11.2009 13:13

Das Bewertungssystem von Ebay, ist schlicht eine Farce.
Nicht nur, dass Verkäufer sich positive Bewertungen erschleichen können, üben Käufer auch gerne mal Druck aus, weil sie genau wissen, dass Veräufer jetzt nicht mehr negativ bewerten können.
Insgesamt betrachtet kann Ebay sein Bewertungssystem auch ganz abschaffen, da es so oder so, komplett unobjektiv und unfair ist.

Erwin Wolfram
15.11.2009 12:24

es wurden aber auch schon existenzen durch diese praktiken zerstoert, die auch finanzwirksam sind - nur hat sich noch niemand gefunden der ebay verklagt. so gehoert es sich aber. es gehoert sich nicht dann eine studie zu machen und die hand aufzuhalten, um aufzuschreiben was sowieso jeder weiss. es ist aber so ueblich in den westlichen diktaturen und es disqualifiziert die wissenschaften zur hilfskraft der jeweiligen diktatoren.

DieWahrheitistdenMenschenzumutbar
15.11.2009 10:14
Euphorie verflogen

Also nach der Freude kostengünstig an Dinge zu kommen, die es im Handel nicht gibt habe ich jetzt auch schlechte Erfahrungen gemacht:
Das Geld für retournierte Waren kommt nicht, Fälle werden einfach zu den Akten gelegt, obwohl sie nicht gelöst sind. Es ist unmöglich das Kreditkartenkonto zu löschen. Paypal zeigt in USD statt EUR an. Die Buchungszeilen auf der Kreditkartenabrechnung beinhalten nur einen Code und machen ein Nachvollziehen der Zahlungen sehr schwierig, vor allem weil das paypal System sehr lahm ist wenn man Transaktionen ansehen will.
Das auf Anbieterseite grenzwertige Dinge passieren, wo man sehr aufpassen muss ist klar, aber das System ist nicht fair - professionelle Verkäufer haben es leichter als deren Kunden.

Monopoly mit Hut
16.11.2009 09:14

Lass Deine Kreditkarteninfo einfach ungültig werden. Glücklicherweise haben Kreditkarten ein Gültigkeitsdatum.

news werden manipuliert
15.11.2009 09:55
na wahnsinn

da kommt man erst jetzt wieder drauf....?
diese masche läuft shcon seit es ebay gibt.
mehrfache nicks usw
was mich ehrlich wundert ist, das seitens ebay nur langsam nachgebessert und verbessert wird.
schaut man sich diverse forendiskussionen bei ebay an, hat man das gefühl die verantwortlichen bei ebay spielen den ganzen tag solitär.

Erich Hofbauer
17.11.2009 11:14

nö, sie verschlimmbessern das System...

Heimwerkerkönig
 
15.11.2009 09:36
Amazon regelt...

... denn es muss nicht immer auf Teufel komm raus das billigste Angebot sein.
Viel wichtiger ist ein absolut verlässlicher, hochseriöser Händler, der innerhalb von 2-4 Tagen liefert und bei dem ein Umtausch nicht zu einem Hürdenlauf wird.

Ich kaufe nun seit rund 4 Jahren direkt bei Amazon ein, von Büchern über Moskitonetze, bis hin zu externen Festplatten, Kabeln, Telefonen usw. usw.
Und bei den mittlerweile sicher 50 gekauften Artikel, gab es NIE auch nur ein einziges Problem.
Das soll der halbseidene Laden eBay, der seinen Zenit längst überschritten hat, mal versuchen auch nur annähernd nachzumachen.

macindd
15.11.2009 08:39
Sch... auf Ebay.

Wie gut, dass ich da nicht mehr Mitglied bin :-)

systemfehler1
15.11.2009 05:44
Noch schlimmer:

Das hochlizitieren eigener Angebote durch
a.,
Komplizen, die "offiziell" den Anbieter gar nicht kennen, und gar nicht so selten nach einem Höchstbot zurücktreten, um dir dann zu teurem Preis das angebotene zu "überlassen", oder noch schlimmer
b.,
Sogenannte "Agenten", die diese Aufgabe für diverse Anbieter übernehmen - im Namen von ebay.

Man merkt´s durch seltsame Bezeichnungen der Mitbieter wie z.B.: f****x. Alles nur fakes, keine echten Mitbieter.
Einfach nur mehr eine seichte Betrügerei, bei der ebay gar nicht so ungerne mitspielt, wie ich meine - und preiswert auch schon lange nicht mehr.

sigmund f
15.11.2009 12:05

Naja, also Sie haben schon Recht, dass hochlizitieren passiert mit System, bei den Antiquitäten hab ich das monatelang beobachtet. Hab mich anfangs gewundert, warum bei manchen Händlern immer so hoch gegangen wird, während bei anderen ähnliche Sachen um ein Viertel weggehen. Aber die "f****x" Namen sind nur von ebay unkenntlich gemacht, das war vorher nicht. Warum, weiss ich zwar nicht, angeblich aus "Sicherheitsgründen". De facto erleichtert es die Treiberei, weil nicht mehr so leicht verfolgt werden kann, wer die Mitbieter waren.

