SPE sondierte schon Anfang 2009 bei Faymann
Wien - Prominente sozialistische und sozialdemokratische
EU-Politiker sehen nach Informationen des am Montag erscheinenden
Wiener Nachrichtenmagazins "profil" noch eine Chance, dass der
frühere SPÖ-Vorsitzende Ex-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer zum Hohen
Repräsentanten der Europäischen Union für Außen- und
Sicherheitspolitik und Kommissions-Vizepräsidenten ernannt werden
könnte. "Gusenbauer hat durchaus noch Chancen. Auch wenn sein Name
auf den gängigsten Listen nicht an vorderer Stelle aufscheint, weiß
der innere Kreis, dass er ein gutes internationales Netzwerk hat. Er
kann also noch aufsteigen", zitiert das Magazin laut einer
Vorausmeldung von Samstag die Sprecherin des bisherigen
EU-Außenpolitik-Beauftragten Javier Solana, Cristina Gallach.
Auf der Liste
"Gusenbauer ist einer der Kandidaten und steht auf der Liste",
bestätigte Silke Thomson, die Sprecherin des Vorsitzenden der
Sozialdemokratischen Partei Europas (SPE), des ehemaligen dänischen
Ministerpräsidenten Poul Nyrup Rasmussen. Dieser hatte nach "profil"
vorliegenden Informationen bereits im Februar Gusenbauers Nachfolger
als SPÖ- und Regierungschef, Bundeskanzler Werner Faymann, ersucht,
Gusenbauer für die EU-Kommission zu nominieren. Faymann habe damals
auf das innerhalb der Regierungskoalition an die ÖVP abgetretene
Vorschlagsrecht hingewiesen. (APA)