Erich Hofbauer
17.11.2009 11:18

Bieternamen und Mailadressen werden aus Geschäftsgründen verstümmelt. Es könnte ja jemand an epay vorbei Geschäfte machen...

Erich Hofbauer
17.11.2009 11:16

Bieternamen und Mailadressen werden aus Geschäftsgründen verstümmelt. Es könnte ja jemand an epay vorbei Geschäfte machen...

TRex30M
15.11.2009 16:18

Das mit dem Hochbieten stimmt absolut bei Ebay.
Allerdings hat sich auch die schlechte Angewohnheit bei Käufern eingebürgert, dass man meint alles um 1 Euro haben zu wollen, auch wenn der Artikel mehrere hundert Euro wert ist.
Da darf man sich im Endeffekt auch nicht wundern, wenn manche Verkäufer, aus Verzweiflung dann hochbieten.
Auf beiden Seiten mehr Fairness und Transparenz wäre also angebracht und Ebay sollte sein Bewertungssystem dringend überarbeiten.

sigmund f
15.11.2009 18:39

Da möchte ich Ihnen widersprechen. Sicher, die 1 Euro Gierrammeln tun mir auch nicht leid, aber als Verkäufer muss man sich halt überlegen, wieviel man mindestens haben will. Man muss ja nicht bei 1 Euro beginnen, nur ist es halt am billigsten. Wenn ich 100 haben will, dann muss ich 100 als Startpreis festlegen, und die Gebühren dafür zahlen, und nicht 1 und dann "aus Verzweiflung" hochbieten. Und wenn ich schon für 1 Euro einstelle, dann muss ich auch bereit sein, für 1 Euro zu verkaufen. Na, da gibt's dann oft ein Geheule, als ob man sie ausrauben möchte, dabei war's halt ein Trum, das sonst niemanden interessiert. Das ist jedenfalls sicher kein Grund, der das Hochbieten irgendwie rechtfertigen würde.

TRex30M
16.11.2009 07:17

@sigmund f

durchaus auch ein Quentchen Wahrheit von Ihnen.
Aber die Einstellgebühren, von Ebay sind teilweise unverschämt hoch.
Da bin ich nicht bereit mitzuziehen und stelle halt einen Artikel um 1 Euro ein.
Das wiederum wird von diversen geizigen "Geiern" dann leider ausgenutzt - da bekomme ich echt einen "Hals" vor Zorn, wie unverschämt da manche sind.
Ausserdem werden Artikel meistens nicht beboten, wenn man einen höheren Startpreis angibt und somit bleibt nur um 1 Euro einzustellen.
Fazit: Nach Alternativen umsehen, derer es zum Glück viele gibt.

Zaubersalz
30.11.2009 13:59
Also sorry...

...in einem Satz erwähnen Sie die "geizigen Geier", die halt keine Lust haben mehr als 5 Euro für etwas zu zahlen, das vielleicht Ihnen 100 wert ist... aber im selben Atemzug die "unverschämten Kosten" von ebay kritisieren, die Sie dazu zwingen um 1 Euro anzubieten und dann verzweifelt mitzubieten. Klingt auch irgendwie nach geizigem Geier! Wenn Ihnen etwas 100 Euro wert ist, dann müssen Sie wohl oder übel auch eine passende Provision zahlen... wenn Sie sich die sparen wollen und dann den Preis "künstlich" (und entgegen den Geschäftsbedingungen) durch Mitbieten hochtreiben, dann begeben Sie sich auf dasselbe Niveau wie die geizigen Geier.

Erich Hofbauer
17.11.2009 11:22

welche Alternativen? mal abgesehen von willhaben&co. Auktionsseiten gibts viele, nur sind die leider meist mangels Käufern unbrauchbar. Wenigstens gibts bei epay alle paar Monate gratis-einstell-Aktionen. Trotzdem, die gesamten Verkausspesen (inkl. Painpal) liegen bei ca. 12-15%

vorname nachname1
15.11.2009 00:16
bin aktiver ebay verkauefer und finde das GUI

furchtbar. wichtige sachen sind in kleinen fonts ueberall verstreut, hilfe finden eine kunst und die ebay gepflogenheiten bei den gebuehren oft nicht logisch oder kundenfreundlich.

FSK
14.11.2009 23:47

Bin ich blind oder bekommt man als Käufer jetzt nicht mehr Wohn- und email adresse des Verkäufers?
Früher wurde das immer per email zugeschickt.

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